Präsident Ilham Aliyev nimmt an Veranstaltung im Rahmen des 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforums teil AKTUALISIERT VIDEO
Baku, 26. September, AZERTAC
Im Rahmen des 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforums, das unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, in Baku stattfindet, wurde eine Veranstaltung zum Thema „Vertrauen in einer fragmentierten Welt wiederherstellen: Der Südkaukasus als Säule globaler Vernetzung und Investitionsstabilität“ organisiert.
Präsident Ilham Aliyev nahm an der Veranstaltung teil.
Präsident Ilham Aliyev beantwortete Fragen des Moderators Adebayo Ogunlesi
Moderator: Guten Morgen allerseits. Ich bin Adebayo Ogunlesi, Vorsitzender und CEO von „Global Infrastructure Partners“. Es ist mir eine große Freude, dieses offene Gespräch mit Seiner Exzellenz, dem Präsidenten, zu führen. Lassen Sie mich meine Ausführungen damit beginnen, Ihnen über die Errungenschaften des Präsidenten während seiner mehr als 20-jährigen Amtszeit als Staatsoberhaupt Aserbaidschans zu berichten. Dies war tatsächlich eine tiefgreifende und beispiellose Transformation.
Natürlich habe ich, wie zu erwarten war, ChatGPT konsultiert. Da ich Mitglied des Verwaltungsrats von OpenAI bin, musste ich mich natürlich an ChatGPT und nicht an „Claude“ wenden. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus: Das BIP ist um das Zehnfache von 7 Milliarden auf 76 Milliarden Dollar gestiegen. Das Pro-Kopf-BIP hat sich mehr als verachtfacht und ist von 900 auf 7500 Dollar gestiegen. Bemerkenswert ist, dass die Armutsquote von 45 auf 5 Prozent gesunken ist. Die Aktiva des Staatlichen Ölfonds sind um das 90-Fache von 840 Millionen auf 75 Milliarden Dollar gestiegen. Bei dem Treffen gestern erteilte der Präsident unserem Freund Israfil die Aufgabe, die Aktiva des Staatlichen Ölfonds auf 100 Milliarden Dollar zu erhöhen. Ich bin sicher, dass alle hier Anwesenden – wo ist Israfil? – bereit sind, Ihnen dabei zu helfen, dieses Ziel zu erreichen.
Die Wirtschaft wurde durch eine viereinhalbfache Vergrößerung des Nichtöl- und Nichtgassektors ausgeweitet. Infolgedessen machte die Nichtöl- und Nichtgaswirtschaft im Jahr 2025 71 Prozent des BIP aus. Gleichzeitig stieg die Erdgasförderung trotz des Rückgangs der Ölförderung von 5 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2003 auf 50 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2025. Zweifellos ist Aserbaidschan inzwischen zu einem wichtigen Erdgaslieferanten für Europa und die Türkei geworden. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine von enormer Bedeutung.
Ich bin sicher, dass der Präsident Sie über die jüngsten Entwicklungen im Gassektor sowie über die Entwicklungen im Zusammenhang mit den Unternehmen „Exxon“, “TotalEnergies“, „bp“ und “ADNOC“ informieren wird, die die Erdgasförderung weiter steigern werden.
Die physische Infrastruktur Aserbaidschans wurde vollständig erneuert. Enorme Mittel wurden für Sozialprogramme, den Verteidigungsbereich, Straßen, die Strom- und Wasserversorgung, Eisenbahnen, Schulen und Krankenhäuser aufgewendet. All dies wurde umgesetzt, während das Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP von 22 auf 20 Prozent gesenkt wurde. Ich könnte viele Länder nennen, die sich ein Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP von 20 Prozent wünschen – die USA, Frankreich, Großbritannien, Japan und China.
An der politischen Front hat er die Kontrolle Aserbaidschans über seine international anerkannten Gebiete wiederhergestellt, was natürlich im August vergangenen Jahres im Weißen Haus unterzeichneten Friedensabkommen gipfelte. Aserbaidschan hat seine strategische Eigenständigkeit sowie seine engen Beziehungen zu den USA, Europa und der Türkei bewahrt und seine Beziehungen zu Russland und China fortgeführt. Zudem war Baku 2024 Gastgeber der COP29.
Es ist also kaum verwunderlich, dass das aserbaidschanische Volk dem Präsidenten sein Vertrauen geschenkt und ihn fünfmal gewählt hat, jedes Mal mit einem höheren Stimmenanteil. Wenn ich Aserbaidschaner wäre, würde ich für ihn stimmen. Lassen Sie uns den Präsidenten daher gemeinsam mit einem Applaus begrüßen.
