Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

7. Weltforum für Interkulturellen Dialog in Baku eröffnet
Präsident Ilham Aliyev nimmt an Eröffnungszeremonie teil AKTUALISIERT VIDEO

7. Weltforum für Interkulturellen Dialog in Baku eröffnet Präsident Ilham Aliyev nimmt an Eröffnungszeremonie teil AKTUALISIERT VIDEO

Baku, 27. Oktober, AZERTAC

In Baku fand die Eröffnungszeremonie des 7. Weltforums für interkulturellen Dialog statt. Das diesjährige Forum steht unter dem Motto „Dialog für eine gemeinsame Zukunft“.

Der Präsident der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Zunächst ließ man sich gemeinsam fotografieren.

Präsident Ilham Aliyev hielt eine Rede bei der Veranstaltung.

Rede des Präsidenten Ilham Aliyev

-Guten Morgen, meine Damen und Herren,

ich begrüße alle Teilnehmer des 7. Forums. Ein besonderer Gruß gilt allen unseren Gästen. Herzlich willkommen in Aserbaidschan!

Wir haben mehr als 2.000 registrierte Teilnehmer und über 500 Gäste aus mehr als 100 Ländern. Diese Zahlen zeigen, dass sich das Weltforum für ınterkulturellen Dialog in den vergangenen 15 Jahren zu einer der wirksamsten und umfassendsten Plattformen für die Förderung interkultureller Beziehungen und die Erörterung damit verbundener Fragen entwickelt hat. Denn traditionell befassen wir uns auf unseren Foren mit dringenden Fragen der globalen Agenda.

Ich erinnere mich sehr gut an das erste Forum, das 2011 auf unsere Initiative hin veranstaltet wurde. Wir sind unseren Partnern, die diese Initiative unterstützt und uns über all die Jahre begleitet haben, sehr dankbar. Unser besonderer Dank gilt dabei der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen. Seit damals hat sich vieles verändert.

Natürlich sprechen wir bei jedem Forum, das alle zwei Jahre stattfindet, über Fragen, die uns alle beschäftigen. Dabei stehen Fragen der interkulturellen und interreligiösen Beziehungen ganz oben auf unserer Agenda. Aserbaidschan war historisch schon immer ein Land, in dem verschiedene Kulturen aufeinandertreffen.

Wir liegen zwischen Europa und Asien. Über Jahrhunderte hinweg war Aserbaidschan eine kulturelle Brücke zwischen Asien und Europa. Multikulturalismus sowie religiöse und ethnische Toleranz sind Werte, die unser Volk seit Jahrhunderten pflegt und die wir hochschätzen. Einer der wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche und stabile Entwicklung Aserbaidschans ist der gesellschaftliche Zusammenhalt. Alle ethnischen Gruppen und Religionsgemeinschaften genießen gemäß unserer Verfassung nicht nur gleiche Rechte, sondern leben auch wie eine Familie zusammen. Wir erleben ein hohes Maß an Solidarität, gegenseitigem Respekt und Verständnis. Uns alle verbinden gemeinsame nationale Ideen. Eine davon ist das Aserbaidschanertum, das alle Völker Aserbaidschans vereint. Dieser Zusammenhalt hat sich in den schwierigsten Zeiten unserer Unabhängigkeit gezeigt. Während der militärischen Aggression und Besetzung durch Armenien sowie im Zweiten Garabagh-Krieg kämpften Vertreter aller ethnischen und religiösen Gruppen Seite an Seite wie eine „Eiserne Faust“, das Symbol unseres Sieges, um unsere Identität zu bewahren, die Gerechtigkeit zu verteidigen und unsere territoriale Integrität wiederherzustellen.

Diese eindrucksvolle Demonstration der Einheit zeigt einmal mehr, wie unsere Gesellschaft aufgestellt ist. Ich wiederhole: Ohne gegenseitigen Respekt zwischen allen Völkern, die in Aserbaidschan leben, und ohne tatsächlich offene Plattform der gesellschaftlichen Teilhabe hätten wir niemals erfolgreich sein können. Wir sind sehr stolz darauf, diese Werte über Jahrhunderte hinweg bewahrt zu haben.

