Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Biowaffen-Anschlag könnte mehrere Kontinente treffen

Baku, den 27. Juli (AZERTAG). Gegen einen Terroranschlag mit Biowaffen sind westliche Städte gut gewappnet - das zumindest glaubte man bisher. Eine Studie weckt nun Zweifel daran. Computersimulationen haben ergeben, dass der Pocken-Erreger sich rasend schnell über mehrere Kontinente verbreiten würde.

Ein Angriff mit nuklearen oder chemischen Waffen auf eine Großstadt hätte grausige Folgen - aber wenigstens wäre schnell klar, womit man es zu tun hat. Eine Attacke mit Biowaffen dagegen ist wesentlich heimtückischer: Ein Infizierter kann den Erreger lange mit sich herumtragen, bevor die Krankheit ausbricht und bis dahin viele weitere Menschen anstecken. Bis die Behörden dahinter einen Angriff erkennen, können Tage oder gar Wochen vergehen.

In dieser Zeit kann sich die Krankheit überraschend weit verbreiten, wie eine Studie jetzt ergeben hat. Bisherige Untersuchungen besagten zwar, dass westliche Städte relativ gut auf einen Terroranschlag mit Biowaffen vorbereitet wären, schreiben Alessandro Vespignani von der Northeastern University in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) und seine Kollegen im Fachblatt „Scientific Reports“. Allerdings seien dabei oft die Folgen menschlicher Bewegungsmuster außer Acht gelassen worden.

Und die können entscheidend sein, betonen Vespignani und sein Team. Die Wissenschaftler sind in ihrem Modell von zwei unterschiedlichen Szenarien ausgegangen. Im ersten haben sich fünf Terroristen absichtlich mit dem Pockenvirus infiziert und sich dann so lange wie möglich durch London bewegt. Im zweiten Szenario berechneten die Wissenschaftler, was geschähe, wenn zehn Bewohner der Metropole ohne ihr Wissen mit dem Virus infiziert werden.

Rasende Verbreitung über mehrere Kontinente - Die Ergebnisse waren in beiden Fällen ähnlich - und änderten sich auch dann kaum, wenn die Forscher statt London eine andere Stadt auswählten, etwa Paris oder New York. Der Erreger verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit. „Bevor die Freisetzung überhaupt erkannt wird, kann es zu Ausbrüchen auf mehreren Kontinenten kommen“, heißt es in der Studie. Innerhalb von nur zwei Wochen wären demnach große Teile Europas mit hoher Wahrscheinlichkeit betroffen. Das gleiche gilt für Metropolen in den USA, in Arabien, Asien und Afrika (siehe Grafik).

Die Gegenmaßnahmen, die sich in früheren Simulationen als wirksam erwiesen hätten - ein schnelles Erkennen des Angriffs, die sofortige Einleitung von Impfungen und die Nachverfolgung von Kontakten -, seien bei einem solchen Szenario kaum ausreichend, schreiben Vespignani und seine Kollegen. Für besonders bedenklich halten sie die mögliche Verbreitung der Krankheit in ärmeren Länder, die weder über effektive Quarantänemöglichkeiten noch ausreichende Impfstoffmengen verfügen.

Die Forscher betonen, dass ihre Berechnungen eher konservativ seien. So würden Mediziner, die die Opfer des Terroranschlags behandeln, zunächst wahrscheinlich gar nicht darauf kommen, dass es sich um eine Pockeninfektion handelt - bis sich die ersten unmissverständlichen Symptome zeigten. Deshalb würden bis zum Erkennen der Epidemie vermutlich noch weitere Tage ins Land gehen.

Warum aber haben die Forscher ausgerechnet die Pocken gewählt? Schließlich gilt die Krankheit seit 1980 als ausgerottet; der Erreger existiert seitdem nur noch in zwei Hochsicherheitslabors in den USA und Russland, zumindest offiziell.

Vespignani und seine Kollegen räumen zwar ein, dass ein Terrorangriff mit den Pocken ziemlich unwahrscheinlich ist. Andererseits sei der Erreger für Terroristen eine verlockende Waffe, da in der Bevölkerung 30 Jahre nach dem Ende der Impfkampagnen kaum noch ein Immunschutz bestehen dürfte. Zudem sind die Pocken hoch ansteckend und äußerst tödlich. Ohne Behandlung sterben etwa 30 Prozent der Infizierten. Ein weiteres Argument für die Pocken als Basis für die Berechnungen sei, dass sie häufig auch in Computermodellen zur Vorbereitung auf Bioterrorismus mit anderen Erregern eingesetzt würden.