Doch Herr Präsident, wie man sagt, gehört das nun der Vergangenheit an. Was mein Publikum hier gerne erfahren möchte, sind Ihre Pläne für die Zukunft. Wenden wir uns also der Zukunft zu. In diesem Saal sitzen Menschen, die Vermögenswerte im Wert von rund 30 Billionen US-Dollar verwalten. Ich denke, der Wunsch des Präsidenten ist, nur einen kleinen Teil dieser Mittel nach Aserbaidschan zu lenken, um weiteres Wachstum anzukurbeln. Ich habe mit meinem Freund George Walker gesprochen, der in der ersten Reihe sitzt und Vorstandsvorsitzender von „Neuberger Berman“ ist. Er sagte, dass er eine große Zahl der von SOCAR ausgegebenen 30-jährigen Anleihen gekauft habe. Ich glaube, George hat mich daher gebeten zu fragen, ob der Präsident weitere 30 Jahre im Amt bleiben könnte. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das realistisch ist.
Herr Präsident, wie sieht Ihre Vision für Aserbaidschan im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahrzehnt aus, und welche Faktoren werden dieses Wachstum vorantreiben?
Präsident Ilham Aliyev: Zunächst möchte ich Ihnen für diese Einführung herzlich danken. Ich denke, Sie haben alle Aspekte unserer wirtschaftlichen Entwicklung sowie die regionale Dimension umfassend dargestellt. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar.
Die bisher geleistete Arbeit war zweifellos die wichtigste Voraussetzung für die künftige Entwicklung. Denn ohne das, was bisher erreicht wurde, sowie ohne eine stabile Wirtschaft und ein unabhängiges Finanz- und Wirtschaftssystem wäre es heute schwierig, über die Zukunft zu sprechen.
Daher müssen wir auf dieser positiven Dynamik aufbauen. Wir müssen darauf aufbauen, dass viele führende internationale Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftssektoren Aserbaidschan als zuverlässigen Partner betrachten. Dank des bereits bestehenden günstigen Investitionsklimas haben wir in den vergangenen 20 Jahren mehr als 350 Milliarden US-Dollar an Investitionen angezogen. Die Hälfte davon entfällt auf ausländische Direktinvestitionen.
Auf dieser Grundlage müssen wir uns an den allgemeinen Trend der wirtschaftlichen Entwicklung anpassen und unser Potenzial in Bereichen außerhalb des Öl- und Gassektors nutzen, um langfristiges und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.
Als wichtigste Prioritäten würde ich mehrere Bereiche nennen. Einer davon sind erneuerbare Energien. Wir verfügen über enormes Potenzial. Allein im aserbaidschanischen Sektor des Kaspischen Meeres verfügen wir über ein Energiepotenzial von 157 Gigawatt. Hinzu kommen bereits in Betrieb befindliche Solar- und Windkraftanlagen an Land.
Unser Ziel ist es daher, den Erdgasverbrauch zur Stromerzeugung auf ein Minimum zu reduzieren und diese Ressource für den Export zu nutzen. In den kommenden fünf Jahren werden erneuerbare Energien in ganz Aserbaidschan entwickelt.
Der zweite wichtige Wachstumsmotor der Wirtschaft sind natürlich Logistik, Verkehr und Konnektivität. Wir arbeiten bereits seit geraumer Zeit daran, indem wir die physische Infrastruktur aufbauen, ein für Investoren verständlicheres Geschäftsumfeld schaffen und mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten, da wir ein Binnenland sind.
Ohne unsere Nachbarn können wir kein bedeutendes Transitland sein. Dies kann daher ein weiterer Wachstumsmotor sein, insbesondere angesichts der heutigen geopolitischen Lage, in der einige traditionelle Lieferketten gewissen Risiken ausgesetzt sind.
Dies ist eine hervorragende Möglichkeit für inländische und ausländische Investitionen. Angesichts unserer zusätzlichen Stromerzeugungskapazitäten konzentrieren wir uns eindeutig auf zwei Bereiche. Erstens geht es darum, diese Energie im Inland möglichst umfassend zu nutzen, insbesondere für Rechenzentren für künstliche Intelligenz, und sie zu exportieren.
Wir verfügen über Stromübertragungsleitungen, aber sie reichen nicht aus. Deshalb arbeiten wir derzeit an neuen Übertragungsleitungen, erweitern bestehende Leitungen und bauen neue. Auch dies könnte ein wichtiger Bestandteil der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung sein.
Ein weiterer Bereich mit großem Potenzial könnte der Bergbau sein. Erst vor wenigen Tagen wurde das Staatsprogramm im Bereich Bergbau verabschiedet. Es handelt sich um ein kurzfristiges Programm mit einer Laufzeit von vier Jahren, das zahlreiche Aktivitäten anstoßen wird.
Das sind die wichtigsten Richtungen unserer Entwicklung. Und natürlich dürfen wir den Elefanten im Raum – Öl und Gas – nicht vergessen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass in diesem Jahr zahlreiche Verträge unterzeichnet wurden und auch heute weitere unterzeichnet werden.
