Gemeinsames Expertengutachten Aserbaidschans, Kasachstans, Russlands und der ICAO: Flugzeug wurde abgeschossen
Baku, 26. Dezember, AZERTAC
Die aserbaidschanische Seite hat einen Untersuchungsbericht über eine vorläufige Erklärung Kasachstans verbreitet, die anlässlich des Jahrestages des Absturzes des Passagierflugzeuges vom Typ Embraer 190 der aserbaidschanischen Fluggesellschaft Azerbaijan Airlines veröffentlicht wurde.
Wie AZERTAC berichtet, heißt es im Bericht, dass die Untersuchung des Absturzes der Maschine auf der Grundlage von Anhang Nr. 13 zum Abkommen von Chicago über die internationale Zivilluftfahrt fortgesetzt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die Untersuchung vom Verkehrsministerium Kasachstans unter Beteiligung von Vertretern der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), Aserbaidschans, Brasiliens und Russlands durchgeführt wird. Neben dieser Untersuchung führen auch die Ermittlungsbehörden von drei Ländern (Aserbaidschan, Kasachstan und Russland) im Rahmen ihrer Zuständigkeiten strafrechtliche Ermittlungen zu dem Vorfall durch.
Nach den Anforderungen der ICAO veröffentlichte Kasachstan am 4. Februar dieses Jahres einen vorläufigen Bericht, der lediglich die festgestellten Fakten widerspiegelte und keine Analyse oder Schlussfolgerungen enthielt.
Der Abschlussbericht, der die Ergebnisse der im Rahmen der Chicagoer Konvention durchgeführten Untersuchung enthalten soll, konnte bis zum Jahrestag des Unglücks nicht fertiggestellt werden. Aus diesem Grund legte Kasachstan der Öffentlichkeit eine Zwischenmitteilung nach den Anforderungen der ICAO vor.
In dem Dokument der Zwischenmitteilung wird hervorgehoben, dass die Sauerstoffflaschen nicht beschädigt waren, was einen internen Explosionsvorfall ausschließt. Zudem enthält das Dokument Informationen darüber, dass die fremden metallischen Gegenstände, die als Fragmente eines Sprengsatzes identifiziert wurden und das Flugzeug beschädigten, zu einem Waffensystem gehören. Gleichzeitig wird im Text der Zwischenmitteilung das Modell dieses Waffensystems nicht genannt. Es sei daran erinnert, dass die Zugehörigkeit dieses Waffensystems zu den Luftverteidigungskräften des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation bereits in einer politischen Erklärung des Präsidenten dieses Landes erwähnt wurde.
Es wird darauf hingewiesen, dass die kasachische Seite in der nächsten Phase der Öffentlichkeit den Text des Abschlussberichts vorlegen muss, der die Ergebnisse der abgeschlossenen Untersuchung widerspiegelt. Im Gegensatz zum Zwischendokument soll der Abschlussbericht detaillierter sein, sämtliche im Zusammenhang mit der Untersuchung ermittelten Fakten enthalten, eine Analyse der Ursachen des Unglücks liefern sowie Empfehlungen zur Verhinderung ähnlicher Unfälle in der Zukunft geben.
Aus dem Bericht der kasachischen Seite sowie aus dem gemeinsamen Gutachten der Experten aus Aserbaidschan, Russland, Kasachstan, Brasilien und der ICAO geht eindeutig hervor, dass das Flugzeug nicht wegen eines technischen Defekts die Kontrolle verlor und abstürzte, sondern durch äußeren Eingriff, nämlich durch einen Schlag.