Eröffnung der 330-kV-Umspannstation „Schäfäg“ im Dorf Soltanlı im Bezirk Jabrayil VIDEO
Jabrayil, 9. Mai, AZERTAC
Der Präsident der Republik Aserbaidschan Ilham Aliyev hat am 9. Mai an der Eröffnung der 330-kV-Umspannstation „Schäfäg“ der „AzerEnerji“ AG im Dorf Soltanlı im Bezirk Jabrayil/Dschäbrajil teilgenommen.
Der Vorstandsvorsitzende der „AzerEnerji“ AG, Balababa Rzayev, informierte das Staatsoberhaupt über die durchgeführten Arbeiten.
Es wurde mitgeteilt, dass zur Integration des ersten industriellen Solar-Großkraftwerks in den befreiten Gebieten sowie des größten ausländischen Direktinvestitionsprojekts – des von der bp-Gruppe in Jabrayil errichteten 240-MW-Solarkraftwerks “Schäfäg“– umfangreiche Arbeiten durch den aserbaidschanischen Staat umgesetzt wurden.
In diesem Rahmen hat „AzerEnerji“ in Jabrayil eine 330-kV-Digitalumspannstation errichtet und zur Anbindung dieser Station an das nationale Stromnetz eine 7,5 Kilometer lange, zweikreisige Hochspannungsleitung mit 330 kV zum Energiezentrum „Jabrayil“ gebaut. Diese Infrastruktur dient als strategische Verbindung für den Transport grüner Energie im gesamten Energiesystem des Landes.
Die Umspannstation ist mit modernen digitalen Systemen, offenen und geschlossenen Schaltanlagen sowie einer Steuerungseinheit ausgestattet. Im Zentrum wurde ein Mikro-SCADA-Dispatching-System eingerichtet, das eine Fernsteuerung ermöglicht und in das zentrale SCADA-System integriert ist.
Das in der Umspannstation tätige Personal wurde überwiegend aus der neu angesiedelten lokalen Bevölkerung ausgewählt und nach entsprechender Schulung eingestellt.
Es sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Strategie „Große Rückkehr“ des Präsidenten besonderes Augenmerk auf die Beschäftigung lokaler Fachkräfte in allen von „AzerEnerji“ in den befreiten Gebieten errichteten Energieprojekten gelegt wird.
Ziel des Projekts zur Integration des Solar-Großkraftwerks „Schäfäg“ in das Energiesystem ist es, die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor zu stärken, die CO₂-Emissionen zu reduzieren, Erdgas einzusparen, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und die Energiesicherheit weiter zu festigen.
Das groß angelegte Projekt zur Übertragung grüner Energie wurde parallel umgesetzt. So wurde zur Versorgung des Sangatschal-Terminals mit grüner Energie eine neue 220-kV-Umspannstation gebaut und bereits fertiggestellt. Dadurch wird das mit Gas betriebene Kraftwerk im Terminal abgeschaltet, und die in Jabrayil erzeugte Solarenergie wird über das nationale Netz auch zum Sangatschal-Terminal geleitet.
Durch die Stilllegung des gasbetriebenen 140-MW-Modulkraftwerks im Terminal werden jährlich über 500 Millionen kWh Strombedarf des Terminals aus erneuerbaren Quellen gedeckt, wodurch jährlich mehr als 120–150 Millionen Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Dies trägt zur Reduzierung der CO₂-Emissionen der bp-Operationen im Kaspischen Raum um 260.000–330.000 Tonnen pro Jahr bei.
Dem Staatsoberhaupt wurden zudem Informationen über die parallele Entwicklung von grüner und konventioneller Energie in jüngster Zeit gegeben.
Es wurde berichtet, dass die Digitalisierung des Energiesystems bereits konkrete Ergebnisse zeigt. Diese Dynamik ist besonders in den wasserreichen, sonnigen und windreichen Monaten April und Mai deutlich sichtbar geworden. An einzelnen Tagen wurden 36 bis 41 Prozent des landesweiten Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt.
So wurden am 20. April insgesamt 64,4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, davon 36,5 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Davon wurden 15,9 Millionen Kilowattstunden in Wasserkraftwerken, einschließlich in den befreiten Gebieten, sowie 7,6 Millionen Kilowattstunden in Solar- und Windkraftanlagen erzeugt. Dank der umgesetzten Maßnahmen erreichte der Anteil grüner Energie zu bestimmten Stunden bis zu 41 Prozent.