Öl und Gas werden daher weiterhin unsere Wirtschaft dominieren und Einnahmen generieren, die wieder in die Wirtschaft investiert werden.
Moderator: Das klingt nach einer umfassenden Vision und zahlreichen Investitionsmöglichkeiten in Aserbaidschan. Sie haben das derzeitige geopolitische Umfeld angesprochen. Aserbaidschan liegt bekanntlich an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, an einer zunehmend wichtigen Handelsroute. Sie selbst haben sich nachdrücklich für die Einheit und den gemeinsamen Wohlstand Zentralasiens eingesetzt. Wie sehen Sie die strategische Rolle Aserbaidschans angesichts der Neugestaltung des Welthandels und der globalen Lieferketten?
Präsident Ilham Aliyev: Zunächst mussten wir unsere Hausaufgaben machen. Das bedeutete, die physische Infrastruktur aufzubauen. Deshalb haben wir massiv in Eisenbahnen, Seehäfen, Luftfrachtverkehr und Autobahnen investiert. 60 Prozent unserer Eisenbahnstrecken sind elektrifiziert, und dieser Prozess geht weiter. Wir verfügen sowohl mit allen Nachbarländern als auch innerhalb des Landes über Eisenbahnverbindungen. Das war ein wichtiger Schritt.
Um zu einem Transitland zu werden, brauchten wir natürlich gute Beziehungen zu unseren Nachbarn und zu den Nachbarn unserer Nachbarn. Andernfalls kann man als Binnenland, ganz gleich, wie sehr man sich bemüht, keinen Erfolg haben. Auch das wurde erreicht. Heute sind die Beziehungen zu allen Nachbarn sehr klar und vor allem vorhersehbar.
Darüber hinaus mussten wir ein entsprechendes Umfeld und Anreizmechanismen schaffen, damit sich Lieferanten für Aserbaidschan entscheiden. Das haben wir bereits vor den geopolitischen Veränderungen getan. Denn vor fünf Jahren war es kaum vorstellbar, dass die traditionellen Lieferketten unterbrochen werden könnten.
Wir wollten daher ein solches physisches und administratives Umfeld schaffen, dass sich Lieferanten für multimodale Transporte durch Aserbaidschan entscheiden. Denn beim Transport durch Aserbaidschan müssen auch Fähren genutzt werden.
Heute beobachten wir eine steigende Nachfrage nach Transporten durch Aserbaidschan sowohl in Ost-West- als auch in Nord-Süd-Richtung. Wir befinden uns an diesen beiden wichtigen Knotenpunkten. Übrigens gehören wir zu den wenigen Ländern, die an beiden Verkehrskorridoren aktiv beteiligt sind.
Das Transitfrachtvolumen durch Aserbaidschan wächst schnell. In diesem Jahr wird es 16 Millionen Tonnen erreichen. Unser Ziel ist es jedoch, das Volumen bis 2030 auf beiden Routen – wie bereits erwähnt, in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung – auf 25 Millionen Tonnen oder möglicherweise sogar mehr zu steigern.
Zu diesem Zweck arbeiten wir aktiv mit unseren Nachbarn zusammen. Sie haben Zentralasien erwähnt. Aserbaidschan ist seit November vergangenen Jahres vollwertiges Mitglied des Konsultativrats der Staatschefs Zentralasiens. Das ist tatsächlich ein beispielloses Ereignis. Denn obwohl wir geografisch im Kaukasus liegen, sind wir aus politischer, wirtschaftlicher und verkehrstechnischer Sicht bereits Teil der größeren Region Zentralasien.
Darüber hinaus werden auch die Verwaltung, die Digitalisierung des Verkehrs, die Zollverwaltung sowie die für Investoren klaren und verständlichen Regeln und Vorschriften in Aserbaidschan unser Potenzial weiter stärken.
Selbst wenn sich die geopolitische Lage in unserer Region verändert und zu der Situation von vor fünf Jahren zurückkehrt, müssen wir für Lieferanten weiterhin attraktiv bleiben.
Moderator: Das ist sehr vielversprechend. Ich denke, eines der Ziele, die Sie sich gesetzt haben, besteht darin, Aserbaidschans Engagement auf den globalen Märkten zu vertiefen. Sie haben einige Wettbewerbsvorteile genannt: erneuerbare Energien, die geografische Lage und natürlich den Kohlenwasserstoffsektor. Könnten Sie etwas näher erläutern, worin Sie die Wettbewerbsvorteile sehen und warum all diese Damen und Herren große Teile dieser 30 Billionen US-Dollar nach Aserbaidschan bringen sollten?
Präsident Ilham Aliyev: Ich denke, einer der wichtigsten Faktoren, insbesondere in der heutigen Welt, ist die politische und wirtschaftliche Stabilität, die in Aserbaidschan seit mehr als 30 Jahren besteht.
