Konferenz zum Thema „Moderner Informationsraum und Religionsfreiheit“ in Schamachi
Schamachi, 16. Juli, AZERTAC
In der aserbaidschanischen Region Schamachi fand eine Konferenz zum Thema „Moderner Informationsraum und Religionsfreiheit“ statt.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Staatlichen Komitee für religiöse Angelegenheiten und der Agentur für Medienentwicklungs organisiert.
Wie ein AZERTAC Regionalkorrespondent berichtete, fand die Konferenz zum 150. Jahrestag der Aserbaidschanischen Nationalen Presse im Rahmen des Jahres der Verfassung und Souveränität in Aserbaidschan statt.
Zu Beginn der Konferenz besuchten Teilnehmer das Denkmal von Nationalleader Heydar Aliyev im Zentrum der Stadt Schamachi und legten Blumen am Denkmal nieder.
Die Konferenz wurde mit einer Rede von Tahir Mammadov, dem Leiter der Exekutivgewalt des Bezirks Schamachi, eröffnet. Er hob die besondere Aufmerksamkeit hervor, die Präsident Ilham Aliyev und Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva der Entwicklung von Schamach widmen. Mammadov wies auf die wichtigen Maßnahmen hin, die zur Erforschung und Wiederbelebung des historischen Erbes sowie der philosophischen Schulen des Bezirks ergriffen wurden. Er betonte, dass Aserbaidschan eine tolerante Gesellschaft fördere, in der verschiedene Religionsgemeinschaften friedlich und harmonisch zusammenleben, und dass die jüngsten Anstrengungen des Landes ein Modell des Humanismus widerspiegelten.
Ramin Mammadov, Vorsitzender des Staatlichen Komitees für die Arbeit mit religiösen Institutionen, gratulierte den Medienvertretern zum Tag der Nationalen Presse. Er betonte, dass der Nationalleader des aserbaidschanischen Volkes Heydar Aliyev die nationale Presse als ein wesentliches Instrument zur Aufklärung der Öffentlichkeit und zur Meinungsbildung betrachtete. Unter der Führung von Präsident Ilham Aliyev hätten institutionelle Reformen im Medienbereich besonders wirkungsvoll gegriffen.
Mammadov betonte zudem, dass moderne Medien heute nicht nur der Informationsverbreitung dienen, sondern auch bürgerschaftliche Verantwortung fördern und nationale sowie geistige Werte schützen. Er sprach die ideologischen Bedrohungen an, mit denen Aserbaidschan im religiösen Bereich konfrontiert ist, insbesondere durch soziale Medien, in denen Falschinformationen, verzerrte religiöse Inhalte und sektiererische Aufhetzung verbreitet werden. Die rasante technologische Entwicklung insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz– eröffne zwar neue Chancen, bringe jedoch auch neue Risiken mit sich. Mammadov fügte hinzu, dass Religion zwar moralische und philosophische Ideale vermittle, jedoch von bestimmten Gruppen oder Staaten auch als ideologisches Kampfmittel missbraucht werde.
Er unterstrich die starke, wenn auch oft unsichtbare Verbindung zwischen dem spirituellen Einfluss der Religion und der Informationswirkung der Medien. Beide spielen eine entscheidende Rolle bei der Prägung gesellschaftlicher Ethik und Werte – und gemeinsam verstärken sie ihren Einfluss auf die öffentliche Meinung und den sozialen Fortschritt.
Raschad Majid, Vorsitzender des Aserbaidschanischen Presserates, betonte die Notwendigkeit einer auf gegenseitigem Vertrauen basierenden Zusammenarbeit zwischen Medien und religiösen Institutionen. Er sagte, dass Veranstaltungen wie diese den öffentlichen Dialog förderten und die religiöse Toleranz stärkten. Zudem wies er darauf hin, dass sich die aserbaidschanische Presse seit langem dem Kampf gegen Unwissenheit und Aberglauben verschrieben habe – eine Aufgabe, der die Journalisten auch heute noch verpflichtet seien.
