Havariertes Schiff vor Neuseeland verliert Giftcontainer
Baku, den 13. Oktober (AZERTAG). Nach dem Schiffsunglück vor Neuseelands Nordinsel sind Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes auf den havarierten Frachter zurückgekehrt. Sie sollen schnellstmöglich das Schweröl aus den Treibstofftanks abpumpen, bevor das Schiff auseinanderbricht und noch verbliebenes Öl in die Bucht von Plenty fließen kann. Die Einsatzkräfte hatten das Schiff am Dienstag verlassen müssen, nachdem hohe Wellen den Frachter gegen ein Riff geworfen und sich große Risse im Rumpf gebildet hatten.
Die Behörden wiesen die Einwohner der Region an, einem von dem Unglück betroffenen Küstenabschnitt fernzubleiben. Von dem Frachter fielen nach Behördenangaben bislang knapp 90 der 1370 Container ins Meer. Darunter befinde sich auch ein Container mit einer Substanz, die in Verbindung mit Wasser gefährlich sei. Der Schifffahrtsbehörde zufolge waren insgesamt elf Container mit dieser Substanz beladen.
Der philippinische Kapitän des Frachters und sein Stellvertreter waren am Mittwoch festgenommen worden. Sie sorgten nach Ansicht der Ermittler mit ihrer Fahrweise für „unnötige Gefahren und Risiken“. Ihnen droht eine hohe Geldstrafe beziehungsweise bis zu zwölf Monate Haft.
Der unter liberianischer Flagge fahrende Containerfrachter „Rena“ war am Mittwoch vergangener Woche auf ein Riff aufgelaufen. An Bord waren insgesamt 1700 Tonnen Schweröl, die dem Schiff als Treibstoff dienten. Ein Teil davon trat bereits ins Meer aus und verschmutzte nahegelegene Strände. Das Unglück ereignete sich in einem Gebiet mit nahezu unberührter Natur.