Wir hatten seit Beginn unserer Unabhängigkeit in den 1990er-Jahren schwierige Zeiten: die Besetzung unserer Gebiete durch Armenien und die ethnische Säuberung gegen Aserbaidschaner. Anfang der 1990er-Jahre hatten wir eine Million Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Damals betrug die Bevölkerung acht Millionen. Es war also eine humanitäre Katastrophe. Wir hatten einen Bürgerkrieg, und die Wirtschaft befand sich im völligen Chaos.
All das gehört inzwischen der Vergangenheit an. Heute sind politische und wirtschaftliche Stabilität wichtige Faktoren. Ein weiterer Faktor ist unser sehr starkes Finanzsystem. Wie Sie erwähnt haben, haben wir eine sehr niedrige Staatsverschuldung von 20 Prozent. Darin ist auch die Inlandsverschuldung enthalten. Die Auslandsverschuldung beträgt 5,6 Prozent des BIP, und wir könnten sie tatsächlich an einem Tag auf null reduzieren, weil unsere Währungsreserven unsere Auslandsverschuldung fast um das 20-Fache übersteigen.
Unsere Währung ist seit April 2017 stabil. Der Wechselkurs gegenüber dem Dollar hat sich nicht verändert. Im April 2017 lag er bei 1 US-Dollar zu 1,7 Manat, und das ist auch heute so. Das wird auch so bleiben, weil wir eine positive Handelsbilanz haben.
Die Investitionsverträge, die zur Entwicklung des Öl- und Gassektors geführt haben und vor 30 Jahren unterzeichnet wurden, sind bis heute völlig unverändert geblieben. Kein einziges Wort wurde geändert. Das war einer der Faktoren, die Investoren angezogen haben. Wir haben daher bereits eine überzeugende Erfolgsbilanz als sehr verantwortungsvoller Partner.
Selbst wenn wir mit einigen Vertragsbedingungen nicht zu 100 Prozent zufrieden waren, sind wir der Auffassung, dass Verantwortung Vorrang haben sollte.
Ich denke, ein weiterer wichtiger Faktor, insbesondere in der heutigen Welt, ist die Sicherheit. Aserbaidschan ist einer der sichersten Orte der Welt. Die Kriminalität ist vollständig unter Kontrolle.
Wichtig ist auch das Klima: In einem relativ kleinen Land gibt es neun Klimazonen. Hinzu kommen die gute Küche, die gastfreundlichen Menschen sowie wichtige Veranstaltungen wie das heutige Formel-1-Rennen, traditionelle UFC-Kämpfe und viele andere.
Ich könnte noch viel über die Vorteile sprechen, möchte aber vermeiden, dass dies zu nationalistisch klingt. Ich denke, unser Publikum wird Gelegenheit haben, falls noch nicht geschehen, durch Aserbaidschan zu reisen und mehr über das Land zu erfahren. All diese und viele weitere Faktoren werden meines Erachtens zu weiteren Investitionen in Humankapital, Infrastruktur, künstliche Intelligenz und andere Wirtschaftsbereiche führen.
Die Bedeutung solcher Veranstaltungen besteht auch darin, ein Land vor Ort zu präsentieren. Wenn man außerhalb des Landes Veranstaltungen organisiert, ist das Publikum relativ begrenzt, und man kommt lediglich zusammen und spricht positiv über das eigene Land. Wenn eine solche Veranstaltung jedoch in Aserbaidschan stattfindet, kann sich jeder selbst ein Bild machen. Ich denke und hoffe, dass die meisten Einschätzungen positiv ausfallen werden.
Moderator: Das ist wirklich hervorragend. Geben Sie uns also einen Rat: Welche zwei oder drei Investitionsmöglichkeiten in Aserbaidschan halten Sie im kommenden Jahrzehnt für besonders attraktiv?
Präsident Ilham Aliyev: Zunächst geht es natürlich weiterhin um Öl und Gas. Auch wenn wir die Diversifizierung vorantreiben wollen und viel dafür tun, werden Öl und Gas weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Heute sollen zwei wichtige Verträge unterzeichnet werden. Einer davon ist ein Vertrag mit “Exxon“ über die Erschließung unkonventioneller Öl- und Gasfelder mit großem Potenzial. Sollte die Exploration erfolgreich sein, könnte dies zu einem weiteren Öl- und Gasboom in Aserbaidschan führen.
Glücklicherweise hat sich der wichtigste euro-atlantische Trend in Bezug auf fossile Brennstoffe inzwischen dank Präsident Trump verändert. Was Erdgas betrifft, werden wir heute erneut einen Vertrag mit „Total“ über die Erschließung der zweiten Phase des Abscheron-Feldes unterzeichnen. Dadurch wird die Erdgasförderung in Aserbaidschan in drei bis vier Jahren um weitere fünf Milliarden Kubikmeter steigen. Auch im Rahmen der diesjährigen „Baku-Energiewoche“ wurden Verträge unterzeichnet.
