Im Verfahren gegen Ruben Vardanyan Opferaussagen angehört VIDEO
Baku, 1. Dezember, AZERTAC
Der Strafprozess gegen den armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan, dem unter anderem Terrorismus, Folter, Söldnertätigkeit und Terrorismusfinanzierung gemäß dem Strafgesetzbuch der Republik Aserbaidschan vorgeworfen wird, wurde am 1. Dezember fortgesetzt.
Die Gerichtsverhandlungen fanden unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev am Militärgericht von Baku statt. Dem Richterkollegium gehörten außerdem Jamal Ramazanov und Anar Rzayev an. Günel Samadova fungierte als Ersatzrichterin. Der beschuldigten Person wurde ein Dolmetscher für seine Muttersprache Russisch zur Verfügung gestellt.
Richter Zeynal Aghayev stellte den erstmals am Prozess teilnehmenden Geschädigten und deren Rechtsnachfolgern das Richterkollegium, die Staatsanwälte, die Übersetzer usw. vor und erläuterte ihnen zudem ihre gesetzlich festgelegten Rechte und Pflichten.
Das Gerichtsverfahren setzte sich mit Opferaussagen fort.
Die geschädigte Person, Sardar Taghiyev, rechtlicher Erbe von Sabuhi Taghiyev, berichtete, dass sein Bruder in Latschin durch feindliches Feuer ums Leben gekommen sei.
Die geschädigte Person Zaka Valiyev erklärte gegenüber dem Ersten Stellvertreter des Generalstaatsanwalts, Vusal Aliyev, dass Allahverdi Safiyev und Elnur Karimov getötet wurden, als eine Granate in der Nähe explodierte, die von Resteinheiten der armenischen Armee und illegalen armenischen Bewaffneten im Gebiet des Dorfes Khanabad im Rayon Chodschali abgefeuert wurde. Er selbst und Rasul Aghayev erlitten dabei verschiedene Verletzungen.
Geschädigter Vahid Aljanov gab auf die Fragen des Staatsanwalts Fuad Musayev an, dass infolge einer großangelegten feindlichen Provokation eine im Gebiet des Rayons Latschin abgefeuerte Mörsergranate explodiert sei, wobei eine Person ums Leben gekommen und er selbst sowie mehrere weitere Personen verletzt worden seien.
Elgun Ismayilov erklärte gegenüber Nasir Bayramov, Abteilungsleiter der Abteilung für Verteidigung der staatlichen Anklage, dass er und Safar Huseynguliyev durch Schüsse aus automatischen Waffen der Reste der armenischen Armee und illegaler armenischer bewaffneter Gruppen im Gebiet des Dorfes Gulyatag im Rayon Aghdara verletzt wurden.
Geschädigter Baktiyar Huseynov berichtete, dass er im Rayon Kelbadschar durch die Explosion einer von feindlicher Seite geworfenen Handgranate verletzt wurde. Bei der Provokation wurden auch andere Personen verletzt.
Eine weitere geschädigte Person Nusrat Orujov gab an, dass er im Rayon Kelbadschar durch die Explosion einer vom Feind geworfenen Handgranate an der Schulter verletzt wurde.
Javid Khosiyev erklärte auf Fragen der Staatsanwältin Tarana Mammadova, dass er und Javad Guliyev im Gebiet der Aghdam-Chodschali-Route durch die Explosion einer vom Feind abgefeuerten Granate verschiedene Verletzungen erlitten haben.
Die geschädigte Person Nihad Seyidzade sagte aus, dass er, Murad Hüseynov und Ravan Aghazade im Rayon Chodschali durch feindliches Feuer verschiedene Verletzungen erlitten haben.
Baylar Karimov erklärte, dass er auf der Aghhdam-Chodschali-Route durch feindliches Mörserfeuer verletzt wurde.
Der Gerichtsprozess wurde mit der Untersuchung von Dokumenten und anderen in den Ermittlungsakten enthaltenen Beweisen fortgesetzt.
Die nächste Gerichtssitzung ist für den 2. Dezember angesetzt.
Dem armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan werden zahlreiche schwere Verbrechen vorgeworfen, darunter Kriegsverbrechen, Terrorismus und vorsätzliche Tötung. Zu den zentralen Anklagepunkten gehören die Planung und Durchführung eines Angriffskrieges, Zwangsumsiedlung und Verfolgung von Zivilisten, Entführung und Freiheitsberaubung sowie Folter und Söldnertätigkeit. Darüber hinaus wird ihm die vorsätzliche Tötung in mehreren Fällen sowie versuchter Mord vorgeworfen. Weitere Anklagen betreffen illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus und dessen Finanzierung, Gründung krimineller und bewaffneter Gruppen sowie illegale Waffen- und Sprengstofflagerung. Auch das Überqueren der aserbaidschanischen Grenze ohne Genehmigung und Handlungen, die die Luftsicherheit gefährden, gehören zu den Vorwürfen.