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Was Farbe, Geruch und Konsistenz über den Stuhlgang verraten

Baku, 12. April, AZERTAC

Der Stuhlgang ist ein Spiegelbild dafür, wie gesund wir sind. Er sagt nicht nur etwas darüber aus, ob das Verdauungssystem intakt und die Ernährung ausgewogen ist. Farbe, Geruch und Konsistenz des Stuhls können außerdem Hinweise auf ernste Erkrankungen liefern.

Unsere Darmausscheidungen werden maßgeblich von dem bestimmt, was wir an Nahrung aufnehmen. Deshalb kann der Stuhl bei jedem Menschen etwas anders aussehen. Sehr heller, gelber Stuhl wird zum Beispiel ausgeschieden, wenn viele Milchprodukte verzehrt werden, wie zum Beispiel bei gestillten Säuglingen.

Bei Menschen, die viel Fleisch essen, nimmt der Stuhl eine dunkelbraune Farbe an. Nach dem Verzehr von Roter Bete, Rotwein, grünem Gemüse wie Spinat, Kürbis, Karotten oder Blaubeeren kann der Stuhl auch eine "Signalfarbe" annehmen und ist dann weinrot, grün, orange oder fast schwarz gefärbt. Das alles ist nicht besorgniserregend, wenn es nicht dauerhaft auftritt.

Form und Konsistenz des Stuhls

Ist der Stuhl klumpig oder wurstförmig, was gilt gesundheitlich als in Ordnung? Und was hat eine ballaststoffreiche Ernährung damit zu tun?

1. Schwer auszuscheidende Kügelchen

Sie leiden unter Verstopfung. Dem Körper fehlt es an Flüssigkeit. Vielleicht haben Sie unlösliche Ballaststoffe wie Getreide oder Hülsenfrüchte gegessen.

2. Wurstartiger Kot, klumpige Würstchen

Auch hier fehlt Flüssigkeit. Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend trinken.

3. Wurstförmig mit Rissen

Alles im normalen Bereich.

4. Weiche, glattrandige Klümpchen

Das ist völlig in Ordnung, wenn man öfters am Tag zur Toilette muss.

5. Wurstförmig und glatt

Auch hier: alles gut.

6. Flüssig, ohne feste Bestandteile

Durchfall. Ihr Körper verliert viel Wasser. Trinken Sie ausreichend. Ein Arztbesuch ist nur angesagt, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, sehr stark ist oder mit Bauchschmerzen oder Fieber einhergeht.

7. Weiche Klümpchen mit unregelmäßigem Rand

Nach einem besonders fettreichen Essen scheidet der Körper unverdaute Nahrungsfette und Öle aus. Dies kann eine mögliche Ursache für den weichen Stuhl sein. Kommt diese Art des Stuhlgangs regelmässig vor, sollten Sie Galle und Bauchspeicheldrüse beim Arzt untersuchen lassen.

Normal sollte der Stuhl eine hellbraune bis dunkelbraune Farbe aufweisen. Veränderungen der Farbe können mit der Ernährung zusammenhängen. In manchen Fällen deuten sie jedoch auch auf Erkrankungen hin. Über die verschiedenen Farben des Stuhls und ihre mögliche Bedeutung.

1. Braun

Alles gut. Die braune Farbe entsteht durch die bräunlichen Verdauungssäfte.

2. Schwarz oder schwarzbraun

Die sehr dunkle Farbe kann ein Hinweis auf Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt sein. Doch auch die Ernährung spielt eine Rolle: Randen, Spinat, dunkle Schokolade, Kohle- oder Eisenpräparate können den Stuhl dunkel färben.

3. Grün

Oft ist grünes Gemüse dafür verantwortlich. Grüner Durchfall hingegen ist ein Hinweis auf eine Darminfektion.

4. Rot

Hat man Randen oder Preiselbeeren gegessen, besteht kein Grund zur Sorge. Ansonsten ist es wohl Blut: Sie sollten sofort zum Arzt.

5. Grau oder lehmfarben

Achtung, dies deutet auf fehlende Verdauungssäfte hin. Vielleicht gibt es Probleme mit der Galle. Suchen Sie einen Arzt auf.

6. Gelb

Haben Sie viel Rüebli gegessen? In Verbindung mit Durchfall weist die Farbe jedoch auf eine Darminfektion hin. Ist der Kot zudem schmierig, stinkt und schwimmt obenauf? Das kann auf Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hinweisen. Gehen Sie zum Arzt.

Der Geruch

Sollten die Ausscheidungen mehrere Tage lang faulig oder beissend riechen, kann dies auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse deuten. Lassen Sie die Ursache ärztlich abklären.

Normal und gesund ist ein weicher, geschmeidiger und dennoch geformter Stuhl. Je nachdem, wie viel Flüssigkeit und Ballaststoffe man mit der Nahrung aufgenommen hat, kann der Stuhl etwas weicher oder fester sein.

 

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