Öl und Gas werden daher weiterhin zu den attraktivsten Sektoren gehören und gemessen am Investitionsvolumen das größte Segment darstellen. Und das gilt langfristig.
Ein weiteres Potenzial liegt, wie ich bereits sagte, darin, dass nicht viele Länder in unserer Region – und ich meine damit die größere Region – über zusätzliche Energiekapazitäten verfügen. Die meisten stehen vor Energieengpässen. Die meisten beziehen Energieressourcen aus dem Ausland, auch aus Aserbaidschan.
Diesen Vorteil können wir natürlich für die digitale Entwicklung, Rechenzentren und die Entwicklung künstlicher Intelligenz nutzen. Wir befinden uns bereits in einer sehr aktiven Verhandlungsphase mit führenden Unternehmen der Welt. Das würde ich als Nummer zwei bezeichnen.
Ich habe bereits die erneuerbaren Energien erwähnt. Wenn ich von erneuerbaren Energien spreche, meine ich nicht nur die Erzeugung, sondern auch die Übertragung und Speicherung. Wir verfügen bereits über eine Speicherkapazität von 250 Megawatt, aber das ist erst der Anfang.
Wir wollen ein bedeutender Stromlieferant werden. Neben Öl, Erdgas, Ölprodukten, Petrochemikalien und Düngemitteln, die wir exportieren – wir gehören zu den wenigen Ländern in dieser Region, die all diese Produkte exportieren –, wird auch der Export von Strom, insbesondere auf den europäischen Premium-Energiemarkt, die Energiesicherheit, die Konnektivität und die gegenseitige Abhängigkeit stärken.
Was unseren Inlandsbedarf betrifft, haben all diese von mir genannten Bereiche auch eine umfassendere Wirkung. Eine unserer Prioritäten ist natürlich die Ernährungssicherheit, denn wir spüren die Folgen des Klimawandels noch nicht in vollem Umfang. Ich gehe jeden Winter Skifahren und sehe, dass die Schneehöhe in unseren Bergen gleich bleibt. Vielleicht schmilzt der Schnee irgendwo, aber nicht in Aserbaidschan.
Wir sind daher noch nicht unmittelbar von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Wasserknappheit und einige andere Faktoren machen jedoch eindeutig weitere Maßnahmen im Bereich der Ernährungssicherheit erforderlich. Im Mai dieses Jahres wurde ein Staatsprogramm verabschiedet, um die Abhängigkeit von Importen deutlich zu verringern. Ich weiß nicht, inwieweit die Landwirtschaft für die Teilnehmer dieses Forums von Interesse sein wird.
Moderator: Für viele Menschen ist sie das.
Präsident Ilham Aliyev: Ja. Ich denke jedoch, dass auch hier ein enormes Potenzial besteht, insbesondere angesichts der derzeitigen Einschränkungen aufgrund verschiedener Faktoren – Dürre, Dieselmangel und anderer Probleme im Zusammenhang mit den Lieferketten.
Wir schließen eine Situation nicht aus, in der einige Länder mit Problemen bei der Lebensmittelversorgung konfrontiert sein könnten. Wir wollen eine solche Situation vermeiden. Daher könnte auch dieser Bereich für inländische und ausländische Investoren attraktiv sein.
Moderator: Herr Präsident, als Infrastrukturinvestor – und hier im Saal sind einige der führenden Infrastrukturinvestoren vertreten, darunter Connor Teskey von “Brookfield“, der Staatsfonds ADIA und “Temasek“ – stellt sich die Frage: Wo sollten Infrastrukturinvestoren nach Möglichkeiten für öffentlich-private Partnerschaften suchen, um zur Entwicklung der Infrastruktur in Aserbaidschan beizutragen? Denken Sie dabei auch an das, was Sie im Bereich der erneuerbaren Energien mit “Masdar“ und “ACWA Power“ umgesetzt haben.
Präsident Ilham Aliyev: Was den Inlandsbedarf betrifft, denke ich, dass die meisten Dinge bereits umgesetzt wurden.
Moderator: Brauchen Sie uns?
Präsident Ilham Aliyev: Für den Inlandsbedarf vielleicht nicht. Denn wir haben einen der höchsten, vielleicht sogar den höchsten Gasversorgungsgrad im Land. 96 Prozent des Landes sind mit Gas versorgt. Wir haben eine hundertprozentige Versorgung des Landes mit Strom und Breitbandinternet. Auch der Ausbau des Eisenbahnnetzes ist nahezu abgeschlossen. Bei den Flughäfen verfügen wir über neun internationale Flughäfen. Der Seehafen wird erweitert.
