Sehenswürdigkeiten in Schuscha – Haus von Churschidbanu Natawan, Brunnen und Garten „Khan Gizi“ VIDEO
Schuscha, 6. November, AZERTAC
Ein Ort von großem Interesse für Touristen, die die historische und kulturelle Stadt Schuscha besuchen, ist das Gebiet mit dem Haus, dem Brunnen „Khan Gizi“ (deutsch: Brunnen der Khan-Tochter) und dem Garten „Khan Gizi Baghi“ (deutsch: Garten der Khan-Tochter), die der Tochter des letzten Khans von Karabach, Mehdigulu Khan Javanshir, und der bedeutenden Dichterin Churschidbanu Natawan gehören. Das zweistöckige Haus der Khans Tochter aus dem 19. Jahrhundert wurde aus Ziegeln und Flusssteinen erbaut. Anfang der 1930er Jahre begann in diesem Gebäude die Tätigkeit der Musikschule von Schuscha, der ersten Kindermusikschule Aserbaidschans. Nach grundlegenden Renovierungsarbeiten im Jahr 1987 war hier die Karabach-Niederlassung des Nationalmuseums der aserbaidschanischen Literatur nach Nizami Ganjavi, benannt nach Mehdigulu Khan Javanshir, untergebracht. Am 8. Mai 1992, nach der Besetzung von Schuscha durch die bewaffneten Streitkräfte Armeniens, wurde dieses große Palastkomplex stark beschädigt, und die im Museum gesammelten seltenen Kunstwerke, Gemälde, Teppiche, Miniaturen, Erinnerungsstücke und archäologischen Exponate wurden geplündert.
Der Brunnen „Khans Gizi“ wurde 1873 aus Mitteln von Churschidbanu Natawan gebaut, das Wasser wurde über Tonrohre aus den umliegenden Bergen geleitet. Wie andere historische Gebäude in Schuscha wurde auch der Brunnen während der Besatzung beschädigt und das Wasser abgestellt. Nach der Befreiung der Stadt wurde der Brunnen „Khan Gizi“ restauriert.
Der Maulbeerbaumgarten, früher als „Khan Baghi“ oder „Garten der Khans Tochter Natawan“ bekannt, wurde 1805 von Khan Ibrahimkhalil Khan von Karabach angelegt, um die Seidenproduktion zu fördern. Die Bäume hier sind über 150 Jahre alt. Während der Khanzeit, der Zarenzeit und der Sowjetperiode wurde der Garten als Spazier- und Erholungsort genutzt. Nach der Errichtung des Denkmals des großen Komponisten Uzeyir Hajibeyli im Jahr 1985 fanden hier regelmäßig kulturelle Massenveranstaltungen und Festkonzerte statt. Nach der Befreiung von Schuscha wurde das Denkmal von Uzeyir Hajibeyli wieder an seinem ursprünglichen Platz aufgestellt.
Der Garten „Khan Gizi“ zieht das ganze Jahr über mit seiner zauberhaften Naturkulisse die Aufmerksamkeit auf sich. Im Herbst erinnert er an ein Gemälde in Goldtönen. Die aus der Ferne sichtbaren Berge, die Bäume mit goldfarbenen Blättern, das Gelb und Rot des Laubs sowie das frische Grün der Gräser und die Blumen, die zwischen Blättern und Gras hervorlugen, begeistern die Besucher. Man hat das Gefühl, in eine andere, geheimnisvoll-magische Welt einzutreten.