Aserbaidschan war über Jahrhunderte hinweg seiner eigenen Staatlichkeit beraubt, obwohl wir auf eine lange Tradition der Staatlichkeit zurückblicken können. In den vergangenen zwei Jahrhunderten waren wir jedoch nicht unabhängig. Ungeachtet der jeweiligen politischen Systeme ist es uns gelungen, unsere Werte, unsere Sprache, unsere Traditionen und unsere Lebensweise zu bewahren. Sie alle wissen, dass wir unter unterschiedlichen Systemen gelebt haben.

Keines dieser Systeme konnte jedoch unsere nationalen Gefühle und unseren Willen brechen. Als Aserbaidschan seine Unabhängigkeit wiedererlangte, wurden wir deshalb zu Herren unseres eigenen Schicksals. Übrigens haben wir in diesem Monat den 35. Jahrestag der Wiedererlangung unserer Unabhängigkeit begangen. Die Ergebnisse, die unsere Gäste heute in Baku und anderen Teilen Aserbaidschans mit eigenen Augen sehen können, sind größtenteils in den Jahren unserer Unabhängigkeit erzielt worden.

Wir haben begonnen, unser Schicksal selbst zu bestimmen, und anschließend der ganzen Welt gezeigt, wozu wir fähig sind. Ein weiterer wichtiger Erfolg besteht darin, dass wir während unserer Unabhängigkeit nicht nur unsere Traditionen und unsere Lebensweise bewahrt, sondern sie auch gestärkt haben. Heute demonstriert die aserbaidschanische Gesellschaft in allen Fragen ihre Einheit.

Wie ich bereits mehrfach betont habe, gibt es in Aserbaidschan keine nennenswerten internen Risiken. Alle potenziellen Risiken kommen von außerhalb unserer Grenzen. Ideologische Risiken sind ebenso gefährlich wie physische Bedrohungen. Deshalb müssen wir stets wachsam sein und uns mit aller Entschlossenheit für den Schutz unserer Identität, unserer Staatlichkeit, unserer Unabhängigkeit und unserer Lebensweise einsetzen. In den 35 Jahren unserer Unabhängigkeit hat unser Land unterschiedliche Phasen durchlebt. Dennoch waren wir stets davon überzeugt, unsere Ziele erreichen zu können.

Während des größten Teils dieser Jahre bestand unser Hauptziel darin, unsere territoriale Integrität wiederherzustellen und die von Armenien besetzten Gebiete Aserbaidschans zu befreien. Wie viele von Ihnen wissen, blieben die über viele Jahre geführten Verhandlungen ergebnislos. Tatsächlich war der Verhandlungsprozess so angelegt, dass der Konflikt nicht gelöst, sondern vielmehr eingefroren werden sollte. Offenbar hatten sich die maßgeblichen Kräfte auf diesen Ansatz verständigt. Sie hatten jedoch die Haltung des aserbaidschanischen Volkes und die Pläne der aserbaidschanischen Regierung falsch eingeschätzt.

Wir waren nicht dazu bestimmt, für immer als ein Land mit besetzten Gebieten und als ein Volk zu leben, dessen elementarste Menschenrechte ständig verletzt wurden. Wir nahmen mit voller Aufrichtigkeit und großer Hoffnung an den Verhandlungen teil. Als wir jedoch erkannten, dass dieser Prozess keinerlei Ergebnisse brachte, lösten wir das Problem auf Grundlage unserer legitimen Rechte, die in der Charta der Vereinten Nationen, insbesondere in Artikel 51, verankert sind. Dazu gehört auch das Recht auf Selbstverteidigung.

Wir haben uns verteidigt. Wir haben den Feind besiegt. Wir haben unsere Gebiete befreit, die 30 Jahre lang unter armenischer Besatzung gestanden hatten. Wir haben die Gerechtigkeit wiederhergestellt. Wir haben unsere Würde und das Völkerrecht wieder zur Geltung gebracht. Die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 1993, die den sofortigen, vollständigen und bedingungslosen Abzug der armenischen Truppen aus unseren Gebieten forderten, aber 30 Jahre lang auf dem Papier geblieben waren, haben wir aus eigener Kraft umgesetzt.

