Meteoriten vom Mars doch ohne Lebenszeichen
Baku, den 25. Mai (AZERTAG). In Meteoriten vom Mars hatten Forscher Kohlenstoffverbindungen gefunden und über Lebewesen spekuliert. Die Hoffnung auf Anzeichen für Aliens schwinden. Für die Moleküle gibt es eine andere Erklärung.
Neuer Rückschlag für all jene, die an kleine grüne Männchen oder andere Organismen auf dem Mars glauben. Die komplexen Kohlenstoffverbindungen in mehreren Meteoriten vom Mars stammen nicht von Lebewesen.
Das berichten Wissenschaftler um den Mikrobiologen Andrew Steele von der Carnegie Institution in Washington nach der Untersuchung von elf auf der Erde entdeckten Brocken vom Roten Planeten. Die Analyse deute darauf hin, dass die Kohlenstoffverbindungen aus dem Magma von Marsvulkanen stammten. Das Team berichtet im Journal „Science“ über die Ergebnisse.
Schon lange streiten Wissenschaftler darüber, ob solche Kohlenstoffverbindungen in den Marsmeteoriten überhaupt vom Roten Planeten stammen. Diese Diskussion führen Steele und seine Kollegen mit ihrer Analyse fort.
Möglicher Hinweis - Das Team hatte unter anderem sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in den Gesteinsbrocken untersucht. Diese Moleküle sind vergleichsweise groß und komplex - das ist für viele Experten ein möglicher Hinweis auf einen biologischen Ursprung.
In zehn der elf untersuchten Meteoriten fanden sich komplexe Kohlenstoffverbindungen. Dass es solche Verbindungen in Marsmeteoriten gibt, war bereits vor der Untersuchung bekannt - unklar war aber ihre Herkunft.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass organischer Kohlenstoff in Basalt vom Mars nahezu überall vorhanden ist2 schreibt das Team, betont aber zugleich: „Er entstand beim Erstarren des Gesteins, nicht durch biologische Prozesse.“ Die Moleküle fanden sich im Inneren von Mineralien aus dem Magma, heißt es in „Science“ weiter. Dies deutet darauf hin, dass die Moleküle eingeschlossen wurden, als die Mineralien auskristallisierten.