Aserbaidschans Ombudsfrau fordert internationale Anerkennung des Völkermords von Chodschali
Khankendi, 23. Februar, AZERTAC
Anlässlich des Jahrestages des Völkermords von Chodschali hat Sabina Aliyeva, Menschenrechtsbeauftragte Aserbaidschans, die internationale Gemeinschaft aufgerufen, das Massaker rechtlich anzuerkennen.
In ihrer Erklärung bei einer Gedenkveranstaltung an der Universität Karabach erinnerte Aliyeva an die Tötung von 613 Zivilisten am 26. Februar 1992 durch armenische Streitkräfte und das 366. Motorschützenregiment der ehemaligen UdSSR. Unter den Opfern waren 106 Frauen, 63 Kinder und 70 ältere Menschen. Zahlreiche Familien wurden völlig liquidiert, Hunderte Menschen verschleppt und gefoltert.
Aliyeva betonte zudem, dass der Völkermord von Chodschali schwerwiegende Verstöße gegen internationales Menschenrechts- und humanitäres Recht darstelle. Sie rief internationale Organisationen dazu auf, Maßnahmen zur rechtlichen Anerkennung des Verbrechens zu ergreifen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Gedenkveranstaltung würdigte zudem die Wiederaufbauarbeiten in den von der armenischen Besatzung befreiten Gebieten, darunter Chodschali, sowie die Rückkehr der Bewohner in ihre Heimatorte.