WM: Fußball-Ikone geht auf Cristiano Ronaldo los
Baku, 18. Juni, AZERTAC
Cristiano Ronaldo erlebte mit der portugiesischen Nationalmannschaft zum Start in die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine herbe Enttäuschung. Der 41-jährige Superstar blieb beim 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo unauffällig. Fußball-Ikone Thierry Henry kritisierte CR7 nach dem Schlusspfiff für eine spezielle Szene.
In der 68. Spielminute vergab Ronaldo nach einem Querpass von der rechten Seite aus rund zehn Metern die Chance auf das 2:1. Ein Blick auf die Wiederholung zeigt: Teamkollege Bruno Fernandes war hinter ihm besser positioniert. Genau hier setzte Henry mit seiner Kritik an.
"Eines ist wichtig, Leute, bitte denkt daran: Das Team muss Tore schießen, nicht ihr", sagte die französische Fußball-Ikone bei "Fox Sports".
Henry zufolge hätte Ronaldo in besagter Szene in Richtung Fünfmeterraum laufen müssen, um so dahinter den Raum für Fernandes zu öffnen. "Aber weil er ein Tor schießen will, läuft er Bruno Fernandes in den Weg", analysierte der 48-Jährige.
"Man hat die Reaktion von Bruno Fernandes im Hintergrund gesehen, der so etwas andeutete wie: 'Lass den Ball durchlaufen, lauf los, schaffe Platz, damit ich ihn reinlegen kann'", führte Henry aus.
Auch sonst blieb Ronaldo zum WM-Start gegen die Demokratische Republik Kongo glücklos.
Portugal-Trainer: Wir brauchen Ronaldo - Portugals Nationaltrainer Roberto Martínez verteidigte nach dem Schlusspfiff seine Entscheidung, den 41 Jahre alten Routinier über die vollen 90 Minuten in der Spitze spielen zu lassen.
"In einem Spiel wie heute, in dem es so schwer war, in den Strafraum zu kommen, ist es wichtig, Cristianos Qualitäten zu nutzen. Es macht keinen Sinn, den besten Torschützen der Fußballgeschichte in einem Spiel auszuwechseln, in dem wir Tore brauchen. Seine Erfahrung im Strafraum ist wichtig, die Art, wie er die Verteidiger auf sich zieht … jeder Spieler hat seine Rolle auf dem Platz, und wenn wir Tore erzielen wollen, brauchen wir Cristiano auf dem Feld", argumentierte der 52-Jährige.
Für Portugal geht es bei der Fußball-WM in der Gruppe K gegen Usbekistan (Dienstag, 19 Uhr) sowie Kolumbien (28. Juni, 1:30 Uhr MEZ) weiter.
"Das war zwar nicht der Start, den wir uns gewünscht hatten, aber es ist noch lange nicht vorbei. Kopf hoch und den Fokus auf das nächste Spiel richten", meldete sich Ronaldo nach dem portugiesischen Auftakt-Patzer bei Instagram zu Wort.