Die Studie könnte allerdings auch eine gute Nachricht enthalten. Die Angreifer können kaum kontrollieren, wen sie treffen. „Sie glauben vielleicht, dass sie nur das ursprüngliche Zielgebiet schädigen“, sagte Vespignani der Nachrichten-Website „Defense One“. Aber die Krankheit werde sich „leicht und schnell über die ganze Welt verbreiten“, womöglich auch ins Heimatland der Terroristen. „Wenn man diese Art Waffe benutzt“, sagt Vespignani, „gibt es keinen Sieger - das steht fest.“

 

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Verteidigungsministerium präsentiert Video-Rückblick auf Ereignisse vergangener Woche

Türkischer Präsident: Garabagh ist aserbaidschanisches Gebiet und wird es für immer bleiben

Aserbaidschan startet mit 1:1 gegen Litauen in UEFA-Nationenliga

AZERTAC-Mitarbeiter besuchen Siegespark

Video über Besuch von Präsident Ilham Aliyev im Siegespark veröffentlicht VIDEO

FIA-Präsident: Baku City Circuit besticht durch seine Einzigartigkeit

Staats- und Regierungsvertreter besuchen Siegespark in Baku

Gedenktag: Helden des Sieges mit tiefem Respekt geehrt

27. September – Beginn des 44-tägigen Weges zum Sieg

Gefallene in Aserbaidschan mit Schweigeminute geehrt

Menschenrechtsbeauftragte veröffentlicht Erklärung zum Gedenktag

Stellvertretender Außenminister: Aserbaidschan will 2027 UNAOC-Weltforum ausrichten

Aserbaidschan startet in UEFA-Nationenliga

Aserbaidschans Außenminister führt in New York 37 bilaterale Gespräche und unterzeichnet 17 Dokumente

Gedenktag: Präsident Ilham Aliyev besucht Siegespark in Baku VIDEO

Beitrag von First Lady Mehriban Aliyeva zum Gedenktag am 27. September veröffentlicht

Außenministerium Aserbaidschans veröffentlicht Erklärung zum Gedenktag am 27. September

Gedenktag am 27. September: Auf Social-Media-Accounts von Präsident Ilham Aliyev ein Beitrag veröffentlicht

Dokumentarfilm zum Gedenken an den 27. September in Rom vorgeführt

München gewinnt den nationalen Olympia-Wettbewerb

Minenexplosion im Bezirk Latschin

Beitrag zum Formel-1-Aserbaidschan-Grand-Prix auf Social-Media-Konten von Präsident Ilham Aliyev veröffentlicht VIDEO

Präsident Ilham Aliyev und First Lady Mehriban Aliyeva verfolgen Formel-1- Rennen von Aserbaidschan GP VIDEO

Sieger des Formel-1-Grand-Prix von Aserbaidschan geehrt

Präsident Ilham Aliyev nimmt an Veranstaltung im Rahmen des 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforums teil AKTUALISIERT VIDEO

Präsident Ilham Aliyev trifft FIS-Präsidenten VIDEO

Formel-1-Aserbaidschan GP: George Russell feiert Sieg in Baku

Vulkanausbruch im Rayon Garadagh registriert

Präsident Ilham Aliyev trifft FIA-Chef VIDEO

Jeyhun Bayramov: Aserbaidschan seit 2020 internationale Hilfe in Höhe von mehr als 400 Millionen US-Dollar geleistet

SOCAR und Italienischer Fußballverband vereinbaren strategische Zusammenarbeit

Feierliche Eröffnungszeremonie des Jubiläums-Grand-Prix von Aserbaidschan

23 Dokumente über Investitionsprojekte im Wert von 10,8 Milliarden Dollar unterzeichnet

Gedenkveranstaltung zum 27. September in Berlin

Aserbaidschans Premierminister Ali Asadov trifft syrischen Wirtschafts- und Industrieminister

Energieminister: Ausbau erneuerbarer Energien gehört zu Aserbaidschans Prioritäten

Im Rahmen des 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforums unterzeichnete Dokumente ausgetauscht AKTUALISIERT VIDEO

Rafael Câmara gewinnt zweites Formel-2-Rennen

Aserbaidschans Außenminister trifft UN-Generalsekretär in New York

Kleines Wasserkraftwerk „Minkend“ eröffnet und Grundstein für Produktionsanlage des Projekts „Textilcluster“ gelegt VIDEO

Vizepremierminister von Aserbaidschan und Russland erörtern Wirtschaftsbeziehungen

Preis von Azeri Light kostet mehr als 123 US-Dollar

Aserbaidschan und Marokko erörtern Perspektiven der Zusammenarbeit

Formel-1-Aserbaidschan-Grand-Prix geht heute zu Ende

Präsident Ilham Aliyev: Mehr als 70 Prozent des BIP entfallen auf den Nichtölsektor

Präsident Ilham Aliyev nennt für Investoren interessante Bereiche in Aserbaidschan

Präsident Ilham Aliyev: Wir wollen ein sehr zuverlässiger Stromlieferant sein

Aktueller Ölpreis

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan ist einer der sichersten Orte der Welt

GIP-Gründer: Wenn ich Aserbaidschaner wäre, würde ich ebenfalls für Ilham Aliyev stimmen

Präsident Ilham Aliyev: Vor 30 Jahren unterzeichnete Verträge sind weiterhin unverändert

