Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Ricciardo möchte in Formel-1-Saison 2024 in Startaufstellung zurückkehren

Ricciardo möchte in Formel-1-Saison 2024 in Startaufstellung zurückkehren

Baku, 27. April, AZERTAC

Daniel Ricciardo erklärt, warum er für 2024 kein Interesse an einem Cockpit bei einem schlechteren Formel-1-Team hat. Ein Comeback ist für den früheren Red-Bull-Piloten nur in einem Topteam vorstellbar.

Daniel Ricciardo möchte in der Formel-1-Saison 2024 in die Startaufstellung zurückkehren - aber nicht um jeden Preis. Das hat der Australier, der nach seinem McLaren-Aus 2023 als Ersatzpilot zu Red Bull zurückgekehrt ist, gegenüber "Top Gear" klargestellt.

"Es ist klar, was ich nicht möchte", sagt er dort und erklärt, er wolle nicht "irgendein Cockpit" annehmen, nur um im kommenden Jahr wieder dabei zu sein. "Ich will nicht wieder bei null anfangen und meine Karriere quasi von vorne aufbauen", betont Ricciardo.

Bereits vor einigen Monaten hatte Ricciardo nach seinem Abschied von McLaren erklärt, er habe für 2023 bewusst nicht nach einem Cockpit bei einem schlechteren Team gesucht. An dieser Einstellung hat sich auch für die kommende Saison nichts geändert.

Er wollte nicht "arrogant" klingen, betont der achtmalige Grund-Prix-Sieger im Hinblick auf ein kleineres Team. "Aber das habe ich hinter mir. Ich glaube nicht, dass mich das anspornt oder mir den zweiten Schwung gibt, den ich suche", stellt der 33-Jährige klar.

Ricciardo: Beste Leistung nur in einem Topteam - Er sei sich sicher, dass er nur in einem Top-Cockpit seine beste Leistung abrufen könne, weshalb er sich bei seiner Suche darauf konzentrieren werde.

Klar ist aber auch, dass Ricciardos Chancen auf ein Formel-1-Comeback damit sehr klein sein dürften.

Denn die Top-Cockpits in der Formel 1 sind nicht nur knapp, die meisten sind für 2023 auch bereits vergeben. "Es macht mir keine Angst. Das war schon immer so", betont Ricciardo und erklärt, er sei sich bewusst, dass seine Auszeit in diesem Jahr ein "Risiko" sei.

Denn so hat er in dieser Saison nicht die Möglichkeit, sich auf der Rennstrecke bei einem Topteam für 2024 zu empfehlen. Trotzdem erklärt Ricciardo, er habe die Pause in diesem Jahr gebraut und vor allem über die Wintermonate komplett abgeschaltet.

"Ehrlich gesagt habe ich zwei Monate lang nicht trainiert, weil ich mir einfach eine Auszeit gönnen musste. Und jetzt fange ich wieder an, und ich will wieder fit werden", gesteht er. Im Winter habe er aber fast drei Monate lang überhaupt keine "Rennfahrerdinge" getan.

Ricciardo: Keine Altlasten bei Red-Bull-Rückkehr - Das zahlte sich offenbar aus. "Am ersten Tag zurück bei Red Bull im Simulator hatte ich mehr Spaß als je zuvor in einem Simulator. Das ist verrückt, vor allem, weil das an diesem Punkt meiner Karriere normalerweise die langweilige Arbeit ist", verrät Ricciardo.

Generell sei seine Rückkehr zu den Bullen "besser" als erwartet gelaufen. Altlasten aus 2018 habe es nicht gegeben.

"Ich möchte nicht einmal sagen, dass wir von vorne anfangen, denn es fühlt sich einfach so an, als ob wir dort weitermachen, wo wir aufgehört haben", berichtet er.

Nach der Saison 2018 hatte Ricciardo Red Bull in Richtung Renault verlassen, nach zwei Jahren dort zog es ihn weiter zu McLaren, wo er ebenfalls zwei Jahre lang fuhr. Abgesehen von einem Überraschungssieg in Monza 2021 war es allerdings keine erfolgreiche Zeit.

Ricciardo verrät, dass er bei Red Bull nun wieder "Selbstvertrauen" aufbaue und die vergangenen zwei Jahre vergessen wolle. Wie es 2024 weitergeht, das ist aktuell noch völlig offen. Nur wie es für ihn nicht weitergehen soll, das weiß der Australier schon.

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