Adidas will mit H&M und Zara um Jugend kämpfen
Baku, den 1. Februar (AZERTAG). Das erste Geschäft der Adidas-Linie „Neo“ steht in Hamburg. Kunden können die Spiegel bitten, Filme zu drehen und auf Facebook zu stellen.
Steht mir das wirklich? Im neuen Geschäft der Adidas-Linie Neo in Hamburg reicht ein Blick in den Spiegel, um nicht nur die eigene Meinung sondern auch die von Freunden zu erhalten. In dem Geschäft, das spärlich dekoriert wie eine Fabrikhalle wirkt, steht das wuchtige High-Tech-Gerät.
Man kann sich einfach selbst anschauen, oder über eine Konsole den Spiegel auffordern, einen Film zu drehen und ihn - mit cooler Musik unterlegt - auf Facebook hochzuladen. Freunde weltweit können ihre Meinung dazu abgeben, wie cool die neuen Klamotten wirklich sind
Adidas eröffnet am Donnerstag in Hamburg den ersten von zehn geplanten Läden in Deutschland. Das Sportunternehmen aus Herzogenaurach möchte damit Teenager im Alter zwischen 14 und 19 Jahren ansprechen und erstmals in direkte Konkurrenz zu etablierten Modeketten wie H&M, Zara, Abercrombie & Fitch, GAP oder New Yorker treten. „Neo vervollständigt unsere Markenarchitektur“, erklärt Adidas-Markenvorstand Erich Stamminger. Die Klamotten werden künftig das modische Einstiegssegment von Adidas sein - hinter Marken wie Adidas Originals, SLVR, Y-3 und Porsche Design.
Für Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer ist der deutsche Markt ein Testgelände. Sollte sich Neo hierzulande durchsetzen, soll die Expansion in Europa in Angriff genommen werden. Neo selbst ist so neu nicht. Mitte 2010 startete Adidas in China. Dort gibt es heute 1000 Läden mit dem neongrünen Logo, die von Franchise-Nehmern betrieben werden. Das globale Ziel: Die Umsätze mit Neo sollen von derzeit 400 Millionen Euro auf 1 Milliarde Euro bis 2015 steigen.
Schon jetzt steht fest, dass die Geschäfte die modernsten Geschäfte ihrer Art sein werden - sie geben einen Vorgeschmack, wie sich das Einkaufen in der Zukunft entwickelt. Die Adidas-Entwickler entschieden sich, alles möglichst interaktiv zu gestalten.