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George Russell mit der aktuellen Version des Frontflügels am Williams FW42

Baku, 3. Oktober, AZERTAC

Dieses Jahr noch was ausprobieren, damit es nächstes Jahr endlich voran geht. Das ist das Motto von Williams für den Rest der Formel-1-Saison 2019. Das Traditionsteam aus England hat nämlich bereits angekündigt, beim Japan-Grand-Prix in Suzuka auffällige Neuteile einsetzen zu wollen, wenn auch nur im Training am Freitag. Konkret ist geplant, ein neues Frontflügelkonzept zu überprüfen.

Dave Robson als leitender Renningenieur hatte bereits in Sotschi erklärt, man dürfe sich auf einen neuen Look an der Fahrzeugnase des FW42 einstellen, auf einen Frontflügel, der "ein bisschen anders aussehen wird", wie er sagt. Robson bezeichnet das Design als "Experiment" und erklärt, man werde deutliche Unterschiede zu den bisherigen Williams-Frontflügeln 2019 erkennen.

"Interessant ist doch: Selbst jetzt gibt es noch unterschiedliche Designphilosophien bei den Frontflügeln, und das nach fast einem Jahr. Es hat nicht einfach jeder ein bestimmtes Design übernommen, sondern es gibt diverse Ideen und Konzepte", meint Robson. Ob Williams' Neuentwicklung entscheidende Fortschritte bringe, sei derzeit aber noch "schwer zu sagen".

Gleiche Aufgabe, neuer Lösungsansatz - Auf eine genaue Prognose lässt sich Robson jedenfalls nicht ein. Auch nicht auf eine Aussage, ob der neue Frontflügel im Rennen in Japan und/oder den weiteren Grands Prix verwendet werden könnte. "Warten wir einfach ab, was passiert", so Robson.

Ziel der Übung sei ohnehin, mögliche Designkonzepte zu finden. Man wolle den neuen Flügel als "Grundlage" für 2020 hernehmen, sofern die Daten vielversprechend seien, erklärt der Williams-Sprecher. "Es geht natürlich weiterhin darum, die Luftverwirbelungen an den Vorderrädern zu minimieren. Diese Aufgabe ist für alle gleich, aber jeder setzt sie anders um."

Wie Williams den Frontflügel in Suzuka neu interpretiert, zeigt sich im Freitagstraining. Später im Jahr sollen weitere Neuteile folgen, laut Robson allerdings nur "Kleinigkeiten". Er sagt weiter: "Manches davon könnte für den Rest der Saison am Auto bleiben, sofern es sich als Verbesserung erweist. Anderes sind reine Testteile, auch um die Korrelation zum Windkanal zu überprüfen."

Williams steht am Ende der Formel-1-Saison 2019 mit dem Rücken zur Wand: Es war bislang das schwächste Grand-Prix-Jahr in der über 40-jährigen Geschichte des Teams, mit nur einem Punkt aus 16 Rennen. Schon 2018 hatte Williams nur P10 in der Konstrukteurswertung belegt. Auch 2019 bleibt es wohl beim letzten Platz.

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