Was die inländische Infrastruktur betrifft, sind wir also gut aufgestellt. Was meiner Meinung nach von Interesse sein könnte, ist die Infrastruktur, die multinationalen Interessen dient. Hier geht es zunächst um Verkehr, Logistik, physische Infrastruktur und digitale Infrastruktur.
Wir können zahlreiche Brücken, Anlegestellen und Schiffe bauen. Wenn wir jedoch die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung und der Zollverwaltung nicht angemessen berücksichtigen und die Abfertigung von Fracht nicht einfacher und schneller gestalten, werden wir im Wettbewerb verlieren. Ich denke, das ist ein wichtiger Bereich.
Ein weiterer Bereich sind Stromübertragungsleitungen. Hier besteht ein enormes Potenzial. Denn Aserbaidschan ist heute nicht nur selbst eine Energiequelle für Europa. Vor weniger als zwei Jahren haben wir mit Usbekistan und Kasachstan ein Abkommen über den Bau eines Unterseekabels unter dem Kaspischen Meer unterzeichnet. Dieses Kabel soll Zentralasien mit Aserbaidschan und anschließend mit Europa verbinden und Strom übertragen. Dafür werden erhebliche Finanzmittel benötigt.
Ein weiteres wichtiges Projekt, das sich bereits in der Phase nach der Erstellung der Machbarkeitsstudie befindet, ist das Schwarzmeerkabel. Es wird ebenfalls von Aserbaidschan nach Georgien und anschließend nach Rumänien führen. Es handelt sich um ein Stromkabel mit einer Kapazität von vier Gigawatt, das ebenfalls auf den Premium-Energiemarkt ausgerichtet ist.
Auch Energiespeicherung ist von großer Bedeutung. All dies ist nicht nur für uns notwendig, sondern auch für eine breitere internationale Präsenz. Ich denke, dass dies die wichtigsten Bereiche für Investitionen in die Infrastruktur sein könnten.
Moderator: Herr Präsident, Sie haben das Interesse an digitaler Infrastruktur und Rechenzentren sowie die Nutzung des zusätzlichen Angebots an kostengünstiger Energie in Aserbaidschan angesprochen, von der ein Teil aus erneuerbaren Quellen stammt. Ich weiß, dass Sie bei Ihrem Besuch der G20 im Dezember planen, mit den Führungsspitzen einiger führender Cloud-Anbieter zusammenzutreffen. Könnten Sie uns etwas über Ihre Vision für Aserbaidschan als Zentrum der digitalen Transformation und entsprechender Aktivitäten in der Region sagen?
Präsident Ilham Aliyev: Wir arbeiten in mehreren Bereichen. Einer davon ist natürlich der Ausbau von Kapazitäten, und derzeit wird im Bildungsbereich viel getan. Das Zentrum für Cybersicherheit, das bereits seit einiger Zeit tätig ist, war lediglich der erste wichtige Schritt.
Bildung steht an erster Stelle, denn ohne qualifizierte Fachkräfte könnten wir unsere Ziele niemals erreichen. Natürlich verfügen wir auch über praktische Vorteile, etwa zusätzliche Kapazitäten bei kostengünstiger Energie und unsere geografische Lage – wir liegen zwischen Europa und Asien.
Wir verfügen über ein Glasfaserkabel, das nach Westen führt. Bis Ende dieses Jahres werden wir ein weiteres Kabel in Betrieb nehmen, das Aserbaidschan durch den Kaspischen Meeresboden mit Kasachstan verbindet. Auch das ist ein Vorteil.
Wir wollen uns selbstverständlich an den allgemeinen Trends der Entwicklung der Weltwirtschaft orientieren. Dafür müssen wir aktiv mit Hyperscalern, mit Institutionen wie den Ihren und mit den Unternehmen zusammenarbeiten, deren Führungskräfte ich gestern getroffen habe, damit Aserbaidschan aus Sicht der Investitionsmöglichkeiten entsprechend berücksichtigt wird.
Die bereits genannten Faktoren – Sicherheit, ein günstiges Investitionsklima, vorhersehbare Steuerregelungen sowie ein investitionsfreundliches wirtschaftliches Umfeld – können dafür die notwendigen Voraussetzungen schaffen.
Wenn dies attraktiv genug ist, werden wir Erfolg haben. Andernfalls werden wir unsere Partner bitten, uns mitzuteilen, was noch getan werden muss, damit sie als langfristige Investoren nach Aserbaidschan kommen.
Moderator: Neben Kapital können Ihre globalen Partner natürlich auch Technologie, Fachwissen und Kompetenzen einbringen. Sie haben ein sehr interessiertes Publikum vor sich. Sagen Sie ihnen, was sie tun sollten, um Technologie und Kompetenzen nach Aserbaidschan und insbesondere nach Baku zu bringen.
Präsident Ilham Aliyev: Eröffnen Sie zunächst Büros in Baku.