Der Zweite Garabagh-Krieg im Jahr 2020 und die im Jahr 2023 durchgeführte Anti-Terror-Operation setzten der Besatzung ein Ende. Wir haben unsere territoriale Integrität und unsere Souveränität im Einklang mit den Normen des Völkerrechts vollständig wiederhergestellt.

Anschließend haben wir Armenien Frieden angeboten. Auch das ist beispiellos. Wenn wir die Geschichte der Kriege betrachten, werden wir wohl kaum ein Beispiel dafür finden, dass Länder weniger als zwei Jahre nach einer blutigen Auseinandersetzung Frieden schließen.

Auch den Entwurf des Friedensabkommens, der im vergangenen Sommer paraphiert wurde, haben wir ausgearbeitet. Wir waren es, die die Initiative für ein Friedensabkommen mit Armenien ergriffen haben. Denn wir wollten keinen endlosen Krieg und hatten nicht die Absicht, Rache zu üben. Allerdings bin ich der Ansicht, dass auch Emotionen berücksichtigt werden müssen. Ich sage immer, dass wir unsere Rache auf dem Schlachtfeld genommen haben und nicht weitergehen sollten. Andernfalls würde daraus ein endloser Krieg werden.

Wenn wir heute sehen, dass praktisch jedes Jahr neue Kriege ausbrechen, wird uns bewusst, wie schwierig es ist, einen Krieg zu beenden. Einen Krieg zu beginnen ist sehr einfach, ihn zu beenden hingegen äußerst schwierig. Auch ein Sieg ist schwer zu erringen. Deshalb halte ich die Erfahrungen Aserbaidschans für besonders wichtig: Wir haben einen gerechten Krieg gewonnen, die unterlegene Seite hat kapituliert, und anschließend haben wir nicht weitergemacht, sondern rechtzeitig innegehalten und Frieden angeboten.

Ich bin der Ansicht, dass die Parteien, die derzeit Krieg führen und vermutlich nicht wissen, wie sie ihn beenden sollen, aus diesen Erfahrungen lernen sollten. Unsere Erfahrungen werden sehr wertvoll sein, um festzustellen, welche der von uns geschaffenen Präzedenzfälle zur Lösung bestimmter Konflikte herangezogen werden können.

Ja, es stimmt, jeder Konflikt ist anders. Doch allen liegen dieselben Faktoren zugrunde: Ambitionen, Aggression und das Gefühl der Überlegenheit. Hinzu kommt die Überzeugung, für die Taten, die man den angegriffenen Menschen antut, nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Leider kann ein solcher Zustand manchmal unbegrenzt andauern. In unserem Fall dauerte er 30 Jahre. Doch wir haben ihm ein Ende gesetzt. Wie bereits erwähnt, haben wir dabei in jeder Hinsicht im Einklang mit dem Völkerrecht gehandelt.

Ein weiterer Aspekt, der berücksichtigt werden muss, ist der Mechanismus zur Umsetzung der Beschlüsse internationaler Organisationen. Derzeit sprechen viele über Reformen der Vereinten Nationen. Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, bin jedoch der Ansicht, dass die Schaffung eines Mechanismus zur Umsetzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates eine der wichtigsten Fragen ist. Wie ich bereits erwähnt habe, waren wir 30 Jahre lang mit dieser Situation konfrontiert. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete vier Resolutionen, in denen die Befreiung der aserbaidschanischen Gebiete gefordert wurde. Sie wurden nicht umgesetzt. Es gab keinen Mechanismus, der ihre Umsetzung gewährleistet hätte. Gegen Armenien wurden keinerlei Sanktionen verhängt.

