Hajiyev fordert Aufklärung über Schicksal Vermisster
Khankendi, 1. Mai, AZERTAC
Aserbaidschan wartet seit fast 30 Jahren auf Aufklärung über das Schicksal tausender vermisster Personen. Das sagte der Assistent des Präsidenten von Aserbaidschan und Leiter der Abteilung für außenpolitische Angelegenheiten in der Präsidialverwaltung, Hikmat Hajiyev, gegenüber Journalisten in Khankendi.
Hajiyev erklärte, dass während der Besatzungszeit infolge militärischer Aggression Armeniens tausende aserbaidschanische Bürger gefangen genommen oder als Geiseln festgehalten worden seien, über deren weiteres Schicksal bis heute keine Informationen vorlägen. Derzeit gelte das Schicksal von rund 4.000 Vermissten als ungeklärt, die überwiegende Mehrheit davon seien Zivilisten.
Er ergänzte, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz im Laufe der Jahre zwar bestimmte Informationen gesammelt habe, seine Arbeit im Rahmen des Mandats jedoch nicht vollständig abschließen konnte.
„Wir haben über verschiedene Kanäle, auch über Vertreter der Zivilgesellschaft Armeniens, an die Gegenseite appelliert. Die Familien warten weiterhin auf Informationen über ihre Angehörigen“, betonte Hajiyev.