Moderator: Das haben wir gestern tatsächlich besprochen.
Präsident Ilham Aliyev: Wir haben das gestern mit unserem Freund von „Brookfield“ besprochen. Ich denke, was Technologien betrifft, können wir diese kaufen, und das tun wir auch. Angesichts unserer heute beträchtlichen finanziellen Ressourcen können wir praktisch jede Technologie erwerben. Natürlich nur, sofern es sich nicht um klassifizierte Technologien handelt.
Fachwissen ist ebenfalls sehr wichtig. Auch dafür haben wir ein gutes Beispiel aus unserer Erfahrung im Öl- und Gassektor. Als 1994 das erste Production-Sharing-Abkommen (Produktionsbeteiligungsabkommen) unterzeichnet wurde, waren mehr als 90 Prozent der Beschäftigten in den westlichen Energieunternehmen ausländische Fachkräfte. Heute liegt der Anteil der ausländischen Fachkräfte vermutlich bei etwa fünf Prozent.
Das war ein enormer Beitrag zur Entwicklung des Landes und zum Ausbau seiner Kapazitäten. Heute arbeiten viele aserbaidschanische Staatsbürger weltweit in verschiedenen Unternehmen. Wir freuen uns darüber und sind auch stolz darauf, dass unsere Vertreter wichtige Positionen innehaben.
Daher denke ich, dass Ausbildung und der Ausbau von Kapazitäten von großer Bedeutung sein werden, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Alphabetisierungsrate in Aserbaidschan bei nahezu 100 Prozent liegt und im Bildungsbereich sehr viel getan wurde.
Unmittelbar nachdem ich 2003 erstmals zum Präsidenten gewählt worden war, verabschiedeten wir ein Bildungsprogramm, um unsere jungen Menschen im Ausland auszubilden. Seitdem haben Tausende, vielleicht sogar Zehntausende von ihnen im Ausland studiert, und die überwiegende Mehrheit ist zurückgekehrt.
Das ist ein Potenzial, das wir nicht kaufen können.
Was das Fachwissen betrifft, so werden natürlich die besten Praktiken und Erfahrungen führender Unternehmen für uns von großer Bedeutung sein. Sie werden uns dabei helfen, den richtigen Weg einzuschlagen und in den von uns genannten Bereichen ein Umfeld zu schaffen, wie wir es im Öl- und Gassektor aufbauen konnten.
Dadurch wird unsere Wirtschaft weiter diversifiziert. Betrachtet man heute das BIP, entfallen bereits mehr als 70 Prozent auf den Nichtölsektor. Betrachtet man jedoch unsere Exporte, so entfallen noch immer mehr als 90 Prozent auf Öl und Gas.
Wir müssen diese Kennzahl verbessern und hoffen, dass wir dies mit Hilfe unserer Gäste, die sich für eine Zusammenarbeit mit uns entscheiden, erreichen werden.
Moderator: Herr Präsident, welche Botschaft sollten die hier versammelten Billionen US-Dollar über Aserbaidschan und seine Zukunft mitnehmen? Was ich gehört habe, ist, dass Aserbaidschan offen für Geschäfte ist und ein attraktiver Investitionsstandort ist. Worüber sollten sie noch nachdenken?
Präsident Ilham Aliyev: Ich denke, sie sollten den Medien, die Fake News verbreiten, keinen Glauben schenken. Einer der Vorteile einer solchen Veranstaltung besteht meines Erachtens darin, dass die Teilnehmer alles mit eigenen Augen sehen können. Sie können hören, was die Menschen sagen.
Nicht nur Vertreter der Geschäftswelt, sondern jeder kann sich in diesen Tagen darüber informieren, was die Menschen über das Land und seine Entwicklung denken. Bewegt es sich in die richtige Richtung oder nicht? Jeder kann sich selbst ein Bild machen und seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen.
Ganz gleich, wie sehr wir unser Land loben und wie viele positive Dinge wir sagen – jedes Gastgeberland spricht natürlich positiv über sein eigenes Land. Es wäre schwierig, ein Investitionsforum zu finden, bei dem der Präsident kommt und sagt: „Das ist schlecht und jenes ist schlecht.“ Solche Dinge besprechen wir untereinander.
Dennoch denke ich, dass der beste Eindruck derjenige ist, den man selbst gewinnt und selbst spürt. Unsere Aufgabe besteht lediglich darin, ein entsprechendes Umfeld zu schaffen. Wir müssen lediglich den entsprechenden Raum dafür schaffen.
Wenn jedoch ein objektiver Beobachter, unabhängig von seinem Hintergrund und Tätigkeitsbereich – und dabei geht es nicht nur um die Geschäftswelt –, betrachtet, welchen Weg Aserbaidschan seit 1991, seit seinem Austritt aus der Sowjetunion, zurückgelegt hat, als es praktisch keine Marktwirtschaft und keine Freiheiten gab und sogar die Öl- und Gasindustrie völlig zerstört war, kann sich heute jeder selbst ein Urteil bilden. Ja, dieses Land ist kein gescheiterter Staat. Dieses Land und seine Menschen stehen fest zu ihrer Staatlichkeit.
