Präsident Ilham Aliyev nimmt an Verleihung des „Zayed-Preises für menschliche Brüderlichkeit“ teil AKTUALISIERT 2 VIDEO
Abu Dhabi, 4. Februar, AZERTAC
In der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, fand die Verleihung des „Zayed-Preises für menschliche Brüderlichkeit“ statt.
Wie AZERTAC berichtet, nahm Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev an der Veranstaltung teil.
Zuerst wurde die Hymne der Vereinigten Arabischen Emirate intoniert.
Anschließend wurde ein Video zum „Zayed-Preis für menschliche Brüderlichkeit“ gezeigt.
Danach trat der Generalsekretär des Muslimischen Ältestenrates Mohamed Abdelsalam auf.
Glückwunsch-Videoansprachen an die Preisträger des Zayed-Preises für menschliche Brüderlichkeit wurden vom Präsidenten der Republik Türkei Recep Tayyip Erdogan, vom Präsidenten der Republik Kasachstan Kassym-Jomart Tokayev, vom Präsidenten der Republik Usbekistan Shavkat Mirziyoyev, vom Premierminister der Islamischen Republik Pakistan Muhammad Shehbaz Sharif, vom Präsidenten der Kirgisischen Republik Sadyr Japarov, vom Präsidenten der Republik Libanon Joseph Aoun, von der First Lady der Türkei Emine Erdogan, sowie von König Abdullah II. des Haschemitischen Königreichs Jordanien übermittelt.
Präsident Ilham Aliyev hielt eine Rede bei der Zeremonie.
– Wir müssen uns darauf einigen, wer zuerst sprechen wird.
Eure Hoheit, Herr Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, mein lieber Bruder Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Mitglieder des Preisgerichtes, meine Damen und Herren,
zunächst möchte ich der Jury meinen aufrichtigen Dank für diese Auszeichnung aussprechen. Es ist mir eine große Ehre, einen Preis entgegenzunehmen, der den Namen des Gründers der Vereinigten Arabischen Emirate trägt – des verstorbenen Scheich Zayed, jenes großen Führers, dessen Vision und Handeln die VAE zu einem der wohlhabendsten und erfolgreichsten Länder der Welt gemacht haben.
Mein lieber Bruder Scheich Mohamed setzt die Politik seines Vaters in den Bereichen Entwicklung, Fortschritt und kontinuierliche Modernisierung fort. Heute sind die Vereinigten Arabischen Emirate tatsächlich ein Vorbild für viele Länder, wie man eine Gesellschaft aufbaut, die in Frieden und Harmonie lebt, tief mit ihren historischen Wurzeln verbunden ist und zugleich den Blick fest in die Zukunft richtet.
Ich spreche dem Großimam von Al-Azhar, Seiner Exzellenz Dr. Ahmed Al-Tayyeb, und dem Papst von Rom, Seiner Heiligkeit Leo, meinen aufrichtigen Dank für ihren Beitrag zur Förderung des interreligiösen Dialogs sowie für ihr unermüdliches Engagement zur Annäherung der Zivilisationen aus. Ebenso danke ich allen Kolleginnen und Kollegen, die der Zeremonie ihre freundlichen Botschaften übermittelt haben und damit erneut die Bedeutung des Friedens zwischen Aserbaidschan und Armenien unterstrichen haben – nicht nur für unsere beiden Länder, sondern für die gesamte Region. Wir waren mehr als 30 Jahre im Krieg. Nun leben wir seit sechs Monaten in Frieden.
Wie ich bereits viele Male gesagt habe, lernen wir, in Frieden zu leben. Ich kann Ihnen sagen: Es ist ein besonderes Gefühl. Seit unserer Unabhängigkeit haben wir nie in Frieden gelebt, und wir lernen nun schnell. Die letzten sechs Monate seit dem historischen Gipfeltreffen in Washington, das vom US-Präsidenten Donald Trump ausgerichtet wurde, waren Monate der Partnerschaft, der Zusammenarbeit und der Bewegung hin zu einem langfristigen und dauerhaften Frieden.