Wenn wir uns heute umsehen, sehen wir überall Sanktionen. Blickt man von Aserbaidschan aus nach Norden und Süden, stellt man fest, dass Hunderte von Sanktionen verhängt wurden. Gegen Armenien wurden jedoch keine Sanktionen verhängt. Das ist eine Frage der doppelten Standards. Es handelt sich um nichts anderes als doppelte Standards. Wir haben uns in der Politik stets gegen doppelte Standards gewehrt und werden dies auch weiterhin tun. Dies ist eine wichtige Richtung unserer Außenpolitik. Denn wir haben unter doppelten Standards gelitten und sind nach wie vor mit ihren Auswirkungen konfrontiert. Natürlich mag der Begriff „leiden“ im Zusammenhang mit unserer heutigen Lage etwas zu hart klingen. Tatsächlich leiden wir nicht mehr, denn wir haben unser Ziel erreicht und leben frei auf unserem eigenen Land. Dennoch muss die Praxis doppelter Standards in der internationalen Politik vollständig beseitigt werden. Unsere Gesellschaft lehnt doppelte Standards entschieden ab.

Das zeigt sich nicht nur beispielsweise im Umgang mit verschiedenen Kriegen und Konflikten. Wie ich bereits erwähnt habe, besetzte Armenien rund 20 Prozent unseres international anerkannten Staatsgebiets und betrieb eine Politik der ethnischen Säuberung. Infolgedessen wurden eine Million Aserbaidschaner aus ihrer historischen Heimat vertrieben. Unsere religiösen und historischen Denkmäler wurden zerstört, darunter 65 Moscheen in Garabagh. Dennoch wurden gegen Armenien weder Sanktionen verhängt noch wurde das Land zur Rechenschaft gezogen. Genau das sind doppelte Standards.

Doch doppelte Standards beschränken sich nicht darauf. Sie zeigen sich auch darin, dass jemand anderen vorschreiben will, wie sie zu leben haben. Bevor man dies tut, sollte man in den Spiegel schauen und sich fragen: Habe ich überhaupt das moralische Recht, anderen Ratschläge zu erteilen und einem unabhängigen Land vorzuschreiben, wie es leben soll, was es tun und was es unterlassen soll?

Wir tun das niemals. Wir konzentrieren uns auf unsere eigenen inneren Angelegenheiten. Was in anderen Ländern geschieht, ist Sache der jeweiligen Völker. Das ist nicht unsere Angelegenheit. Wir erwarten, dass man uns gegenüber ebenso verfährt, und wir setzen dies auch durch.

Jedes Zeichen der Respektlosigkeit, jede Äußerung eines unbegründeten Überlegenheitsgefühls sowie jede unbegründete Vorstellung, jemand könne uns etwas diktieren, wurde von uns mit Widerstand und einer sehr entschlossenen Haltung beantwortet. Das wird auch künftig so bleiben. Ich bin der Ansicht, dass die Zahl der Konflikte und Probleme abnehmen und die Zusammenarbeit zunehmen würde, wenn sich die internationale Gemeinschaft auf diese grundlegenden Regeln des internationalen Verhaltens verständigen könnte.

Zumindest verfolgen wir diesen Ansatz. Darüber hinaus möchte ich Ihnen ein umfassenderes Bild vermitteln und betonen, dass sämtliche Errungenschaften Aserbaidschans in den vergangenen 35 Jahren der eigenen Arbeit des aserbaidschanischen Volkes zu verdanken sind. Wir haben keinerlei internationale Hilfe erhalten. Wir haben den Weg von Zerstörung, Besatzung und weitverbreiteter Armut hin zu Fortschritt, Entwicklung und Erfolg zurückgelegt.

Wenn Sie heute die Außenpolitik Aserbaidschans, seine Wirtschaftskennzahlen und seine Rolle auf den globalen Energie- und Verkehrsmärkten betrachten, werden Sie feststellen, dass die Bedeutung unseres Landes äußerst schnell wächst. In vielen Fällen wird Aserbaidschan als ein Stabilitätsanker in einer instabilen Region angesehen. Gleichzeitig hat uns unsere unabhängige Politik großen Respekt eingebracht. Ich möchte Ihnen dazu nur einige Fakten nennen.

Unsere internationalen Kontakte zeigen, dass es uns tatsächlich gelungen ist, uns als zuverlässiges und angesehenes Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu etablieren. Wir unterhalten bereits strategische Partnerschaften mit zwei Supermächten. Im Jahr 2025 unterzeichneten Aserbaidschan und China eine Erklärung über eine umfassende strategische Partnerschaft. Die Erklärung mit China wurde im April unterzeichnet, während im August 2025 mit den Vereinigten Staaten von Amerika eine Strategische Charta unterzeichnet wurde. Somit verfügt Aserbaidschan über Formate strategischer Partnerschaft mit zwei Supermächten. Mit zehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben wir Erklärungen oder Abkommen über strategische Partnerschaften geschlossen.

