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Formel-1-Chef fordert Friedensgipfel

Baku, 25. Dezember, AZERTAC

Mercedes und Red Bull müssen für 2022 die Risse in ihren Beziehungen kitten - so sieht es zumindest Formel-1-Chef Stefano Domenicali. Das Verhältnis zwischen den beiden Teams hat unter dem engen Titelkampf sehr gelitten.

Die Spannungen zwischen Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und Red-Bull-Teamchef Christian Horner erreichten gegen Saisonende ihren Höhepunkt. Die Animosität zwischen beiden führte zu verbalen Schlagabtäuschen in Pressekonferenzen und wurde auch über die Medien ausgetragen.

Zwar gaben sich beide während des letzten Rennwochenendes in Abu Dhabi die Hand. Doch dann folgte die Kontroverse um den Safety-Car-Restart im Rennen. Dies und die Proteste von Mercedes nach dem Rennen unterstreichen, dass die Situation zwischen den beiden Rennställen noch nicht geklärt ist.

Domenicali nahm am Dienstagabend die prestigeträchtige Lorenzo-Bandini-Trophäe entgegen. Auf die Frage, ob er irgendwelche Sorgen bezüglich 2022 habe, antwortet er: "Es gibt mehrere Unwägbarkeiten, denen wir uns stellen müssen und Probleme, die wir in den Griff bekommen müssen."

"So muss die Beziehung zwischen Mercedes und Red Bull gekittet werden. Persönliche Schlagabtäusche, die niemandem helfen, gilt es zu vermeiden."

Safety-Car-Elefant steht weiter im Raum - Mercedes ist weiterhin mit dem Handling des Safety-Cars durch die FIA in Abu Dhabi nicht einverstanden. Dem Team zufolge handelt es sich weiterhin um einen Verstoß gegen das Reglement. Zwar wurde die Berufung fallengelassen, jedoch will Mercedes den Automobil-Weltverband in einer Kommission zur Verantwortung ziehen, die extra zum Zwecke der Untersuchung der Ereignisse ins Leben gerufen worden ist.

Der kommerzielle Rechteinhaber der Formel 1, Liberty Media, hat sich bislang mit öffentlichen Äußerungen zur Kontroverse zurückgehalten und überlässt solche Dinge Personen wie dem neuen FIA-Präsidenten Mohammed bin Sulayem.

Dazu sagt Domenicali: "Wir haben bereits mit dem Präsidenten gesprochen. Wir haben über die Prioritäten geredet, und da gibt es viele. Aber für den Moment ist es richtig, nichts zu sagen und nicht noch mehr Öl in ein ohnehin schon überhitztes Feuer zu gießen."

"Insgesamt möchte ich aber festhalten, dass wir eine außerordentliche Saison hinter uns haben, die von mehr als zwei Milliarden Menschen verfolgt worden ist. Das Finale in Abu Dhabi war das am meisten verfolgte Sportereignis des Jahres. Das sind Wahnsinnszahlen, auf die wir stolz sein sollten."

Vom neuen FIA-Präsidenten erwartet er einen neuen Kurs: "Mit dem neuen Präsidenten wird es auch eine Veränderung in der Balance mit der FIA geben, was für uns eine absolut fundamentale Rolle spielt."

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