Neue Wege in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung beschreiten
Baku, den 29.Oktober (AZERTAG). Seit August 2011 wird in Aserbaidschan das erste BMELV-Twinning-Projekt zum Thema landwirtschaftliche Berufsausbildung umgesetzt. Es trägt nachhaltig zur Vertiefung der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen in den Bereichen Landwirtschaft und Bildung bei.
Unter dem Titel „Verbesserung der beruflichen Erstausbildung in der Landwirtschaft in der Republik Aserbaidschan“ zielt das Projekt darauf ab, am Beispiel der beruflichen Ausbildung in der Landwirtschaft eine umfassende Neuausrichtung der beruflichen Bildung in Aserbaidschan einzuleiten.
Dabei geht es sowohl um die Neugestaltung der gesetzlichen Grundlagen als auch um die Definition moderner Ausbildungsstandards und die Entwicklung entsprechender Lehrpläne und Lehrmaterialien. Im Projekt fachlich fortgebildete Lehrer werden die neuen Ausbildungsgänge an ausgesuchten Pilotschulen beispielhaft umsetzen. Auf diesem Wege soll das Projekt zum Aufbau einer ökonomisch effizienten und sowohl ökologisch als auch sozial ausgerichteten Agrarwirtschaft in Aserbaidschan beitragen.
Als Partner sind auf aserbaidschanischer Seite neben dem Bildungsministerium auch das Landwirtschaftsministerium und die Aserbaidschanische Agraruniversität in Gandscha in das 21-monatige Projekt eingebunden. Der seit vielen Jahren in der aserbaidschanischen Agrarbildung engagierte Prof. Dr. Herbert Ströbel von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf leitet das Projekt von deutscher Seite aus und wird dabei von Rüdiger Heining unterstützt, der als Langzeitexperte für die Dauer des Projekts im aserbaidschanischen Bildungsministerium arbeitet.
Für das Twinning-Projekt hat die EU insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, eine zusätzliche Kofinanzierung wird von der aserbaidschanischen Seite eingebracht.