Die Parlamentsabgeordnete Tamam Jafarova sprach bei ihrer Rede von der Rolle der Medien in den vergangenen 150 Jahren. Sie würdigte den Einsatz der Journalisten während des 44-tägigen Vaterländischen Krieges und betonte ihren Mut im Kampf gegen Desinformation. Frau Jafarova erklärte, dass die aserbaidschanische Presse international wettbewerbsfähig sei und gut aufgestellt, um neuen Herausforderungen zu begegnen. Zugleich warnte sie vor neu aufkommenden Bedrohungen im religiösen Bereich in der Nachkriegszeit und rief die Medien dazu auf, zur Aufklärung beizutragen und Journalisten zur Spezialisierung im Bereich der Religionsberichterstattung zu ermutigen.
Vügar Aliyev, AZERTAC-Vorstandsvorsitzender, verwies auf die rasante Entwicklung der sozialen Medien neben den traditionellen Medien im heutigen Informationsraum. Im Gegensatz zu etablierten Medien begünstigen soziale Netzwerke die Verbreitung ungenauer oder absichtlich irreführender Inhalte, was in allen Ländern Bedenken hinsichtlich der Informationssicherheit aufwirft. Gerade im Bereich der Religionsfreiheit können solche Inhalte verzerrt oder gezielt manipuliert werden, was sich negativ auf die Wertevorstellungen der Gesellschaft und insbesondere auf die Überzeugungen junger Menschen auswirkt. Daher sei es eine zentrale Aufgabe von Informationsinstitutionen, religiöse Themen professionell, sachlich und verantwortungsbewusst zu vermitteln. Die Rolle der Medien gehe heute weit über die reine Informationsweitergabe hinaus – sie umfasst auch die Förderung von Aufklärung, nationalen und spirituellen Werten sowie religiöser Toleranz.
Die Konferenz wurde mit Panelsitzungen zu den Themen „Beziehungen zwischen Religion und Medien: Neue Ziele und Herausforderungen“ sowie „Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit“ fortgesetzt.
In seinen Abschlussworten dankte Ramin Mammadov den staatlichen Vertretern und Medienvertretern für ihre aktive Teilnahme.
Im Anschluss wurden Medienorganisationen, darunter auch AZERTAC, für ihren professionellen Ansatz und die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Berichterstattung über Themen im Zusammenhang mit dem Verhältnis von Staat und Religion mit Dankesurkunden ausgezeichnet.
Für den 16. Juli ist für die Konferenzteilnehmer eine Medientour in die religiösen Stätten in Schamachi geplant.
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In der Region Schamachi hat eine Konferenz unter dem Titel „Moderner Informationsraum und Religionsfreiheit“ begonnen, die gemeinsam vom Staatlichen Komitee für die Arbeit mit religiösen Institutionen und der Agentur für Medienentwicklung organisiert wird.
Wie ein Regionalkorrespondent von AZERTAC berichtet, findet die Veranstaltung anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Aserbaidschanischen Nationalen Presse statt. An der Arbeit dr Konferenz nehmen Vertreter des Staatlichen Komitees für religiöse Angelegenheiten, der Agentur für Medienentwicklung, der Exekutive des Bezirks Schamachi, aserbaidschanische Parlamentsmitglieder, Medienvertreter sowie religiöse Führer teil.
Zu Beginn der Konferenz besuchten Teilnehmer das Denkmal von Nationalleader Heydar Aliyev im Zentrum der Stadt Schamachi, legten Blumen am Denkmal von großem Leader nieder und ehrten sein liebevolles Andenken und.
Im Rahmen der Konferenz wird über den Schutz der Religionsfreiheit im heutigen digitalen Informationsraum sowie über die Umsetzung einschlägiger gesetzlicher Regelungen diskutiert. Weitere Themen sind die Steigerung der Wirksamkeit religiöser Bildung und die Förderung einer gesunden religiösen Sichtweise in der Gesellschaft durch den gezielten Einsatz digitaler Medien.
Das Programm umfasst außerdem eine Medientour in die religiösen Stätten in Schamachi.