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Bischkek/Duschanbe: Zahl der Tote beim Grenzkonflikt um Wasservorräte in Zentralasien steigt auf 33

Baku, 1. Mai, AZERTAC

Die Zahl der Tote bei einem blutigen Grenzkonflikt um den Zugang zu Wasser­ressourcen in Zentralasien sind auf 33 und der Verletzte auf 166 gestiegen. Auf tadschikischer Seite war von zehn Toten und etwa 90 Verletzten die Rede, wie der kirgisische stellvertretende Gesundheitsminister Jalaliddin Rakhmatullayev in einem Interview mit Interfax mitteilte.

Die Lage in der Grenzregion zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken Tadschikistan und Kirgistan sei trotz Deeskalationsbemühungen weiter gespannt, teilten die Behörden beider Länder mit.

Russland und die EU boten Hilfe an. Der Konflikt war Mitte dieser Woche eskaliert, als tadschikische Beamte eine Videokamera in der Nähe einer Wasserverteilerstation installieren wollten. Kirgisische Bürger wehrten sich dagegen. Sie warfen zunächst mit Steinen, wie Medien berichteten. Dann verstärkten beide Seiten ihre Grenztruppen, die schließlich aufeinander schossen. Die Wasserverteilstelle liegt auf von Kirgistan kontrolliertem Gebiet an einem Kanalausgang, der einen Stausee in der Region Batken befüllt. Für die Menschen dort ist dies der wichtigste Zugang zu Trinkwasser. 20.000 Menschen in Kirgistan evakuiert. Die Regierungen beider Länder an der Grenze zu China gaben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation. Insgesamt seien 20.000 Bürger allein auf kirgisischer Seite in Sicherheit gebracht worden, hieß es. Es seien mehrere Wohnhäuser und Geschäfte abgebrannt. Zuletzt bemühten sich die Konfliktparteien jedoch um Deeskalation. Der kirgisische Präsident Sadyr Japarow und sein tadschikischer Kollege Emomali Rachmon hätten mittlerweile telefoniert und ein Treffen “in der zweiten Maihälfte“ vereinbart, teilte Japarows Büro am Nachmittag mit. Auch der Präsident des benachbarten Usbekistan, Schawkat Mirsijojew, erklärte, sich telefonisch mit seinen Kollegen Rachmon und Japarow verständigt zu haben. Dabei sei klargestellt worden, dass alle Konflikte zwischen den Parteien “auf der Basis von Dialog und im Geiste jahrhundertealter Freundschaften“ behandelt werden sollten.

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