WELT


Starkes Erdbeben erschüttert Mexiko

Baku, 24. Juni, AZERTAC

Bei einem schweren Erdbeben im Süden von Mexiko sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Der Süden des Landes war zuvor von einem schweren Beben der Stärke 7,5 erschüttert worden. Das Epizentrum liegt nach Angaben des Nationalen Seismologischen Instituts in der Stadt Crucecita im Bundesstaat Oaxaca. Auch in Mexiko-Stadt war der Erdstoß zu spüren. Zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit.

Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, wie der Leiter des Zivilschutzes, David León, im Fernsehsender Foro TV sagte. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden. Präsident Andrés Manuel López Obrador rief die Bevölkerung dazu auf, Ruhe zu bewahren und sich auf mögliche Nachbeben einzustellen.

Aus der Region wurden leichte Schäden an Gebäuden gemeldet. Auf Fotos war zu sehen, dass in der Provinzhauptstadt Oaxaca de Juárez Steine von Dächern und Häuserfassaden abgebrochen und Mauern eingestürzt waren. Zudem fiel der Strom aus. In einer Raffinerie in Salina Cruz brach nach dem Beben ein Feuer aus. Der Brand sei schnell gelöscht worden, teilte der Ölkonzern Pemex mit.

Auf Twitter verbreiteten sich Videos, die das Beben zeigen sollen. Menschen verlassen darin ihre Büros, eine Frau steht neben einem schwankenden Auto.

Auch in Mexiko-Stadt - rund 750 Kilometer vom Zentrum des Bebens entfernt - war der Erdstoß zu spüren. Zahlreiche Menschen verließen ihre Häuser und brachten sich in Sicherheit. Rund 30 Gebäude wurden leicht beschädigt, sagte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum. Es wurden Risse in Fassaden und zerbrochene Fensterscheiben gemeldet. Ein Krankenhaus wurde evakuiert.

Auch in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Puebla und Chiapas war der Erdstoß zu spüren. Wenig später wurde ein Nachbeben der Stärke 3,9 registriert. Die US-Behörden gaben eine Tsunamiwarnung für die Küsten von Südmexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras heraus. Es sei mit bis zu drei Meter hohen Wellen im Umkreis von tausend Kilometern um das Epizentrum des Erdbebens zu rechnen, teilte das US-Tsunamiwarnzentrum im Pazifik mit.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist.

Beim bislang letzten starken Beben in Mexiko im September 2017 kamen 369 Menschen ums Leben. Das Unglück ereignete sich genau 32 Jahre nach dem stärksten Beben der jüngeren Geschichte, als 1985 in Mexiko-Stadt mindestens 10.000 Menschen starben.

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