Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Präsident Ilham Aliyev und First Lady Mehriban Aliyeva treffen Bewohner des Dorfes Shukurbeyli im Rayon Jabrayil AKTUALISIERT VIDEO

Jabrayil, 9. Mai, AZERTAC

Präsident Ilham Aliyev und First Lady Mehriban Aliyeva haben am 9. Mai ein Treffen mit den in das Dorf Shukurbeyli/Schükürbeyli im Rayon Jabrayil/Dschäbrajil umgesiedelten Bewohnern abgehalten.

Das Staatsoberhaupt hielt eine Rede bei dem Treffen.

Rede von Präsident Ilham Aliyev

-Zunächst gratuliere ich Ihnen zur Rückkehr in Ihre Heimat. Das Dorf Shukurbeyli/Schükürbeyli wurde vollständig neu aufgebaut. Wie Sie wissen, hatte der Staat Armenien dieses Dorf während der Besatzungszeit vollständig zerstört, es blieb kein einziges intaktes Gebäude erhalten. Bei meinen zahlreichen Treffen mit ehemaligen Binnenvertriebenen während der Besatzungszeit habe ich stets gesagt, dass wir nach der Befreiung der Gebiete alle Städte und Dörfer wieder aufbauen und in einen besseren Zustand versetzen werden. Und heute sehen wir dies am Beispiel des Dorfes Shukurbeyli. Das Dorf ist sehr modern, es gibt alle Bedingungen zum Leben, Arbeiten und Lernen – eine Schule, eine Musikschule, zwei Kindergärten, eine medizinische Einrichtung sowie selbstverständlich schöne, ansprechende Häuser, damit Sie – die Bewohner des Dorfes Schükürbeyli – hier komfortabel leben können.

Über viele Jahre hinweg standen diese Gebiete unter Besatzung. Der Staat Armenien wollte das kulturelle Erbe des aserbaidschanischen Volkes in diesem Gebiet vollständig auslöschen, hat dieses Ziel jedoch nicht erreicht. Obwohl unsere Städte und Dörfer verwüstet wurden, wurde das historische Gedächtnis des aserbaidschanischen Volkes niemals ausgelöscht. Ich weiß, dass Sie und alle ehemaligen Binnenvertriebenen mit einem Wunsch gelebt haben – dem Wunsch, in Ihre Heimat zurückzukehren. Einige von Ihnen wurden in vom Staat bereitgestellten Häusern im Rayon Bilasuvar untergebracht, andere haben sich selbst eine Unterkunft geschaffen. Aber natürlich ist die Heimat das Kostbarste überhaupt.

Heute ist ein sehr schöner, ein historischer Tag – ein Tag des Triumphs der Gerechtigkeit. Wir – die Eigentümer dieser Gebiete – haben diese Ländereien nicht nur im Kampf zurückgewonnen und unter Einsatz von Märtyrern befreit, sondern sie auch wiederbelebt. Während der Besatzungszeit hatte der Staat Armenien im Rayon Dschäbrajil keinen Stein auf dem anderen gelassen. Zwar wollte er Straßen bauen, aber dazu kam es nicht. Dschäbrajil wurde vollständig dem Erdboden gleichgemacht, weder in der Stadt noch in den Dörfern blieb ein einziges intaktes Gebäude – wie in Aghdam. In Zangilan blieben nur vereinzelt Häuser erhalten, dort gab es auch illegale Besiedlungen. Füsuli, Aghdam und Dschäbrajil wurden jedoch vollständig zerstört. Häuser wurden abgetragen, Steine geplündert und auf Märkten verkauft. Wir hingegen bauen und schaffen.

