American Airlines macht Milliardenverlust
Baku, den 16. Februar (AZERTAG). Die angeschlagene Fluggesellschaft American Airlines rutscht immer tiefer in die Krise. Erst kürzlich hatte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, für 2011 schlägt ein Verlust von zwei Milliarden Dollar zu Buche. Trotzdem hofft der Konzernchef auf die Wende.
Für die traditionsreiche Fluggesellschaft American Airlines wird die Lage immer düsterer. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen ein Minus von zwei Milliarden Dollar - dreimal so viel wie 2010. Grund waren die gestiegenen Spritpreise, aber auch hohe Abschreibungen etwa auf ältere Flugzeuge.
Der Großteil der Verluste fiel im Schlussquartal an, wie der Mutterkonzern AMR berichtete. Die Gesellschaft, zu der auch die Regionalfluglinie American Eagle gehört, hatte im November Insolvenz angemeldet. Der Betrieb geht aber weiter und das Management rechnet damit, dass ein Neustart gelingt. Immerhin stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 24 Milliarden Dollar. Die Fluggesellschaft hatte die Ticketpreise erhöht.
Auch andere große US-Fluglinien hatten sich schon durch eine Insolvenz gequält und schreiben heute wieder satte Gewinne. American Airlines will zum einen seine überalterte Flotte erneuern und hat darum eine Großbestellung bei Airbus und Boeing laufen. Zum anderen soll Personal abgebaut werden. 13.000 von insgesamt 88.000 Jobs stehen auf der Kippe.
Nur wenige Stunden vor Bekanntgabe der Geschäftszahlen hatte der neue Firmenchef Tom Horton verkündet, dass zwei Spitzenmanager das Unternehmen verlassen. Horton will insgesamt zwei Milliarden Dollar jährlich einsparen und gleichzeitig mit weniger Leuten den Umsatz um eine Milliarde Dollar steigern. Bei dem Sanierungsplan müssen aber Gläubiger und Banken mitspielen.
American Airlines ist die Nummer drei unter den amerikanischen Fluglinien nach United Continental und Delta. Zu den Partnern der Gesellschaft gehört Air Berlin. Die beiden sind Mitglieder im Luftfahrt-Bündnis Oneworld.