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Rede vor UN-Vollversammlung: Trump droht Nordkorea mit totaler Vernichtung

Washington , 19. September, AZERTAC

US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea in seiner ersten Rede bei den Vereinten Nationen scharf attackiert, wie ein AZERTAC-Korrespondent berichtet.

“Willkommen in New York. Es ist eine große Ehre, hier in meiner Heimatstadt vor Ihnen zu stehen“, hebt der UN-Novize an. Das ist keine schlechte Einleitung. Doch Trump wäre nicht Trump, wenn dann nicht doch ein ordentlicher Schuss Eigen-PR stehen würde. Er kommt einher im Gewand des Dankes für ausländische Hilfe bei der Bewältigung der Hurrikan-Folgen. “Amerika wird sich erholen“, schließt der Präsident an, “denn zum Glück hat sich die USA seit dem Wahltag sehr gut entwickelt“. Es folgt der übliche Hinweis auf die Rekordfahrt der Aktienkurse, die niedrige Arbeitslosigkeit, und die Aufstockung der Verteidigungsausgaben. Nur ein starkes Amerika, so die unterschwellige Botschaft, kann der Welt helfen – und dafür ist Donald Trump der beste Garant.

In dieser Melange sind souveräne Staaten, die für die Interessen ihrer Bevölkerung kämpfen, die Basis für ein respektvolles und friedliches Miteinander aller Länder. “Die USA werden immer ein großer Freund der Vereinten Nationen sein. Aber wir können nicht länger akzeptieren, Deals zu machen, für die wir nichts bekommen“, sagt Trump.

Draußen vor dem UN-Gebäude künden dunkle Wolken über dem East River vom vorbeiziehenden Hurrikan José. Doch anders als UN-Generalsekretär Antonio Guterres, der in seinem Eingangsstatement ausdrücklich auf die menschengemachten Ursachen der extremen Wetterphänomene hinwies, erwähnt Trump in seinen Ausführungen die Klimapolitik mit keinem einzigen Wort.

“Die Denuklearisierung ist der einzig gangbare Weg", sagt Trump an die Adresse Nordkoreas. Das Raketenprogramm des Regimes in Pjöngjang bedrohe die ganze Welt und könne unzählige Menschenleben kosten: "Die USA haben Geduld", setzt er dann zu einer massiven Drohung an: "Aber wenn wir gezwungen sind, uns und unsere Verbündeten zu verteidigen, haben wir keine andere Wahl als dieses Land vollkommen zu zerstören." Vollkommen zu zerstören? Ein Raunen geht durch den großen Versammlungssaal. "Der Raketenmann befindet sich auf einer Selbstmord-Mission", legt Trump mit Bezug auf Nordkoreas Führer Kim Jong-Un noch einmal nach.

US-Präsident hat sich in seiner Rede bei der Türkei, Jordanien und dem Libanon bedankt, dass sie so viele Flüchtlinge aufgenommen haben.

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