Im kommenden Jahr werden wir Gastgeber des Gipfeltreffens der Organisation für Islamische Zusammenarbeit sein und den Vorsitz in dieser bedeutenden internationalen Organisation übernehmen, die nahezu 60 Länder vereint. Wir betrachten dies als Zeichen der Anerkennung und des Respekts gegenüber unserer Politik, unserer Religion, unseren Traditionen und unseren Werten.

Im Jahr 2028 werden wir Gastgeber des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft sein. Dieses Format besteht seit vier Jahren; die Gipfeltreffen finden erst seit 2022 statt. Das Gipfeltreffen im Jahr 2028 wird somit in Baku abgehalten. Der Europäischen Politischen Gemeinschaft gehören mehr als 50 Länder an. Damit werden zwei bedeutende globale Veranstaltungen in einer Stadt, in einem Land, stattfinden. Auch dies bringt den Respekt zum Ausdruck, der uns entgegengebracht wird, und unterstreicht erneut, dass eine wesentliche Grundlage dafür das Thema ist, mit dem wir uns in diesen Tagen befassen: der interkulturelle Dialog.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt in Aserbaidschan sowie die staatliche Politik zur Förderung des Multikulturalismus und zum Bau von Brücken statt Mauern haben tatsächlich zu diesen bedeutenden Ereignissen geführt.

In diesem Monat waren wir Gastgeber des Gipfeltreffens der Konferenz über Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien (CICA). Diese Organisation vereint nahezu 30 Länder. Unser Vorsitz in der CICA wurde einstimmig um weitere zwei Jahre verlängert.

Im vergangenen Jahr wurde Aserbaidschan als Vollmitglied zum Konsultativtreffen der Staatschefs Zentralasiens eingeladen. Dieses Format vereint die zentralasiatischen Länder. Geografisch liegt Aserbaidschan nicht in Zentralasien, sondern im Kaukasus. Doch als Zeichen der Anerkennung unserer Rolle in verschiedenen Bereichen und des Respekts, der uns entgegengebracht wird, wurden wir zu diesem Format eingeladen.

All diese Fakten zeigen, welche Rolle Aserbaidschan heute spielt und über welches internationale Potenzial unser Land verfügt.

Natürlich bin ich der Ansicht, dass unsere Erfahrungen bei der Beendigung von Kriegen sorgfältig geprüft werden sollten. Berücksichtigt man darüber hinaus unsere Wirtschaftsleistung, unsere sehr niedrige Auslandsverschuldung von etwas mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts – sie gehört vermutlich zu den niedrigsten weltweit –, unsere Rolle als zuverlässiger Energielieferant auf den internationalen Märkten sowie unseren Beitrag zur Vernetzung, insbesondere im Verkehrsbereich, der inzwischen zu den wichtigsten Themen der internationalen Agenda zählt, ergibt sich ein umfassendes Bild. Wenn Sie sich die Landkarte ansehen, werden Sie feststellen, dass es sehr schwierig ist, Aserbaidschan zu umgehen. Das gilt insbesondere dann, wenn man die Infrastruktur, die Investitionen, die moderne Infrastruktur und darüber hinaus die politische Infrastruktur berücksichtigt. Denn um eine wichtige Rolle bei der Vernetzung spielen zu können, muss man gute Beziehungen zu seinen Nachbarn und zu den Nachbarn seiner Nachbarn unterhalten. Und genau das ist uns gelungen.

Unser wirtschaftliches Potenzial, unsere aktive Außenpolitik, unsere inklusive Gesellschaft sowie unsere Traditionen des Multikulturalismus und des interkulturellen Dialogs schaffen somit eine Synergie, die uns Anlass zu Optimismus gibt.