Heute leben im Rayon Dschäbrajil mehrere tausend Menschen – zunächst in der Stadt Dschäbrajil, deren Zentrum nicht weit von hier liegt, dann in den Dörfern Horovlu und Jojug Marjanli/Dschodschug Märdschanli. Nach den Aprilkämpfen haben wir dieses Dorf wieder aufgebaut. Hier werden die meisten Menschen leben, derzeit in 635 Häusern. Nach mir vorliegenden Informationen ist die Zahl der Rückkehrwilligen jedoch höher und liegt bei über 900. Daher ist auch die zweite Bauphase des Dorfes vorgesehen.

Selbstverständlich werden parallel zur Lösung von Wohn- und Bildungsfragen auch Beschäftigungsfragen geregelt. Hier wurden alle entsprechenden Anweisungen erteilt, um die Beschäftigung der Bürger sicherzustellen – Arbeitsplätze im staatlichen Sektor werden bereitgestellt, zudem Möglichkeiten in der Landwirtschaft, insbesondere in der Viehzucht und im Pflanzenbau. Darüber hinaus gibt es im Rayon Dschäbrajil die Industriezone „Araz-Tal“, für die eine Fläche von 200 Hektar vorgesehen ist. Dort sind bereits 20 Unternehmen tätig und haben mit der Produktion begonnen. Die Zone wird weiter wachsen. In den befreiten Gebieten sind insgesamt nur zwei Industriezonen vorgesehen – eine in Aghdam und eine in Dschäbrajil.

Generell wird Dschäbrajil künftig sowohl aus landwirtschaftlicher als auch aus verkehrstechnischer Sicht einen großen Beitrag für unser Land leisten. Sie erinnern sich vielleicht noch an die alte Straße aus der Sowjetzeit – eine sehr schmale Straße entlang des Flusses Araz. Diese haben wir wiederhergestellt, aber zusätzlich gibt es nun eine neue, vierspurige Straße, die Teil des Sangesur-Korridors ist und bis zur Grenze zu Armenien führt.

Auch im Energiesektor werden in Dschäbrajil große Solar-Kraftwerke errichtet – drei Anlagen mit einer Gesamtleistung von 340 Megawatt. Mit dieser Kapazität könnte man heute bereits ganz Garabagh mit Strom versorgen. Unter Berücksichtigung der bereits in Zangilan, Latschin und Kelbadschar in Betrieb genommenen Wasserkraftwerke von über 300 Megawatt wird die kombinierte Solar- und Wasserkapazität dieser Region in ein bis zwei Jahren etwa 700 Megawatt erreichen.

Damit werden diese Gebiete vollständig mit dem restlichen Land durch Straßen, Flughäfen sowie Strom- und Wasserleitungen verbunden. Auch die Wasserressourcen der Stauseen „Khudafarin“ und „Giz Galasi“ werden genutzt. So zeigen wir erneut der ganzen Welt, dass wir ein aufbauendes Volk sind, zugleich aber auch ein kämpfendes Volk. Wir haben diese Gebiete unter Einsatz von Blut zurückgewonnen – Gott sei allen unseren Märtyrern gnädig – und einen großen Sieg errungen, der in der modernen Geschichte seinesgleichen sucht und wohl auch nicht haben wird.

Die junge Generation soll in diesem Geist in Familien und Schulen erzogen werden, damit wir als siegreiches Volk und siegreicher Staat künftig mit Stolz leben können.

Ich gratuliere Ihnen herzlich und wünsche Ihnen Gesundheit.

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Die Bewohner dankten Präsident Ilham Aliyev für die Aufmerksamkeit und die geschaffenen Bedingungen.

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Anschließend fand die Übergabezeremonie der Hausschlüssel statt.

