Prozess gegen Ruben Vardanyan mit Verlesung von Dokumenten fortgesetzt VIDEO
Baku, 5. Dezember, AZERTAC
Der Strafprozess gegen den armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan, dem unter anderem Terrorismus, Folter, Söldnertätigkeit und Terrorismusfinanzierung gemäß dem Strafgesetzbuch der Republik Aserbaidschan vorgeworfen wird, wurde am 5. Dezember fortgesetzt.
Die Gerichtsverhandlungen fanden unter Vorsitz von Richter Zeynal Aghayev am Militärgericht von Baku statt. Dem Richterkollegium gehörten außerdem Jamal Ramazanov und Anar Rzayev an. Günel Samadova fungierte als Ersatzrichterin. Der beschuldigten Person wurde ein Dolmetscher für seine Muttersprache Russisch zur Verfügung gestellt.
Richter Zeynal Aghayev stellte den erstmals am Prozess teilnehmenden Geschädigten und deren Rechtsnachfolgern das Richterkollegium, die Staatsanwälte, die Übersetzer usw. vor und erläuterte ihnen zudem ihre gesetzlich festgelegten Rechte und Pflichten.
Der vorsitzende Richter erklärte, dass eine Gruppe von Personen, die im Verfahren als Geschädigte gelten, sich in früheren Verhandlungen an das Gericht gewandt und Anträge eingereicht habe, in denen sie mitteilten, dass sie aus triftigen Gründen nicht an den Sitzungen teilnehmen könnten und die von ihnen im Vorverfahren abgegebenen Aussagen bestätigten.
Die Verfahrensbeteiligten erhoben keinen Einspruch gegen die Verlesung dieser Aussagen im Gerichtssaal, und es wurde bestätigt, dass sie in der heutigen Sitzung angehört werden würden.
Anschließend wurden in der Gerichtsverhandlung die Aussagen einer Gruppe von Geschädigten verlesen sowie Sachverständigengutachten, Protokolle und weitere im Strafverfahren enthaltene Beweisunterlagen bekanntgegeben.
Die nächste Gerichtssitzung ist für den 8. Dezember angesetzt.
Dem armenischen Staatsbürger Ruben Vardanyan werden zahlreiche schwere Verbrechen vorgeworfen, darunter Kriegsverbrechen, Terrorismus und vorsätzliche Tötung. Zu den zentralen Anklagepunkten gehören die Planung und Durchführung eines Angriffskrieges, Zwangsumsiedlung und Verfolgung von Zivilisten, Entführung und Freiheitsberaubung sowie Folter und Söldnertätigkeit. Darüber hinaus wird ihm die vorsätzliche Tötung in mehreren Fällen sowie versuchter Mord vorgeworfen. Weitere Anklagen betreffen illegale wirtschaftliche Aktivitäten, Terrorismus und dessen Finanzierung, Gründung krimineller und bewaffneter Gruppen sowie illegale Waffen- und Sprengstofflagerung. Auch das Überqueren der aserbaidschanischen Grenze ohne Genehmigung und Handlungen, die die Luftsicherheit gefährden, gehören zu den Vorwürfen.