Konferenz zu Rückkehrrecht und Dekolonisierung bei den Vereinten Nationen
New York, 28. September, AZERTAC
Am Sitz der Vereinten Nationen in New York hat eine internationale Konferenz zum Thema „Rückkehrrecht und Dekolonisierung: Wiederherstellung verspäteter historischer Gerechtigkeit“ stattgefunden.
Bei der von der Baku-Initiativgruppe organisierten Veranstaltung wurden Fragen des Rückkehrrechts, der Dekolonisierung, der Selbstbestimmung sowie des Schutzes des historischen Gedächtnisses und des kulturellen Erbes erörtert.
Elgün Hajiyev, Leiter der Abteilung für Kommunikation und Datenanalyse der Baku-Initiativgruppe, betonte, dass das Rückkehrrecht der Westaserbaidschaner in ihre früheren Wohnorte im Rahmen der zuständigen UN-Gremien und internationalen Mechanismen geprüft werden sollte. Das Rückkehrrecht sei ein grundlegendes Menschenrecht und bedeute nicht nur die physische Rückkehr, sondern auch die Wiederherstellung von Identität, Würde, historischem Gedächtnis und kultureller Kontinuität.
Im Rahmen der Konferenz wurde ein Kurzfilm über die Geschichte der aus ihren Heimatorten im heutigen Armenien vertriebenen Aserbaidschaner gezeigt. Anschließend fanden zwei Podiumsdiskussionen über das Rückkehrrecht im Kontext des Völkerrechts und der Dekolonisierung sowie über die Bewahrung von Identität und historischem Gedächtnis statt.
An der Konferenz nahmen Vertreter aus Neukaledonien, Korsika, Saint-Martin und weiteren Gebieten der Karibik sowie Vertreter afrikanischer Völker und der Sikh-Gemeinschaft, ehemalige Regierungsvertreter, Experten und Vertreter politischer und gesellschaftlicher Organisationen teil.
Zum Abschluss verabschiedeten die Baku-Initiativgruppe und die Teilnehmer einen gemeinsamen Appell an die UN-Sonderberichterstatter. Darin wird unter anderem zu sicheren, freiwilligen, würdevollen und dauerhaften Rückkehrmöglichkeiten für Menschen aus Westaserbaidschan sowie zum Schutz des aserbaidschanischen kulturellen, religiösen und historischen Erbes im heutigen Armenien aufgerufen.