Sie wissen, Aserbaidschan war der erste Ort der Welt, an dem Erdöl gefördert wurde – damals war es noch kein Staat im modernen Sinne. Wir haben ein Denkmal für den ersten Ölbohrturm. Es befindet sich nicht weit von hier. Das war 1846, noch vor Pennsylvania.
Wenn Aserbaidschan damals unabhängig gewesen wäre, können Sie sich vorstellen, wie es heute aussehen würde? Wenn wir unsere Unabhängigkeit 1920 hätten bewahren können? Denn 1918 wurde hier die erste demokratische Republik in der muslimischen Welt gegründet, die jedoch nur zwei Jahre bestand.
Danach wurde uns unsere Unabhängigkeit genommen, und wir wurden erneut Teil eines großen Imperiums. Wenn wir damals unabhängig geblieben wären und Eigentümer unserer eigenen Ressourcen hätten sein können – können Sie sich vorstellen, wie wir heute dastehen würden?
All das wurde uns genommen. Während des Zweiten Weltkriegs lieferte Aserbaidschan mehr als 80 Prozent des Treibstoffs für die sowjetische Armee. Ohne diese Lieferungen wäre der Ausgang des Zweiten Weltkriegs völlig anders gewesen.
Warum wollte die nationalsozialistische Armee über die Kaukasusberge vordringen? Warum? Nur um zu trainieren? Nein. Sie kamen nach Baku, um das Baku-Öl in ihre Gewalt zu bringen. Wäre ihnen das gelungen, wäre die sowjetische Armee vollständig von der Treibstoffversorgung abgeschnitten gewesen, und der Krieg wäre mit sehr schwerwiegenden Folgen zu Ende gegangen.
All das wurde uns genommen. Und was hatten wir, als wir 1991 unsere Unabhängigkeit wiedererlangten? Eine heruntergewirtschaftete Ölindustrie, eine Erdgasförderung von nahezu null. Wir kauften Gas aus dem Ausland, es herrschte Energieknappheit, es gab einen Bürgerkrieg sowie die Aggression Armeniens und die Besetzung unserer Gebiete, die 30 Jahre andauerte, bis wir unsere Gebiete mit militärischer Gewalt befreiten.
All das brachte Aserbaidschan an den Rand des Zusammenbruchs. Als wir 1991 unsere Unabhängigkeit wiedererlangten, standen wir kurz vor dem völligen Ruin. Doch wir konnten uns wieder aufrichten, und heute stehen wir fest auf eigenen Füßen.
Ich denke, allein die Geschichte unseres Landes, zumindest seine Geschichte im 20. Jahrhundert, reicht aus, um zu verstehen, dass die Menschen dieses Landes dazu fähig sind. Sie können unabhängig und in Würde leben. Sie können Kriege gewinnen und dies innerhalb kurzer Zeit. Sie können ihre territoriale Integrität wiederherstellen.
Wahrscheinlich ist dies der einzige Fall dieser Art in der Geschichte dieses Jahrhunderts und vielleicht auch eines großen Teils des 20. Jahrhunderts. Die Menschen stehen entschlossen zu ihren nationalen Interessen. Sie sind offen gegenüber der Welt.
Viele ausländische Fachkräfte leben und arbeiten in Aserbaidschan. Ich denke, dass man dies nicht verstehen kann, wenn man darüber lediglich in einem Buch oder Artikel liest. Man kann es nur spüren, wenn man ins Land kommt und einige Zeit hier verbringt.
Deshalb wünsche ich mir, dass unsere Gäste einige Zeit in Baku bleiben und vielleicht wiederkommen. Natürlich würden wir uns wünschen, dass sie zurückkehren, mit uns zusammenarbeiten, uns auf unserem neuen Entwicklungsweg begleiten und Teil dieses neuen Weges werden.
Moderator: Herr Präsident, es war mir eine große Freude, Zeit mit Ihnen zu verbringen. Das ist eine außergewöhnliche Geschichte. Ich denke, der historische Kontext, in den Sie diese Geschichte gestellt haben, macht die erzielten Leistungen noch bedeutender.
Wir erleben derzeit eine Zeit der Investitionsgipfel. In der vergangenen Woche war es Toronto. Ich denke, im kommenden Monat wird es Deutschland sein. Ich glaube, Sie haben damit für jedes andere Land, das einen Investitionsgipfel veranstaltet, einen hohen Maßstab gesetzt.
Ich gratuliere Ihnen, und wir freuen uns darauf, in Aserbaidschan zu investieren.
Vielen Dank, Herr Präsident.