WELT


Jäger in Indien Tigerin erschossen

Baku, 3. November, AZERTAC

Zwei Jahre war die Tigerin im indischen Bundesstaat Maharashtra umhergestreift, nun wurde sie am Freitag nach einer großangelegten Jagd erschossen. Das Tier, das Jäger mit dem Kürzel T-1 versehen hatten, soll in der Gegend um den Ralegaon-Wald insgesamt 13 Menschen getötet haben. Tierschützer tauften die Tigerin Avni.

Der Oberste Gerichtshof hatte das Tier zuvor zum Abschuss freigegeben. Zwischenzeitlich hatten Tierschützer versucht, die Jagd zu verhindern, allerdings kein Gehör gefunden, berichtet die BBC. Avni hatte zwei Jungtiere.

Ungefähr 200 Menschen waren an der dreimonatigen Suchaktion beteiligt. Mehr als hundert Kamerafallen wurden installiert, Pferde und Ziegen als Köder an Bäume gebunden und Wächter auf Aussichtsplattformen postiert. Die Jäger versuchten auch, das sechs Jahre alte Tier mit Lockstoffen ausfindig zu machen.

Hinweis aus der Bevölkerung - Laut BBC wurde dazu das Parfüm "Obsession" für Männer von Calvin Klein verwendet, welches den Duftstoff Zibeton enthält. Ein Versuch in den USA hatte nahe gelegt, dass der Stoff zumindest Jaguare anlocken kann.

Den entscheidenden Hinweis gaben schließlich Bewohner eines kleinen Dorfes, die das Tier gesehen haben wollten. Die Jäger legten sich daraufhin in einem Fahrzeug mit einem Betäubungsgewehr und einer Schusswaffe auf die Lauer, berichtet die örtliche Forstbehörde laut BBC.

Zunächst sei mit dem Betäubungsgewehr auf die Tigerin geschossen worden. Nachdem sie getroffen war, griff sie den offiziellen Schilderungen zufolge das Fahrzeug an und wurde aus etwa zehn Metern Entfernung erschossen. Die Tigerin soll nun genauer untersucht werden.

Zwei Jungtiere - Tierschützer beklagten im Internet die Tötung der Tigerin. Einige Bewohner der Region feierten den Tod der Großkatze dagegen.

Insgesamt wird der Tigerin der Tod von 13 Menschen zugeschrieben. Bei sieben davon konnte mit Speicheltests nachgewiesen werden, dass ein weiblicher Tiger verantwortlich war.

Tiger sind vom Aussterben bedroht. 60 Prozent der weltweiten Population lebt in Indien. Allerdings kommt es immer wieder zu Zwischenfällen zwischen Mensch und Tier. 2017 starb eine Tigerin, die drei Menschen getötet haben sollte, an einem Stromschlag.

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