Airbus muss Nieten austauschen
Baku, den 17. Februar (AZERTAG). Dauer-Baustelle A380: Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat Airbus aufgefordert, Nachbesserungen am Riesenflieger vorzunehmen. Problem sind diesmal sechs Aluminumnieten, die ersetzt werden müssen. Der Konzern spielt die Angelegenheit herunter.
Nach den Flügeln rückt jetzt die Flugzeugspitze des Riesen-Airbus A380 ins Visier der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA. Der Hersteller bestätigte Informationen der „Financial Times Deutschland“, wonach die Fluggesellschaften angewiesen werden, sechs Aluminiumnieten an den Flugzeugspitzen auszuwechseln. Diese müssten durch Titannieten ersetzt werden.
Ein Airbus-Sprecher bemühte sich, die Sache herunterzuspielen. Er sagte, Techniker des Konzerns hätten das Problem selbst entdeckt und die Fluggesellschaften bereits im Oktober 2011 darüber informiert. Es gebe keine akute Sicherheitsgefahr und der Austausch der sechs Nieten sei innerhalb von dreieinhalb Stunden erledigt.
Doch im ungünstigsten Fall - unter Extrembelastung, wie bei einem Druckabfall - könnte sich die Rumpfspitze des Flugzeugs lösen, schreibt die „FTD“. In dem Entwurf für die Sicherheitsanweisung wird laut Airbus eine achtmonatige Frist vorgeschlagen, um das Problem zu beheben. „Solche Nachrichten an die Hersteller gibt es für alle Flugzeugtypen am laufenden Band“, sagte der Sprecher. Sie seien Teil eines ständigen Verbesserungsprozesses im Luftverkehr und beträfen auch seit Jahrzehnten fliegende Maschinen.
Die EASA hatte zuletzt eine Überprüfung aller A380-Maschinen angeordnet, nachdem an den Tragflächen Risse entdeckt worden waren. Airbus hat einen Fehler im Herstellungsprozess eingeräumt, betont aber, dass die A380-Flugzeuge dennoch vollkommen sicher seien. Der Nietenaustausch steht nach Unternehmensangaben in keinerlei Verbindung mit dem Flügelproblem.