Jazz-Mugham als Wiege: Haus-Museum von Vagif Mustafazade VIDEO
Baku, 23. April, AZERTAC
Das Haus-Museum ist dem Leben und Schaffen des aserbaidschanischen Jazz-Komponisten und -Interpreten Vagif Mustafazade (1940–1979) gewidmet. Es wurde am 28. Juli 1989 von seiner Mutter Zivar Aliyeva gegründet. Zivar Aliyeva gehörte zu den ersten Schülern von Uzeyir Hajibeyov und spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des musikalischen Geschmacks ihres Sohnes.
Nach ihrem Tod im Jahr 1997 wurde die Arbeit von seiner Cousine Afag Aliyeva fortgeführt. Im Jahr 2004 wurde das Haus-Museum umfassend renoviert, und am 16. März 2005 wurde es anlässlich des 65. Geburtstags des Komponisten wiedereröffnet.
Vagif Mustafazade, der Autor von Konzerten für Klavier und Symphonieorchester, der „Mugham“-Sinfonie (unvollendet) sowie zahlreicher Jazzkompositionen und Klavierstücke, gilt als Begründer des aserbaidschanischen Jazz. Er schuf eine Synthese aus dem nationalen Mugham und klassischem amerikanischen Jazz und legte damit den Grundstein für den Stil des „Jazz-Mugham“.
Im Museum werden insgesamt 1.241 Exponate gezeigt, darunter Fotografien, Plakate, Tonträger, Dokumente und persönliche Gegenstände, die das Leben und Schaffen des Komponisten dokumentieren. In der dreiräumigen Ausstellung befindet sich in der linken Ecke auch das erste Klavier von Vagif Mustafazade und seiner Tochter Aziza, das ursprünglich Zivar Aliyeva gehörte.