Wenn ich ein Tourist wäre – Das Haus-Museum von Mirteymur Mammadov VIDEO
Baku, 13. Mai, AZERTAC
Im Rahmen ihrer neuen Rubrik berichtet AZERTAC weiterhin über interessante, aber wenig bekannte Sehenswürdigkeiten in den Regionen Aserbaidschans, in Baku und seiner Umgebung.
Dieses Mal führt uns unser Weg zum Haus-Museum von Mirteymur Mammadov. Dieser Ort ist nicht nur ein Wohnhaus – hier spürt man den Atem der Vergangenheit, die Wände scheinen zu sprechen, und die Stille ist voller tiefer Bedeutungen.
Im Herzen der Altstadt, in der Muslim Magomajew-Straße 90, befindet sich dieses Haus, das mit keinem anderen Gebäude verwechselt werden kann. Seine Fassade scheint direkt aus den Träumen des Künstlers entsprungen zu sein: Hunderte von Keramikfliesen, von denen jedes einzelne ein Kunstwerk ist. Die Wände des dreistöckigen Gebäudes – sowohl außen als auch im Innenhof – sind mit Fliesen, kleinen Reliefs, Figuren von Männern und Frauen, Tiermotiven, Tierkreiszeichen, Symbolen und mythologischen Wesen verziert. All diese Elemente bilden zusammen ein harmonisches Ganzes und verwandeln die Wände in ein lebendiges Mosaik der Bedeutung, das für jeden Besucher des Museums eine visuelle Galerie schafft.
Im Inneren des Museums finden sich enge Korridore, eine tiefe Stille, eine Werkstatt, die scheinbar noch vor einer Minute mit Werkzeugen gefüllt war, Bücher und Notizen – alles bewahrt die Wärme der Hände des Künstlers und den Atem seiner Kreativität. Das Haus-Museum von Mirteymur Mammadov ist eine Einladung zum Dialog mit der Vergangenheit.
Es ist ein Ort, an dem Kunst mit Erde, Geschichte und dem menschlichen Geist spricht. Hier spricht der Ton, die Vergangenheit dialogisiert mit der Gegenwart, und der Besucher findet bei jedem Schritt seine innere Stille.