Naturressourcen für 2012 bereits jetzt verbraucht
Baku 23. August (AZERTAG). Eine Erde ist für die Menschheit nicht genug. Nach Berechnungen des WWF haben wir schon jetzt die gesamten Ressourcen ausgenutzt, die unser Planet innerhalb eines Jahres regenerieren kann.
Laut WWF hat die Menschheit die natürlichen Ressourcen des gesamten Jahres 2012 bereits in weniger als neun Monaten aufgebraucht. Das zumindest geht aus neuen Berechnungen zum Ökologischen Fußabdruck des Global Footprint Networks hervor, an dem auch die Umweltschutzorganisation beteiligt ist.
Berücksichtigt wurden dabei der Verbrauch von Holz, landwirtschaftlichen Früchten, Fischen und das Potenzial der CO2-Speicherung in der Biosphäre. Aus den Kapazitäten wurde ein Durchschnitt ermittelt und auf 365 Tage hochgerechnet.
Ressourcen werden immer schneller verbraucht-Besonders alarmierend sei, dass die begrenzten Ressourcen durch den weiter wachsenden Konsum und die steigende Weltbevölkerung immer schneller verbraucht würden, warnt der WWF in seiner Erklärung.
Notwendig wären eineinhalb Erden-Bereits jetzt seien die Folgen katastrophal: Artensterben, Klimawandel, Wassermangel und der Kollaps der Fischbestände führten uns deutlich vor Augen, dass der Planet aus den Fugen geraten sei. Derzeit beanspruche die Menschheit bereits so viele Ressourcen, dass eineinhalb Erden notwendig wären, um diese nachhaltig bereitzustellen, so Heinrich.
Ein ähnlich düstere Szenario zeichnet der aktuelle Living Planet Report 2012 des WWF: Dem Report zufolge verdrängt der Mensch in immer stärkerem Maße Pflanzen und Tiere. Die Bestandszahlen ausgewählter Tierarten gehen demnach seit 1970 im Schnitt um 30 Prozent zurück. In tropischen Regionen beträgt der Rückgang sogar durchschnittlich 60 Prozent.
Reiche Länder verantwortlich-Für die grenzenlose Ausbeutung des Planeten macht der WWF vor allem die reichen Länder verantwortlich. Die bittere Ironie sei, dass die ärmeren Länder am wenigsten für die Übernutzung des Planeten könnten, gleichzeitig aber am stärksten unter den Folgen litten, sagte Heinrich.
Um der verheerenden Entwicklung zu begegnen, fordert der WWF, den Anteil nachhaltiger erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2030 global auf mindestens 40 Prozent zu steigern.
Dringend notwendig seien zudem ein besserer Schutz der Ökosysteme, ein Stopp der Waldvernichtung, eine umweltfreundlichere Produktionsweise und veränderte Konsumgewohnheiten.
Bis zum Jahr 2050 müssten auch die Treibhausgasemissionen um mindestens 80 Prozent reduziert werden, andernfalls lasse sich der Klimawandel nicht begrenzen.