Chávez dementiert Gerüchte über seinen Tod
Baku, den 24. April (AZERTAG). In einem Telefoninterview hat sich Venezuelas Präsident Chávez zu Wort gemeldet - und damit die Gerüchte über seinen Tod zerstreut. Sogar seine Mutter machte sich schon Sorgen.
Neun Tage lang hat der an Krebs erkrankte venezolanische Präsident Hugo Chávez kein direktes Lebenszeichen von sich gegeben - prompt machten Gerüchte über seinen Tod die Runde. Am Montag meldete er sich mit fester Stimme per Telefon im staatlichen Fernsehen zu Wort. „Es scheint, als ob wir uns an solche Spekulationen gewöhnen müssen“, sagte Chávez.
Vor dem Telefonat hatte bereits ein enger Mitarbeiter des Präsidenten die Spekulationen zurückgewiesen. Chávez unterzieht sich derzeit einer Strahlentherapie auf Kuba. Im Gegensatz zu früheren Behandlungen dort hatte er sich in den vergangenen Tagen aber nur via Twitter gemeldet.
„Manche Menschen wollen sehen, wie ich hier raus sprinte ... noch nicht, ich muss mich erholen. Ich muss mich ausruhen und auf meine Diät achten, auf die Behandlung und meinen Tagesablauf“, sagte der langjährige Präsident in dem Telefonat weiter. „Diese Gerüchte sind manchmal niederschmetternd.“ Die Meldungen über seinen angeblichen Tod seien dieses Mal so hartnäckig gewesen, dass sich sogar schon seine Mutter Sorgen machte - bis der 57-Jährige bei ihr anrief.
In weniger als sechs Monaten will sich Chávez in Venezuela wieder zur Wahl stellen. Seine Krankheit hat allerdings die Frage aufgeworfen, ob er überhaupt einen Wahlkampf führen kann. Nach einer Krebsbehandlung Mitte 2011 hatte Chávez zunächst erklärt, er sei geheilt. Im März war ihm aber ein weiteres Krebsgeschwür im Becken entfernt worden.
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