Dennoch leben wir in einer Welt, die nur schwer vorhersehbar ist und in der, wie bereits erwähnt, Konflikte ausbrechen und niemals enden. Deshalb müssen wir selbstverständlich stets sehr wachsam gegenüber potenziellen Risiken sein und uns vor möglichen Herausforderungen schützen. Ich bin überzeugt, dass diese und viele weitere wichtige Fragen auf dem Forum ausführlich erörtert werden.

Ich möchte mich erneut bei allen Teilnehmern und insbesondere bei unseren ausländischen Gästen dafür bedanken, dass sie nach Baku gekommen sind. Diese Foren finden alle zwei Jahre statt. Die einzige Ausnahme bildete die Zeit der COVID-Pandemie, als es zu einer Unterbrechung kam. Nun setzen wir unsere Arbeit jedoch fort.

Ich erinnere mich an das letzte Forum, das 2024 stattfand. Damals erörterten wir wichtige Fragen der globalen Agenda. Doch in den vergangenen zwei Jahren haben sich viele Dinge sowohl zum Guten als auch zum Schlechten verändert. Zu den negativen Entwicklungen zählen die neuen Kriege in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Zu den positiven Entwicklungen gehört der Frieden mit Armenien, dessen Abkommensentwurf im August vergangenen Jahres paraphiert wurde. Auch der Ort der Paraphierung ist von großer symbolischer Bedeutung: Sie fand in Washington, im Weißen Haus, im Beisein des US-Präsidenten Donald Trump statt.

Die Außenminister Armeniens und Aserbaidschans setzten ihre Unterschriften unter das Dokument – nicht unter das Friedensabkommen selbst. Der Entwurf wurde jedoch im Beisein des Präsidenten der Vereinigten Staaten paraphiert. Darüber hinaus wurde eine trilaterale Erklärung unterzeichnet, die der amerikanische Präsident als Zeuge mitunterzeichnete.

Somit ist es uns nicht nur gelungen, die Gerechtigkeit wiederherzustellen und unsere Gebiete von der Besatzung zu befreien, sondern auch eine völlig neue Situation im Südkaukasus zu schaffen, wie sie in der Geschichte der unabhängigen Staaten dieser Region noch nie zuvor bestanden hatte. Gleichzeitig haben wir diese Entwicklung im Weißen Haus besiegelt.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Baku. Ich danke Ihnen nochmals, dass Sie bei uns sind, und wünsche dem Forum viel Erfolg. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

x x x

Die Veranstaltung wurde mit weiteren Redebeiträgen fortgesetzt.

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

VIDEOS

7. Weltforum für Interkulturellen Dialog in Baku eröffnet Präsident Ilham Aliyev nimmt an Eröffnungszeremonie teil AKTUALISIERT VIDEO

Aserbaidschans Premierminister trifft Generalsekretär der Organisation für Islamische Zusammenarbeit

7. Weltforum für Interkulturellen Dialog in Baku eröffnet
Präsident Ilham Aliyev nimmt an Eröffnungszeremonie teil AKTUALISIERT VIDEO

Leyla Aliyeva trifft Generalsekretärin der Welttourismusorganisation

Präsident Ilham Aliyev, First Lady Mehriban Aliyeva und Familienangehörige besuchen Retrospektivausstellung „Mein Abscheron und mehr“

7. Weltforum für interkulturellen Dialog widmet sich digitalen Zukunftsperspektiven und der künstlichen Intelligenz

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan gilt auf den Weltmärkten als zuverlässiger Energielieferant

Gründungssitzung des Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsrates findet in Kürze statt

Präsident Aserbaidschans: Unsere unabhängige Politik hat uns großen Respekt eingebracht

Präsident: Aserbaidschan gilt als Insel der Stabilität in einer instabilen Region

Präsident Aliyev würdigt Beitrag des aserbaidschanischen Volkes zu den Errungenschaften der vergangenen 35 Jahre

Präsident Ilham Aliyev empfängt ICESCO-Generaldirektor VIDEO

Präsident: Einem unabhängigen Staat darf nicht vorgeschrieben werden, wie er zu leben hat

Präsident Aserbaidschans: Doppelte Standards haben in der internationalen Politik keinen Platz

Präsident: Erfahrungen Aserbaidschans können zur Lösung bestimmter Konflikte beitragen

