Safari-Abenteuer in Schamachi VIDEO
Schamachi, 16. April, AZERTAC
Der Safari-Tourismus, eine ungewöhnliche Form des modernen Ökotourismus, ist auch in Aserbaidschan vertreten. Wie der regionale Korrespondent von AZERTAC Raschad Türkoglu berichtet, wurden dafür im Pirgulu-Massiv in Schamachi, im Herzen des Kaukasusgebirges, geeignete Bedingungen geschaffen.
Je weiter man über die Straße Schamachi–Dämirtschi hinauffährt, desto stärker verändert sich die Landschaft. Die Natur, die sich aus dem Autofenster zeigt, wirkt wie aus einem Märchen: grün bedeckte Berge, still sich ausdehnende Wälder und der Duft von Erde in der kühlen Bergluft.
Das Dorf Pirqulu/Pirgulu. Am Eingang des 1.200 Hektar großen Schamachi Safari-Parks betreten wir ein besonders geschütztes Gebiet. Hier entspricht jeder Aspekt internationalen Standards – die Schutzzone bewahrt die Tiere sowohl vor ansteckenden Krankheiten als auch vor unkontrollierten menschlichen Einflüssen.
Während der Fahrt über den Feldweg begleiten Ruhe und Schönheit der Natur den Besucher. Edle Hirsche grasen auf grünen Wiesen. Etwas weiter blicken Alpakas und Lamas neugierig auf die Besucher, als würden sie sagen: „Willkommen in unserer Welt.“ Mufflons bewegen sich frei zwischen den Felsen, während der Europäische Bison – der mächtige Zubr – durch seine imposante Erscheinung beeindruckt.
Der Safari-Park ist nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen der Seltenheit der hier lebenden Tiere einzigartig im Südkaukasus. Derzeit leben dort mehr als zehn verschiedene Tierarten. Dazu gehören aus Lettland, Polen, der Slowakei, Tschechien und Ungarn importierte Edelhirsche, Damhirsche, Altai-Hirsche, Alpakas, Lamas, Mufflons und Zubrs. Die Tiere haben sich bereits vollständig an das neue Klima angepasst, und ihre Zahl wächst durch natürliche Fortpflanzung.
Auch das Berg-Wald-Massiv von Pirgulu verleiht dem Safari-Park zusätzliche Vielfalt. Zwischen dem Eingangsbereich und dem höchsten Punkt kann der Temperaturunterschied bis zu zehn Grad betragen. Daher sollten Besucher ihre Kleidung entsprechend den wechselnden Bedingungen der Natur wählen.
Der Safari-Park ist Mitglied der Internationalen Vereinigung für Wildhuftiere und Hirschzüchter und die einzige offizielle Vertretung dieser Organisation im Südkaukasus. Damit eröffnet sich ein neues Kapitel für Aserbaidschans Ökotourismus-Landkarte.