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Kirgistans Ex-Präsident Atambajew zu elf Jahren Haft verurteilt

Baku, 23. Juni, AZETAC

Ein Gericht in Kirgistan hat den ehemaligen Staatschef Almasbek Atambajew zu einer Haftstrafe von elf Jahren und zwei Monaten verurteilt. Der Vorsitzende Richter in der Hauptstadt Bischkek befand Atambajew für schuldig, an der illegalen Freilassung eines Mafiabosses im Jahr 2013 beteiligt gewesen zu sein. Der 63-jährige Ex-Präsident wurde auch wegen Bestechlichkeit angeklagt. Er nahm nicht an der Urteilsverkündung teil. Atambajew hatte sein Fernbleiben mit seinem schlechten Gesundheitszustand begründet.

Der Richter ordnete auch an, dass Atambajew alle Staatsehren aberkannt werden. Gemäß dem Urteil werden Atambajew zudem sämtliche Immobilien entzogen.

Atambajew war von 2011 bis 2017 Präsident. Für einen Skandal während seiner Amtszeit sorgte die vorzeitige Freilassung des Mafiabosses Asis Batukajew aus gesundheitlichen Gründen. Die Ermittler stellten später fest, dass die medizinischen Dokumente, die zu Batukajews Entlassung aus dem Gefängnis und seiner anschließenden Ausreise nach Russland geführt hatten, gefälscht waren.

Nach Atambajews Festnahme im vergangen August hatte es heftige Ausschreitungen in Kirgistan gegeben. Anhänger Atambajews kritisierten das Vorgehen gegen den Ex-Präsidenten als politisch motiviert.

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