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Heftiges Erdbeben in Afghanistan: Mehr als 255 Tote

Baku, 22. Juni, AZERTAC

Bei einem heftigen Erdbeben am späten Dienstagabend (Ortszeit) in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion sind nach offiziellen Angaben mindestens 280 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere seien bei dem Beben in der Provinz Paktika verletzt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Bakhtar am Mittwoch.

Behörden der regierenden Taliban sprachen in ersten Angaben von Hunderten Verletzten und Toten sowie Dutzenden zerstörten Häusern in der ostafghanischen Provinz. Örtliche Medien berichteten, ein Dorf sei komplett zerstört worden. Die Zahl der Todesopfer könne weiter steigen, erklärte das Katastrophenschutzministerium.

Unterschiedliche Angaben zur Stärke des Bebens - Die US-Erdbebenwarte (USGS) vermeldete für das Beben kurz vor 23 Uhr die Stärke 5,9 sowie ein etwas schwächeres Nachbeben. Demnach befand sich das Zentrum des Bebens rund 50 Kilometer südwestlich der Stadt Chost nahe der Grenze zu Pakistan in rund zehn Kilometern Tiefe. Pakistanische Behörden hatten das Beben mit einer Stärke von 6,1 registriert.

Pakistanischen Angaben zufolge waren die Erschütterungen in weiten Teilen des angrenzenden Landes – so auch in der Hauptstadt Islamabad und selbst in Lahore im Osten des Landes – zu spüren. Mancherorts brach Panik aus, über Schäden oder Verletzte in Pakistan war nach ersten Angaben jedoch nichts bekannt. Örtliche Einsatzkräfte versuchten laut der Katastrophenschutzbehörde, sich einen Zugang in die betroffene abgelegene Bergregion zu verschaffen.

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