Ich möchte auch dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, meinen Dank für seinen Beitrag zum Frieden zwischen Aserbaidschan und Armenien aussprechen. Er war Gastgeber eines trilateralen Gipfeltreffens am 8. August 2025, das zur Paraphierung eines Friedensabkommens zwischen Armenien und Aserbaidschan sowie zur Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung führte. Präsident Trump unterzeichnete diese ebenfalls als Zeuge und setzte damit einem langanhaltenden, mehr als drei Jahrzehnte währenden, blutigen und tödlichen Konflikt ein Ende.
Diese sechs Monate waren, wie ich bereits sagte, für die Entwicklung unserer Beziehungen von großer Bedeutung. Wir haben nicht nur die Beschränkungen für den Gütertransport durch Aserbaidschan nach Armenien aufgehoben, sondern auch begonnen, Erdölprodukte nach Armenien zu exportieren. Mit anderen Worten: In diesen sechs Monaten haben wir mit der Zusammenarbeit begonnen. Wir bauen nun unsere Handelsbeziehungen aus. Heute Morgen habe ich meinen armenischen Amtskollegen getroffen, und wir haben erörtert, wie wir weiter vorgehen können.
Die heutige Preisverleihung und die Würdigung unserer Bemühungen durch dieses angesehene Preisgericht sowie durch all unsere Freunde sind sehr ermutigend. Ich denke, dass unser Beispiel studiert und als Leitfaden für jene dienen sollte, die sich noch im Krieg befinden. Unser Beispiel zeigt, dass Frieden trotz langanhaltender Konflikte, trotz Leid und gegenseitigen Misstrauens möglich ist. Frieden ist möglich, wenn auf beiden Seiten ein starker politischer Wille vorhanden ist und wenn dieser Prozess von befreundeten Ländern und der internationalen Gemeinschaft unterstützt wird.
Mein letzter Punkt zu dieser Preisverleihung hier in Abu Dhabi ist, dass ich sie für symbolisch halte, da die letzte Verhandlungsrunde zwischen Armenien und Aserbaidschan hier im vergangenen Juli stattfand, nur einen Monat vor dem historischen Gipfeltreffen in Washington. Hier in Abu Dhabi sind wir mit der Unterstützung unseres Bruders Scheich Mohamed zu einer endgültigen Einigung zur Herstellung des Friedens gelangt, die anschließend in Washington formalisiert wurde.
Diese Symbolik liegt heute in der Luft, und ich möchte erneut all jenen meinen Dank aussprechen, die beschlossen haben, uns diesen angesehenen und prestigeträchtigen Preis zu verleihen, sowie allen, die uns geholfen haben, den Frieden zu erreichen.
Vielen Dank.
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Anschließend hielt Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan eine Rede. Er hob in seiner Rede besonders hervor, dass es einst kaum vorstellbar gewesen sei, dass eine derart angesehene Auszeichnung den Staats- und Regierungschefs Aserbaidschans und Armeniens verliehen würde. Er stellte fest, dass die Verleihung dieses Preises erneut bestätige, dass der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan bereits der Vergangenheit angehöre.
Der armenische Premierminister erklärte, er betrachte diese Auszeichnung als einen Akt der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für unsere Länder. Er betonte, dass die Entscheidung der hochrangig besetzten Jury dem weiteren Ausbau des Friedens in der Region zusätzlichen Auftrieb verleihen werde. Zugleich unterstrich er, dass die Bemühungen zur Gewährleistung von Frieden, Stabilität und auf Vertrauen basierenden Beziehungen zwischen unseren Völkern fortgesetzt würden.
Premierminister Nikol Paschinjan sprach erneut dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, seinen besonderen Dank dafür aus, dass er zur Erreichung des Friedensabkommens beigetragen und in dieser Richtung keine Anstrengungen gescheut habe. Ebenso brachte er dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate seine besondere Dankbarkeit für die Auszeichnung zum Ausdruck und dankte den Teilnehmern dieser bedeutenden Veranstaltung.
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Zarqa Yaftali, afghanische Frauenrechtsaktivistin und Forscherin sowie weitere Preisträgerin des Zayed-Preises für menschliche Brüderlichkeit, sprach ebenfalls bei der Veranstaltung.
Nabil Qaddumi richtete im Namen der palästinensischen Organisation „Taawon“ das Wort an die Zeremonie.
Im Anschluss überreichte der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev und anderen Preisträgern den Zayed-Preis für menschliche Brüderlichkeit.
Die Teilnehmer machten zum Abschluss ein Gruppenfoto.