Präsident Ilham Aliyev veröffentlicht Beitrag zum Tod des Volksdichters Nariman Hasanzada
Baku, 1. August, AZERTAC
Auf den Social-Media-Konten des Präsidenten der Republik Aserbaidschan, Ilham Aliyev, ist ein Beitrag zum Tod des Volksdichters Nariman Hasanzada veröffentlicht worden.
AZERTAC veröffentlicht den Beitrag im Wortlaut:
„Die Kulturgemeinschaft Aserbaidschans hat einen schweren Verlust erlitten. Der herausragende Vertreter der modernen aserbaidschanischen Literatur, Träger des Heydar-Aliyev-Ordens, Empfänger einer persönlichen Ehrenpension des Präsidenten, Verdienter Künstler und Volksdichter Nariman Alimammad oglu Hasanzada ist am 1. August 2026 im Alter von 96 Jahren gerstorben.
Nariman Hasanzada wurde am 2. Februar 1931 im Dorf Poylu im Rayon Gazach geboren. Nach dem Schulabschluss studierte er von 1949 bis 1953 an der Fakultät für Sprache und Literatur des Staatlichen Pädagogischen Instituts Ganja namens Hasan bey Zardabi und anschließend von 1957 bis 1961 am Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau.
Von 1962 bis 1965 absolvierte Hasanzada ein Postgraduiertenstudium an der Staatlichen Universität Baku, verteidigte anschließend seine Dissertation und erlangte den akademischen Grad eines Kandidaten der Wissenschaften.
Nariman Hasanzada begann seine berufliche Laufbahn 1962. Er war in verschiedenen Funktionen bei der Zeitung „Aserbaidschanische Jugend“, der Zeitschrift „Aserbaidschan“ sowie beim Komitee für Fernsehen und Hörfunk Aserbaidschans tätig. Von 1978 bis 1991 war er Chefredakteur der Zeitung „Literatur und Kunst“. In dieser Funktion setzte er sich unermüdlich dafür ein, den Einfluss der Zeitung im literarischen und gesellschaftlichen Umfeld weiter zu stärken.
Von 1991 bis 2001 war Hasanzada Erster Stellvertretender Minister für Presse und Information der Republik Aserbaidschan und übte zeitweise auch das Amt des Ministers kommissarisch aus. Von 2001 bis zu seinem Tod leitete er den Fachbereich Geisteswissenschaften an der Nationalen Luftfahrtakademie.
Nariman Hasanzada, ein großer Meister des Wortes, bereicherte die aserbaidschanische Literatur von Beginn seines dichterischen Schaffens an um neue Impulse. Den jahrhundertealten, leuchtenden Traditionen der nationalen Literatur treu verbunden, leistete der Dichter mit seiner unverwechselbaren Ausdrucksweise einen unschätzbaren Beitrag zum poetischen Erbe des aserbaidschanischen Volkes. Seine Werke, die von der Liebe zum Vaterland, dem Streben nach nationaler Freiheit, der Verbundenheit mit traditionellen Werten und dem Aufruf zu geistiger Erneuerung geprägt sind, standen stets an der Spitze des literarischen Prozesses.
Die von Melancholie, Aufrichtigkeit, Sprachgewandtheit und Natürlichkeit geprägten Werke des Dichters spiegeln die Gedanken und Gefühle seiner Zeitgenossen wider. In seinen Gedichten und Versdramen ließ Nariman Hasanzada bedeutende historische Ereignisse und herausragende Persönlichkeiten der Vergangenheit im Lichte der historischen Wahrheit wiederaufleben und beleuchtete sie aus der Perspektive eines tiefen Patriotismus und der nationalen Staatlichkeit. Diese Werke, die den Kampf und den Heldenmut des aserbaidschanischen Volkes würdigen, wurden erfolgreich auf den Theaterbühnen aufgeführt und fanden großen Anklang beim Publikum. Zahlreiche Lieder wurden nach seinen Gedichten komponiert. Der Dichter schöpfte dabei meisterhaft aus den unerschöpflichen Möglichkeiten der aserbaidschanischen Sprache. Viele dieser Lieder sind bis heute tief im Herzen der Menschen verankert und werden weithin gesungen.
Eng mit seinem literarischen Schaffen verbunden war seine vielseitige Tätigkeit als Wissenschaftler, Pädagoge und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die ein eindrucksvolles Beispiel für seinen hingebungsvollen Dienst an seinem Vaterland und seinem Volk darstellt. Nariman Hasanzada engagierte sich aktiv im gesellschaftspolitischen und kulturellen Leben der Republik. Im Laufe der Jahre war er unter anderem Leiter der aserbaidschanischen Abteilung des Literaturfonds der UdSSR sowie Abgeordneter von Bezirks- und Stadträten und des Obersten Sowjets der Republik Aserbaidschan der 12. Legislaturperiode.
Stets begegnete Nariman Hasanzada den Entwicklungen im Leben des Landes und der Gesellschaft mit einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein und widmete seine ganze Kraft der Entwicklung unserer Kultur sowie der Bewahrung und Weitergabe unserer nationalen und geistigen Werte.
Nariman Hasanzadas langjähriges und fruchtbares Wirken für die Entwicklung der aserbaidschanischen Literatur und Kultur wurde hoch gewürdigt. Er erhielt die höchsten staatlichen Auszeichnungen der unabhängigen Republik Aserbaidschan – den Ruhmesorden (2001), den Ehrenorden (2011) und Unabhängigkeitsorden (2021). Im Jahr 2026 wurde ihm zudem der „Heydar-Aliyev“-Orden verliehen.
Die helle Erinnerung an Nariman Alimammad oglu Hasanzada, einen herausragenden Dichter und Dramatiker sowie eine angesehene Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die für ihre Herzlichkeit und Bescheidenheit bekannt war, wird für immer in den Herzen aller Menschen fortleben, die ihn kannten.
Gott sei seiner Seele gnädig!“