Präsident Ilham Aliyev spricht beim Dialogforum über Befreiung der aserbaidschanischen Gebiete

Ölpreise an Börsen legen zu

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschanische Gesellschaft ist in allen Fragen geeint

Präsident Ilham Aliyev nimmt am 7. Weltforum für interkulturellen Dialog teil VIDEO

Präsident Aserbaidschans: Vertreter aller ethnischen Gruppen und Religionen kämpften im Zweiten Garabagh-Krieg als eine eiserne Faust

Gold- und Silberpreise gesunken

Präsident: Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist einer der Hauptgründe für stabile Entwicklung Aserbaidschans

Präsident: Aserbaidschan war historisch stets multikulturell geprägt

Präsident Ilham Aliyev: Weltforum für interkulturellen Dialog hat zur Entwicklung interkultureller Beziehungen beigetragen

Aserbaidschanisches Öl kostet mehr als 127 US-Dollar pro Barrel

Schamachi: Neuer Kindergarten im Dorf Goylar nimmt Betrieb auf

Neuer Kindergarten in Schamachi eröffnet

Leyla Aliyeva besucht soziale Nähwerkstatt in Schamachi

Leyla Aliyeva besucht Capybara-Farm in Schamachi

Außenminister Bayramov: Derzeit sind zwei niederländische Unternehmen in Garabagh tätig

Tom Berendsen dankt Aserbaidschan für Unterstützung niederländischer Diplomaten im Iran

Tom Berendsen: Wir streben eine engere Zusammenarbeit mit Aserbaidschan an

Wichtiges Dokument zwischen Aserbaidschan und dem Heiligen Stuhl unterzeichnet

Hikmat Hajiyev: Aserbaidschan und Japan könnten visumfreies Reisen ausweiten

Präsidenten-Assistent: Aserbaidschan will Beziehungen zu afrikanischen Ländern weiter ausbauen

Jeyhun Bayramov: Gespräche konzentrierten sich auf Möglichkeiten zum Ausbau der Zusammenarbeit

Außenminister Bayramov: Verabschiedung des Fahrplans ist wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen

Präsident Ilham Aliyev empfängt Generalsekretärin der Welttourismusorganisation VIDEO

Jeyhun Bayramov: Politischer Dialog zwischen Aserbaidschan und den Niederlanden entwickelt sich dynamisch

Hikmat Hajiyev: Eigene strategische Agenda zur Bekämpfung von Desinformation und Propagandakampagnen entwickelt

Aserbaidschan und die Niederlande beraten über Fahrplan für 2026–2028

Präsidenten-Assistent: Aserbaidschan ist offen für globale Zusammenarbeit im Bereich künstliche Intelligenz

Hikmat Hajiyev: Weltforum für interkulturellen Dialog eröffnet Raum für umfassendere Diskussionen

Präsidenten-Assistent: Desinformation wird zunehmend Teil einer umfassenderen hybriden Strategie, die Gesellschaften beeinflusst

ANAMA: Mehr als 650 Minen und Blindgänger in einer Woche geräumt

Präsidenten-Assistent: Aserbaidschan strebt keine Revanche an

Hikmat Hajiyev: Humanitärer Dialog mit Kirgisistan entwickelt sich weiter

Hikmat Hajiyev: Alle grundlegenden Prinzipien des Friedensabkommens von Aserbaidschan ausgearbeitet

Hikmat Hajiyev: Kampf gegen Desinformation, Stereotype und Vorurteile ist wichtig

Aserbaidschanische Teeexporte steigen um 18,9 Prozent

Baku: Gespräche über Friedensförderung und Bekämpfung von Desinformation

Präsident Ilham Aliyev empfängt OIZ-Generalsekretär AKTUALISIERT VIDEO

Präsident Ilham Aliyev empfängt amtierenden Leiter des UN-Büros für Terrorismusbekämpfung Alexander Zuev VIDEO

Präsident Ilham Aliyev empfängt Hohen UN-Vertreter für die Allianz der Zivilisationen VIDEO

Erste Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva gratuliert Volkskünstler Farhad Khalilov zum 80. Geburtstag

