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Vugar Gashimovs Andenken geehrt

Baku, 11. Januar, AZERTAC

Heute jährt sich der Todestag des berühmten aserbaidschanischen Schachspielers, Vugar Gashimov, zum fünften Male.

Wie AZERTAC berichtete, besuchten am Freitag, dem 11. Januar Vertreter des aserbaidschanischen Schachverbands, Mitglieder der nationalen Mannschaft, darunter Familienmitglieder des verstorbenen Schachspielers, Vertreter des öffentlichen Lebens sein Grabmal auf dem Friedhof in der Ehrenallee in Baku und legten frische Nelken an seinem Grabmal nieder.

Bei der Gedenkveranstaltung wurde von der Karriere des Schachspielers gesprochen. Es wurde festgestellt, dass jedes Jahr im Rayon Schamkir das Vugar Gashimov Memorial stattfindet.

V.Gashimov leistete einen sehr großen Beitrag zur Entwicklung der aserbaidschanischen Schachschule.

Er galt als sehr talentierter und kreativer Spieler mit einem dynamischen Spielstil. Mit den weißen Steinen war er ein Experte der Spanischen Eröffnung, mit den schwarzen Steinen spielte er oft erfolgreich die als riskant geltende Benoni-Verteidigung.

In einer seiner bekanntesten Partien besiegte er Boris Gelfand in nur 16 Zügen.

Gashimov lernte das Schachspielen von seinem Vater, als er sechs Jahre alt war. Trainiert wurde er in seiner Jugend von dem Internationalen Meister Anar Allahverdiyev. Seit 2002 war Gashimov Großmeister, nachdem er 1999 Internationaler Meister geworden war. Im Jahre 1996 wurde er in Cala Galdana bei der U10-Weltmeisterschaft hinter P. Harikrishna Zweiter. Vorher hatte er schon dreimal aserbaidschanische Jugendmeisterschaften gewonnen: 1995, 1996 und 1998. Gashimov siegte bei Turnieren in Aluschta im März und April 2002, in Athen im März 2005 (Akropolis-Turnier) und dem Masters in Abu Dhabi im August 2006. Im Februar 2008 gewann er nach Feinwertung das 24. Cappelle La Grande Open, im Mai 2008 teilte er sich beim FIDE-Grand-Prix in Baku den Sieg mit Wang Yue und Magnus Carlsen. Im Jahre 2009 gewann er zum ersten Mal in der aserbaidschanischen Schachgeschichte die Europameisterschaft. Bei der Europameisterschaft im Schnellschach belegte er im Dezember 2010 hinter Zoltán Almási den zweiten Platz.

Gashimov erlag in der Nacht auf den 11. Januar 2014 in einem Krankenhaus im deutschen Heidelberg einem Gehirntumor. Sein Leichnam wurde auf dem Friedhof in der Ehrenallee in Baku bestattet.

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