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Corona-Pandemie: Georgien zieht 3 Milliarden Dollar für Wirtschaft heran

Tbilissi, 22. April, AZERTAC

Die Ausbreitung des Coronavirus trifft Länder, die vom Tourismus abhängig sind, besonders hart. Dazu gehört Georgien, wo das boomende Hotel- und Gaststättengewerbe unter dem Besucherrückgang aufgrund der verschärften Einreisebestimmungen leidet.

In Georgien leidet vor allem die Tourismusbranche unter dem Coronavirus. Die georgische Regierung zog vor kurzem mehr als 3 Milliarden Dollar von internationalen Institutionen und Geldgebern für die Wirtschaft des Landes heran. Das teilte der Berater des Premierministers Irakli Chikovani mit, wie das georgische Büro von AZERTAC berichtet.

Parallel zum Kampf gegen die Epidemie arbeitete die Regierung einen Anti-Krisen-Plan für die Wirtschaft aus. Die Arbeiten an dem Plan sind im Gange, fügte der berater hinzu.

Ihm zufolge soll der zweistufige Plan am 24. April vorgestellt werden.

Etwa 80 bis 100 Prozent der Hotelbuchungen in Tiflis für März, April und Mai 2020 wurden bereits storniert. In anderen Landesteilen bleiben die Besucher gänzlich aus. Die meisten Gaststätten und anderen Verpflegungseinrichtungen sind verwaist. Das trifft die georgische Wirtschaft hart, denn die Einnahmen aus dem Incoming-Tourismus stiegen innerhalb von fünf Jahren um 75 Prozent und sorgten im Jahr 2019 mit fast 3,3 Milliarden US-Dollar (US$) für knapp 19 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ausländische Touristen gaben in Georgien 2019 im Schnitt zwischen 542 und 1.200 US$ während eines durchschnittlich vier Tage langen Aufenthaltes aus.

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