Ein Meisterwerk historischer Baukunst – die Juma-Moschee von Guba VIDEO
Guba, 13. August, AZERTAC
Eine der ältesten Moscheen Aserbaidschans mit einem reichen architektonischen Stil ist die Juma-Moschee in der Stadt Guba. Sie gilt nicht nur in Guba, sondern auch im Nordosten Aserbaidschans als eines der ältesten religiösen Zentren. Der Bau des Gebäudes dauerte mit Unterbrechungen zehn Jahre und wurde 1802 abgeschlossen.
Die Moschee wurde mit finanzieller Unterstützung von Gazi Ismayil Efendi, dem Sohn von Gazi Nasrullah Efendi, errichtet. Auf der Inschrift der Moschee finden sich Angaben über den Architekten, der das Bauwerk errichtet hat. Dort heißt es: „Diese ehrwürdige Moschee wurde mit der Gunst Allahs, des Herrn der ehrwürdigen Welten, aus den Mitteln von Gazi Nasrullah ibn Haji Ismayil von dem Architekten Osman ibn Omar, einem Nachfahren des Architekten Abu Bakr Adjami an- Nachitschewani, errichtet. Jahr 1217 nach der Hidschra.“
Die Moschee und die ihr angeschlossene Medrese waren bis 1924 in Betrieb. Wie zahlreiche andere religiöse Stätten wurde auch diese Moschee während der Sowjetzeit geschlossen. Im Jahr 1933 wurden die Medrese und das Minarett und später auch weitere Gebäudeteile zerstört. Als die Bevölkerung des Bezirks erfuhr, dass die Moschee abgerissen werden sollte, brachte sie nachts Mühlsteine und Säcke mit Weizen dorthin und verwandelte die Moschee in eine Mühle, um sie vor dem Abriss zu bewahren. Nach einiger Zeit wurde das Gebäude als Lager genutzt und später als Teppichmuseum.
Nach der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit Aserbaidschans wurde die Moschee wieder den Gläubigen zur Nutzung übergeben. Das als Baudenkmal von lokaler Bedeutung eingestufte Gotteshaus hat die Form eines achteckigen Prismas. Seine Innenhöhe beträgt 18 Meter, die Fläche 360 Quadratmeter.
Die beim Bau der Moschee verwendeten Ziegel wurden im Dorf Igryg hergestellt, das acht bis zehn Kilometer vom Bezirk entfernt liegt. Der Überlieferung zufolge brachten die Einwohner von Guba die Ziegel aus diesem Dorf zum Bauplatz, indem sie sie von Hand zu Hand weiterreichten.
Für den Bau des Gebäudes wurden hauptsächlich Mehl, Eier und Kalk verwendet. Der Mihrab (Gebetsnische) der Moschee wurde nach dem Vorbild des Mihrabs einer Moschee in Medina gestaltet. Dass sich im mittleren Bereich des Gebäudes keine Säulen befinden, zeugt von der hohen handwerklichen Kompetenz des Architekten.
Um die Moschee wurde ein Gitterzaun errichtet, ein Bereich für die rituelle Waschung sowie eine Medrese gebaut und das Gelände umfassend gestaltet. In den 1990er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde an der Moschee ein neues, 50 Meter hohes Minarett errichtet.