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USA und Mexiko: Nafta-Abkommen geeinigt

Baku, 27. August, AZERTAC

Die USA und Mexiko haben sich nach Angaben beider Länder auf ein neues Nafta-Abkommen geeinigt. US-Präsident Donald Trump sprach am Montag in Washington von einem "sehr guten" Abkommen mit Mexiko. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto sagte, die abschließenden Verhandlungen mit Kanada über das trilaterale Abkommen könnten noch "in dieser Woche" abgeschlossen werden.

Mit dem Abkommen wird das nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta neu gefasst. Das bisherige Abkommen regelt den Handel zwischen den USA, Mexiko und Kanada und war von Präsident Trump als "Katastrophe" bezeichnet worden. Nafta benachteilige vor allem die amerikanische Autoindustrie und koste Arbeitsplätze in den USA. Allerdings hatten die USA das Abkommen nicht gekündigt.

Dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer zufolge umfasst das neue Abkommen mit Mexiko unter anderem Regelungen für die Autoindustrie - etwa zur Herkunft von Bauteilen sowie zum Lohnniveau der Beschäftigten. Auch seien Vereinbarungen über zollfreien Warenhandel und zum Patentschutz für biologische Medikamente getroffen worden. Das Abkommen werde wahrscheinlich am Freitag dem Kongress vorgelegt und im November unterzeichnet, sagte Lighthizer.

Geht es nach Trump, soll der bisherige Name Nafta verschwinden. Dieser habe einen "schlechten Beigeschmack".

Als nächsten Schritt werde er den kanadischen Ministerpräsidenten anrufen. Die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland wird unterdessen zu Gesprächen in Washington erwartet. Es bestehe die Hoffnung, dass bis Freitag auch mit Kanada eine Übereinkunft getroffen werden könne, sagten US-Handelsvertreter.

Trump zufolge können die USA entweder ein gesondertes Abkommen mit Kanada schließen oder Kanada in die Vereinbarung mit Mexiko einbeziehen. Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto forderte Trump auf, Kanada in das Abkommen zu integrieren. Er hoffe, dass Kanada an den Verhandlungstisch zurückkehre und eine Vereinbarung zwischen allen drei Ländern getroffen werden könne.

Das kanadische Außenministerium in Ottawa zeigte sich ermutigt durch die US-mexikanische Einigung, verwies aber auf eigene Interessen. Ein Sprecher sagte, Kanada stehe in regelmäßigem Kontakt mit seinen Verhandlungspartnern und arbeite auf eine neue Vereinbarung hin. Allerdings werde das Land eine Übereinkunft nur dann unterzeichnen, wenn sie auch gut für Kanada sei und die Interessen der Mittelschicht berücksichtige.

Zuletzt hatten US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Mexiko und Kanada das Verhältnis zwischen den Handelspartnern stark belastet. Zuvor hatte Trump am Montag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt, dass es gut aussehe für einen "großen Deal" mit Mexiko.

Insbesondere die Autobauer profitieren von einem reibungslosen Handel zwischen den beiden Ländern. Sie produzieren in mexikanischen Fabriken Fahrzeuge für den US-Markt. Hinweise auf Fortschritte bei der Nafta-Reform hatten schon am Montagmorgen die Aktienkurse der deutschen Autobauer steigen lassen. Daher legten BMW-Aktien 1,8 Prozent zu, Volkswagen-Titel 1,4 Prozent und Daimler-Papiere 1,1 Prozent. Der europäische Branchenindex notierte gut ein Prozent im Plus.

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