Aserbaidschanischer Boxer wird Europameister

Präsident Ilham Aliyev empfängt niederländischen Außenminister VIDEO

Investitionen in den IKT-Sektor steigen um 57,3 Prozent

Gold- und Silberpreise steigen

Ölpreise an den Börsen rückläufig

Ringen: Suleymanov holt zweites WM-Gold für Aserbaidschan

FIFA-U-15-WM: Aserbaidschan feiert nächsten Sieg

Erneute Kundgebung von Angehörigen vermisster Aserbaidschaner in Brüssel

„Turandot“ – lang erwartete Premiere im Heydar-Aliyev-Palast

Euronews: CICA-Staaten wollen regionalen Dialog in konkrete Schritte übersetzen

Gianni Infantino dankt Präsident Ilham Aliyev für Ausrichtung der FIFA U-15-Weltmeisterschaft & -Festival

Auf Social-Media-Konten von Präsident Ilham Aliyev Video zur FIFA U-15-Weltmeisterschaft & -Festival veröffentlicht VIDEO

U-15-WM & -Festival: Präsident Ilham Aliyev verfolgt Eröffnungsfeier VIDEO

Olivenfestival in Baku offiziell eröffnet

Samir Scharifov: „Wir schätzen Vertrauen der FIFA in Aserbaidschan sehr“

Baku veranstaltet Freundschaftsevent für Aserbaidschan und Südkorea

U15-WM in Baku: Aserbaidschan schlägt Timor-Leste mit 6:0

Internationales Jugendforum in Guba bringt junge Führungskräfte aus 44 Ländern zusammen

Eröffnungsfeier der FIFA U-15-Weltmeisterschaft & -Festival in Baku

6. Jahreskonferenz der Aserbaidschanischen Mediziner in Deutschland

Aserbaidschanische Judoka gewinnen zwei weitere Medaillen bei Veteranen-Europameisterschaft

Nationalbibliothek Aserbaidschans baut kulturelle Beziehungen zu den VAE aus

Erstes gemeinsames Treffen der Außenminister Georgiens und der zentralasiatischen Staaten in Batumi

Aserbaidschan nimmt an GUS-Forum in Usbekistan teil

FIFA-Vertreter besuchen Wettbewerbskomplex in Hövsan am ersten Spieltag der U15-Weltmeisterschaft 2026

Aserbaidschan richtet erstmals nationale Konferenz zu Leishmaniose aus

Internationaler Welt-Polio-Tag am 24. Oktober

Studenten der George Washington University besuchen aserbaidschanische Botschaft in den USA

Aserbaidschan warnt bei den Vereinten Nationen vor Minengefahr und deren Folgen für Menschen mit Behinderungen

Aserbaidschans Botschafter überreicht König Philippe sein Beglaubigungsschreiben

Jugendfestival „GənclikFest“ in Baku

In Baku findet Olivenfestival statt

Bücher zum historischen und kulturellen Erbe Aserbaidschans und Pakistans vorgestellt

FIFA-U15-Weltmeisterschaft startet in Baku

15.000. Tor in der Geschichte der aserbaidschanischen Fußballmeisterschaft erzielt

Magsud Hüseynov: Aserbaidschan unterstützt Schaffung eines sicheren und zuverlässigen Cyberraums

Aserbaidschanischer Athlet gewinnt Silber bei Europameisterschaft

CAERC-Vertreter nimmt an Konferenz zur Finanzstabilität in Wien teil

Aserbaidschan übernimmt Vorsitz im Rat des Türkischen Investitionsfonds

Deutsche Unternehmen sollen Chancen im Industriepark Sumgayit nutzen

Drei aserbaidschanische Seeleute nach Drohnenangriff vor Rumäniens Küste gerettet

Aserbaidschan und Indien wollen Zusammenarbeit auf neue Ebene heben

Aserbaidschanische Exporte nach Indien verfünffachen sich nicht, sondern steigen auf Siebenfache

Internationales Forum SOCGOV 2026 in Khankendi eröffnet

Aserbaidschan nimmt an Expo 2030 in Riad teil

Khankendi: Aserbaidschan und UN erörtern nachhaltige Entwicklung in Garabagh