Bei dem Treffen mit den Bewohnern sagte Präsident Ilham Aliyev:

„Vor einigen Tagen war ich auf einer Landwirtschaftsausstellung. Dort habe ich mich erkundigt, weil eine der wichtigsten Aufgaben nach der Befreiung der Gebiete von der Besatzung darin bestand, diese Flächen wieder in den landwirtschaftlichen Kreislauf einzubeziehen. Nach jeder Aussaat- und Erntesaison erhalte ich Informationen und überprüfe die Entwicklung der Getreideproduktion. Landesweit ist die Entwicklung gut – um die frühere Terminologie zu verwenden, liegt der Ertrag bei etwa 35 Zentnern pro Hektar, also praktisch bei 3,5 Tonnen. Ich interessierte mich dafür, wie die Zahlen in Garabagh aussehen. Sie sind sehr niedrig, und es stellt sich die Frage: warum? Zumal Sie sehr gut wissen, dass die Böden hier äußerst fruchtbar und ertragreich sind. Jetzt wird mir erklärt – auch von ausländischen Fachleuten –, dass die Armenier dieses Land derart unregelmäßig und übermäßig ausgebeutet und verwüstet haben, dass es fünf bis zehn Jahre dauern könnte, diese Böden wiederherzustellen. So wie sie alle unsere natürlichen Ressourcen geplündert und ausgebeutet haben, haben sie auch unser Land in einem weitgehend zerstörten Zustand hinterlassen. Deshalb müssen wir diese Gebiete auf Grundlage moderner agrartechnischer Maßnahmen, moderner Bewässerungssysteme und unserer allgemeinen Strategie zur Entwicklung der Landwirtschaft wiederbeleben. Wie Sie wissen, gibt es in vielen Regionen Aserbaidschans fruchtbare Böden, darunter auch in Garabagh und Ost-Sangesur.

Sie erinnern sich wahrscheinlich an den Weinbau hier zu Sowjetzeiten. Sie müssen ihn wieder auf dieses Niveau bringen – sowohl Sie als auch die junge Generation. Denn hier gab es sowohl Viehzucht als auch Weinbau. In dieser Region – in Zangilan und Gubadli – gab es auch Tabakanbau; ich weiß allerdings nicht genau, wie die Lage speziell hier war.

Wir müssen diese Traditionen wiederherstellen und noch weiterentwickeln. Heute ist die Technologie weit fortgeschritten. Es gibt moderne intensive Gartenbau-Technologien. Schauen Sie sich das Nachbardorf Aghali an. Dort wurde eine große Obstplantage angelegt. Mir wurde nun berichtet, dass die dort geernteten Früchte sogar ins Ausland verkauft werden. Deshalb müssen Gartenbau, Weinbau, Getreideanbau, Seidenraupenzucht und Viehzucht mit staatlicher Unterstützung entwickelt werden.

In naher Zukunft werden wir ein staatliches Programm zur Entwicklung der Landwirtschaft verabschieden, und dort werden auch diese Fragen einschließlich der staatlichen Finanzierung geregelt werden. Der wichtigste Punkt ist, dass die ehemaligen Binnenvertriebenen, die hierher zurückkehren, Tag und Nacht arbeiten sollen, um sowohl ihren eigenen Lebensunterhalt zu sichern als auch dem Staat Nutzen zu bringen.

Im Dorf Soltanli werden nun Umspannwerke und Agroparks eröffnet. Während des Krieges gehörten die Kämpfe um Soltanli zu den heftigsten. Die Armenier hatten dort starke Befestigungsanlagen errichtet. Bei den Kämpfen um Soltanlı gab es auch Gefallene auf unserer Seite. Nachdem wir dieses Dorf befreit hatten, rückten wir jedoch schneller vor. In dieser Region – entlang des Flusses Araz – war es vielleicht zunächst das Dorf Garakhanbeyli in Füsuli, dann Marjanli/Märdschanli, wo wir erstmals die Linie durchbrochen haben. Danach fanden die heftigsten Kämpfe in Soltanli statt. All diese Gebiete sind Symbole unseres Heldentums.

Es ist notwendig, diese Geschichte lebendig zu halten und sie den Kindern zu vermitteln. Wir müssen sie erziehen. Es gibt kein anderes Land, das einen vollständigen, absoluten Sieg wie den unseren errungen hat – zumindest nicht in den vergangenen 80 Jahren. Das ist eine Quelle des Stolzes.“

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