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FIA kurzerhand eigene Regeln außer Kraft gesetzt

Baku, 17. Oktober, AZERTAC

Damit Honda-Mann Naoki Yamamoto in Suzuka für Toro Rosso am Freien Training teilnehmen konnte, hat die FIA kurzerhand ihre eigenen Regeln außer Kraft gesetzt.

Dadurch konnte Naoki Yamamoto am Freitagstraining teilnehmen. Dabei hatten dem japanischen Rennfahrer die erforderlichen Punkte für die Erteilung der Superlizenz gefehlt, und ohne den "Formel-1-Führerschein" hätte er nicht fahren dürfen.

Was also ist in den Kulissen passiert, dass Yamamoto doch bei Toro Rosso im Auto saß? FIA-Rennleiter Michael Masi erklärt: Die Zeit habe gegen die Pläne des Honda-Werksfahrers gespielt.

"Erst in zwei Wochen steigt das Finale der [japanischen] Super Formula. Selbst wenn Naoki dann nicht antreten würde, hätte er genug Punkte für die Superlizenz", so Masi.

Bedeutet: Durch seine Endposition in der diesjährigen Meisterschaft und dank seines doppelten Titelgewinns 2018 in Super Formula und Super GT hat sich Yamamoto für die Formel-1-Superlizenz qualifiziert. Doch so weit war es in Suzuka eben noch nicht.

FIA drückte bei Naoki Yamamoto ein Auge zu - Der Motorsport-Weltrat drückte ein Auge zu und vergab die Lizenz gewissermaßen vorzeitig. "Nur der Weltrat kann eine solche Entscheidung treffen", meint Masi. "So ist es vergangene Woche geschehen."

Mit seiner vorzeitig ausgestellten Superlizenz hätte Yamamoto übrigens auch am Rennen teilnehmen können, falls einer der beiden Toro-Rosso-Stammpiloten kurzfristig ausgefallen wäre. "Es gibt einen Unterschied zwischen einer Superlizenz für Freitagseinsätze und einer kompletten Superlizenz", erklärt Masi. "Mit seinen Punkten hat Naoki die volle Superlizenz erhalten."

Wie sich der aktuelle Super-Formula-Champion im Grand Prix geschlagen hätte, darüber kann man nur mutmaßen. Fest steht aber: Bei seinem einmaligen Trainingseinsatz für Toro Rosso hat Yamamoto durchweg überzeugt - natürlich auch sehr zur Freude von Honda beim Honda-Heimrennen auf der Honda-Hausstrecke.

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