Tibet: Zahl der Toten nach schwerem Erdbeben auf mindestens 126 gestiegen VIDEO
Baku, 7. Januar, AZERTAC
Nach dem schweren Erdbeben in Tibet ist die Zahl der Toten chinesischen Staatsmedien zufolge auf mindestens 126 gestiegen. Zudem seien mehr als 180 Menschen verletzt worden. Das Epizentrum des Bebens lag im ländlichen Tingri an der Nordflanke des Himalaya-Gebirges.
Der Kreis Tingri liegt auf der Nordseite des Mount Everests und gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Xigaze. Tingri hat nach offiziellen Angaben 61.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurden etwa 1.000 Häuser beschädigt.
Die Erschütterungen hatten Auswirkungen bis weit über die autonome chinesische Region Tibet hinaus: Selbst in der rund 400 Kilometer entfernten nepalesischen Hauptstadt Kathmandu liefen Menschen aus ihren Häusern. Zu spüren war das Beben auch in Nordindien und Bhutan.
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Ein schweres Erdbeben hat am Dienstagmorgen Tibet erschüttert. Das Beben der Stärke 6,8 ereignete sich um 9.05 Uhr Ortszeit nahe der Grenze zu Nepal im Bezirk Tingri. Er liegt auf der Nordseite des Mount Everest und etwa 400 Kilometer westlich der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
Es gibt Dutzende Verletzte und Tote. Bislang seien 95 Tote und 130 Verletzte bestätigt worden, berichtete die chinesische staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Das Epizentrum lag in einer Tiefe von zehn Kilometern. Nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens CCTV liegen sechs Dörfer im Umkreis von fünf Kilometern um das Epizentrum. Die Behörden stünden in engem Kontakt mit den Gemeinden, um die Auswirkungen des Bebens abzuschätzen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Die Erschütterungen waren bis in die rund 400 Kilometer entfernte nepalesische Hauptstadt Kathmandu zu spüren, wo Menschen aus Angst ihre Häuser verließen. Auch in Bhutans Hauptstadt Thimphu und im indischen Bundesstaat Bihar, der an Nepal grenzt, waren die Erdstöße zu spüren.
Nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens CCTV gab es in den vergangenen fünf Jahren im Umkreis von 200 Kilometern um das aktuelle Beben 29 Erdbeben mit einer Stärke von drei oder mehr. Alle waren jedoch schwächer als das Beben vom Dienstagmorgen.
Die südwestlichen Teile Chinas, Nepal und Nordindien werden häufig von Erdbeben heimgesucht, die durch die Kollision der indischen und der eurasischen Erdplatte verursacht werden. Im Jahr 2008 kamen bei einem verheerenden Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan fast 70.000 Menschen ums Leben. Im Jahr 2015 forderte ein Erdbeben der Stärke 7,8 in der Nähe von Kathmandu im benachbarten Nepal rund 9000 Todesopfer. Es war das schwerste Erdbeben in der Geschichte Nepals.