Arznei-Schlamperei schadet Kampf gegen Malaria
Baku, den 22. Mai (AZERTAG). Wenige Medikamente helfen gegen Malaria - umso dramatischer ist es, wenn diese Mittel gefälscht oder in falscher Dosierung auf den Markt kommen. Studien zeigen das Ausmaß der Medikamenten-Schlamperei. Forscher sehen dies als ernste Gefahr im Kampf gegen die Tropenkrankheit.
Gefälschte oder mangelhafte Medikamente gefährden den Erfolg im Kampf gegen die Malaria, befürchten Forscher der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) in den USA. Das Team um Gaurvika Nayyar hat frühere Studien aus Südostasien und Afrika ausgewertet, in denen die Verpackungen von Malaria-Mitteln untersucht oder die Medikamente chemisch analysiert wurden. Das erschreckende Ergebnis: Zwischen 20 und 42 Prozent der getesteten Präparate hatten eine schlechte Qualität oder waren gefälscht. Die Medikamente wurden in öffentlichen Apotheken oder privaten Läden in 28 Ländern eingekauft.
Unter schlechter Qualität verstehen die Forscher in betrügerischer Absicht falsch hergestellte und verpackte Pillen, eine geringe oder zu hohe Menge an Wirkstoffen in den Tabletten sowie Medikamente, die durch falsche Lagerung beeinträchtigt waren.
Wie viele gefälschte oder mangelhafte Malaria-Medikamente wirklich weltweit im Umlauf sind, kann allerdings niemand sagen, schränken die Forscher in ihrem Artikel im Fachjournal „The Lancet Infectious Diseases“ ein. Verlässliche Zahlen dazu fehlen.
Falsch dosierte Medikamente können dazu führen, dass die Krankheitserreger unempfindlich gegenüber dem Wirkstoff werden. Zuletzt wurden solche Resistenzen gegen Präparate mit dem Wirkstoff Artemisinin aus der Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha bekannt. Dies alarmiert die Gesundheitsbehörden weltweit, weil Kombinationspräparate mit Artimisinin als besonders wirksame Waffe gegen die vom Parasiten Plasmodium falciparum verursachte Malaria gelten.
Unter schlechter Qualität verstehen die Forscher in betrügerischer Absicht falsch hergestellte und verpackte Pillen, eine geringe oder zu hohe Menge an Wirkstoffen in den Tabletten sowie Medikamente, die durch falsche Lagerung beeinträchtigt waren.
Wie viele gefälschte oder mangelhafte Malaria-Medikamente wirklich weltweit im Umlauf sind, kann allerdings niemand sagen, schränken die Forscher in ihrem Artikel im Fachjournal „The Lancet Infectious Diseases“ ein. Verlässliche Zahlen dazu fehlen.
Falsch dosierte Medikamente können dazu führen, dass die Krankheitserreger unempfindlich gegenüber dem Wirkstoff werden. Zuletzt wurden solche Resistenzen gegen Präparate mit dem Wirkstoff Artemisinin aus der Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha bekannt. Dies alarmiert die Gesundheitsbehörden weltweit, weil Kombinationspräparate mit Artimisinin als besonders wirksame Waffe gegen die vom Parasiten Plasmodium falciparum verursachte Malaria gelten.