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Proteste in den USA: Tochter von New Yorker Bürgermeister bei Protesten festgenommen

Baku, 1. Juni, AZERTAC

Bei den Unruhen in den USA wurde vielerorts die Nationalgarde eingesetzt. Hunderte Menschen wurden verhaftet, die gegen rassistische Polizeigewalt protestiert hatten.

In der vergangenen Nacht sind in den USA wieder Tausende Menschen gegen rassistische Polizeigewalt auf die Straße gegangen. Dabei kam es erneut zu Ausschreitungen und gewaltsamen Zusammenstößen. Hunderte Menschen wurden festgenommen. Sicherheitskräfte in Los Angeles meldeten etwa 400 Festnahmen, in Chicago mehr als 200.

Bei den Protesten in New York wurde auch Chiara de Blasio, die Tochter von Bürgermeister Bill de Blasio, festgenommen. Das sagte ein Vertreter der Strafverfolgungsbehörden der Nachrichtenagentur AP. Die Zeitung The New York Post berichtete, Chiara de Blasio habe sich geweigert, einer polizeilichen Anordnung nachzukommen und eine Straße in Manhattan zu räumen. De Blasio habe später eine gerichtliche Vorladung erhalten und sei wieder freigelassen worden. Ihr Vater erwähnte die Festnahme während einer Pressekonferenz am Sonntag nicht.

Auch in anderen Teilen der Welt wurde protestiert. In Neuseeland zogen am Montag rund 2.000 Demonstranten vor das US-Konsulat in Auckland und riefen "Keine Gerechtigkeit, kein Frieden" und "Black Lives Matter". In Christchurch, wo ein weißer Rechtsextremist im vergangenen Jahr 51 Menschen erschossen hatte, versammelten sich rund 500 Menschen. Am Sonntag waren in Berlin nach Angaben des rbb rund 1.500 Menschen unter dem Motto "Gerechtigkeit für George Floyd" durch Kreuzberg gezogen. Bereits am Samstag hatten etwa 2.000 Menschen vor der US-Botschaft in Berlin demonstriert.

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