Alle Finalteilnehmer stehen fest
Malmö, den 17. Mai (AZERTAG). Dicht gedrängt im Presseraum warten Hunderte Journalisten auf die zehn Teilnehmer, die im zweiten Halbfinale erfolgreich waren, darunter Gianluca Bezzina aus Malta, Eythor Ingi aus Island und Alex Marta aus Ungarn. Die Teilnehmer blicken überglücklich in die Kameras, drücken einander, ein paar Freudentränen glänzen in manchem Augenwinkel, auf dem engen Raum des roten Teppichs für die Fotografen feiern sie.
Zeit für Fragen an die neu hinzugekommenen Finalisten. Vor den ersten Statements löst jedoch Aserbaidschans Künstler Farid Mammadov ein Versprechen ein: Sollte er ins Finale kommen, würde er vor aller Augen einen Rückwärtssalto machen - das schafft er mit Bravour und so schnell, dass unsere Kameras es nicht festhalten können. In gelöster Stimmung erzählt Krista Siegfrids, sie habe ihre Mailbox noch nicht gecheckt, ob ihr Verlobter endlich den heiß ersehnten Heiratsantrag gemacht hat und Ungarns Singer-Songwriter gibt zu, er habe vor Aufregung den ganzen Tag nichts essen können. Die einzig richtige Antwort auf die ständige Frage, wie man sich nach dem Weiterkommen fühlt, liefert Gianluca, indem er Loreens Vorjahressong „Euphoria“ singt. Auch Rumäniens Tenor singt eine Dankesarie und widmet diese seinem Vater.
Da ihr Teilnehmer Farid Mammadov weitergekommen ist, kündigt Urligga Yasimova von der Delegation aus Aserbaidschan erfreut an: „Wir warten jetzt auf den Sieg“. Im Pressezentrum ist außerdem jemand anwesend, der vor drei Jahren in Düsseldorf gesiegt hat. Ell von Ell&Nikki sagte im Gespräch mit eurovision.de: „Ich bin so glücklich, ich bin sehr stolz auf Aserbaidschan und auf Farid. Ich war in der Halle sehr weit oben und konnte von dort gut sehen. Ich finde, Schweden macht nicht nur einen tollen Job als Ausrichter dieses Festivals, sie stecken viel Herzblut in ihre Arbeit.“ Spät in der Nacht werden noch die letzten Kurzinterviews gegeben, während die ersten Kandidaten schon längst auf der Party sind, um ihr Weiterkommen zu feiern. Nach dem Sieg ist vor dem Finale, gilt jetzt für die zwanzig weiter gekommenen Teilnehmer, die in zwei Tagen eine neue Chance auf den Platz eins haben.
Die Würfel sind gefallen: Alle Tickets für das Finale des Eurovision Song Contest 2013 in Malmö sind verteilt. Im zweiten Halbfinale konnten sich die letzten zehn Kandidaten für die Endrunde am 18. Mai qualifizieren. Die Gastgeberin des Abends, Moderatorin Petra Mede, verkündete am Ende einer zweistündigen, musikalisch bunt durchmischten Show, wer am Sonnabend um den Sieg beim weltgrößten Musikwettbewerb singen darf. Im Finale sind ByeAlex aus Ungarn, Farid Mammadov aus Aserbaidschan, Sophie und Nodi aus Georgien, Cezar aus Rumänien, Margaret Berger aus Norwegen, Eythor Ingi Gunnlaugsson aus Island, Dorians aus Armenien, Krista Siegfrids aus Finnland, Gianluca Bezzina aus Malta und Koza Mostra & Agathonas Iakovidis aus Griechenland.
Mit den zehn Künstlern aus dem zweiten Halbfinale sind alle Startplätze verteilt und der Final-Show am 18. Mai steht nichts mehr im Wege. Im ersten Halbfinale am 14. Mai qualifizierten sich bereits zehn Kandidaten für die Show am Sonnabend. Automatisch beim Finalabend dabei sind die fünf großen Geldgeber-Nationen Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und England sowie das Gastgeberland Schweden.