WELT


"Ernsthafte Störung" bei Merkels Flug zum G20-Gipfel

Baku, 30. November, AZERTAC

Wegen eines technischen Defekts am Kanzler-Airbus "Konrad Adenauer" hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Flug von Berlin zum G20-Gipfel in Buenos Aires am Donnerstagabend unterbrechen müssen, wie es aus Presseberichten hervorgeht. In der Nacht zum Freitag sagte Merkel: "Es war eine ernsthafte Störung." Mehr Angaben zum Defekt machte sie nicht.

Nach etwa einer Stunde Flugzeit war der A340-300 über den Niederlanden umgekehrt. Grund war offenbar ein technisches Problem. Elektrische Systeme am Flugzeug seien ausgefallen - darunter die Kommunikationsanlage, wie der Spiegel berichtet. Die Landung sei über ein Satellitentelefon abgesprochen worden.

Der Airbus landete wenig später in Köln. Ein Weiterflug mit einer Ersatz-Maschine war nicht sofort möglich, sodass sich die Kanzlerin zur Übernachtung in ein Hotel in Bonn begab. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, sei die Übernachtung unter anderem wegen der Dienstzeiten und Verfügbarkeiten von Besatzungen und Flugkapitänen notwendig geworden.

Am Freitagmorgen wollte Merkel ihre Reise mit einer Linienmaschine fortsetzen, um dann mit vielen Stunden Verspätung in Buenos Aires einzutreffen.

Merkel, Finanzminister Olaf Scholz und ein sehr kleiner Teil der Delegation sollten dazu in die spanische Hauptstadt Madrid reisen, um von dort per Linienflug nach Buenos Aires zu gelangen, hatte Seibert mitgeteilt.

Der Beginn des G20-Gipfels ist jedoch bereits am Vormittag geplant. Für zahlre Die Regierungs-Flugzeuge bereiten immer wieder Probleme - jüngst war es auch beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Verzögerungen wegen eines technischen Defekts an seiner Maschine gekommen.

Auf die Frage, ob es notwendig sei, die Sicherheit der Flugzeuge in Frage zu stellen, sagte Merkel in der Nacht: "Ein einzelner Vorfall sollte uns nicht dazu bringen, das System zu verändern."iche bilaterale Gespräche muss nun eine andere Lösung gefunden werden.

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