Gold- und Silberpreise steigen

Präsident: Politische und wirtschaftliche Stabilität besteht in Aserbaidschan seit mehr als 30 Jahren

Präsident: Aserbaidschan gehört zu den wenigen Ländern, die aktiv an den Ost-West- und Nord-Süd-Korridoren beteiligt sind

Fortschritte bei von BP betriebenen Projekten in Aserbaidschan erörtert

Aserbaidschan und Kambodscha erörtern bilaterale und regionale Zusammenarbeit

Präsident Ilham Aliyev: Öl und Gas werden weiterhin die Wirtschaft dominieren

Präsident Ilham Aliyev: Einige traditionelle Lieferketten sind gewissen Risiken ausgesetzt

Präsident Ilham Aliyev: Wir verfügen über enormes Potenzial im Bereich erneuerbarer Energien

Präsident Ilham Aliyev: Viele führende internationale Unternehmen betrachten Aserbaidschan als zuverlässigen Partner

Erster Tag des 2. Internationalen Investitionsforums Aserbaidschans geht zu Ende

Außenminister Bayramov: Beendigung des Minsker Prozesses der OSZE ist ein wichtiger Schritt

Aserbaidschan und China erörtern Perspektiven für weiteren Ausbau der Wirtschafts- und Investitionszusammenarbeit

Außenminister Bayramov hebt regionale Initiativen Aserbaidschans bei ECO-Ministertagung hervor

Aserbaidschan und Slowenien erörtern Perspektiven ihrer Beziehungen

Jeyhun Bayramov: Aserbaidschan setzt sich weiterhin für Nord-Süd-Dialog ein

Deutschland und Aserbaidschan erörtern Wirtschaftspartnerschaft

Tadschikischer Premierminister: Wir messen dem Ausbau der Beziehungen zu Aserbaidschan große Bedeutung bei

Führung des Verteidigungsministeriums beobachtet Ausbildung im Rahmen der Militärübung

Innenministerien Aserbaidschans und der Türkei erörtern Ausbau der Zusammenarbeit

Russell holt Pole-Position beim Qualifying zum Großen Preis von Aserbaidschan – Antonelli scheidet überraschend aus

Premierminister von Aserbaidschan und Tadschikistan treffen sich in Baku

Präsident Ilham Aliyev: Unser Investitionsansatz geht über Anziehung von Kapital hinaus

Aserbaidschanisches Öl verteuert sich um mehr als 4 Dollar

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan ist für immer mehr Länder ein zuverlässiger Energiepartner

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan ist zu einem wichtigen Bindeglied und Tor zwischen Asien und Europa geworden

Präsident Ilham Aliyev: Der sich abzeichnende Frieden im Südkaukasus schafft neue Möglichkeiten für regionale Zusammenarbeit und Investitionen

Verstappen setzt Mercedes-Dominanz ein Ende

Präsident Ilham Aliyev empfängt Vorsitzenden von Global Infrastructure Partners VIDEO

Armeniens Premierminister: Armenien bereit, Zusammenarbeit mit Aserbaidschan bei Minenräumung fortzusetzen und zu vertiefen

Gold- und Silberpreise legen zu

Präsident Ilham Aliyev empfängt CEO von Brookfield Asset Management VIDEO

Präsident Ilham Aliyev empfängt Vorsitzenden und CEO von Neuberger Berman VIDEO

2. Internationales Investitionsforum Aserbaidschans in Baku eröffnet

Präsident Ilham Aliyev telefoniert mit Georgiens Premierminister Irakli Kobakhidze

Präsident Ilham Aliyev empfängt Premierminister Tadschikistans VIDEO

37. hochrangiges Treffen des Internationalen Nizami-Ganjavi-Zentrums in New York beendet

Außenminister Aserbaidschans und Armeniens erörtern Friedensagenda und Öffnung von Verkehrsverbindungen

Bayramov und US-Wirtschaftsvertreter beraten über strategische Partnerschaft

Ölpreise an Börsen gesunken

Bayramov: Aserbaidschan hat seine geografische Lage zu einem wichtigen Logistik-, Transit- und Energieknotenpunkt ausgebaut

Tadschikistans Premierminister zu Besuch in Aserbaidschan

Tadschikistans Premierminister zu Besuch in Aserbaidschan

Vorbereitungstraining für Militärübung „Stärke der Einheit – 2026“ in Baku

Aserbaidschan will Partnerschaft mit afrikanischen Staaten ausbauen

Jeyhun Bayramov informiert über Vorbereitungen für OIC-Gipfel 2027

EU-Länder machen mehr als 53 Prozent der Exporte Aserbaidschans aus

Rumänien steigert Ölimporte aus Aserbaidschan um 18,8 Prozent

Griechische Medien: Großer Preis von Aserbaidschan zählt zu den unberechenbarsten Rennen der Formel 1

Regierung berät über Staatshaushalt und Wirtschaftsprognosen für 2027