Auf der Erde drängen sich bald elf Milliarden
Baku, den 11. Juli (AZERTAG). 7,1 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Bis 2050 könnten es elf Milliarden werden. Im Kampf gegen die Bevölkerungsexplosion sollen nun Millionen Frauen Verhütungsmittel bekommen.
7.057.608.000: Dies ist nicht die Summe eines Hilfspakets für schuldengeplagte Länder, sondern die Zahl der Menschen, die derzeit auf der Erde leben - dem Weltbevölkerungstag der Vereinten Nationen.
Ein Ende der sprunghaften Bevölkerungsentwicklung ist Experten zufolge schwer abzusehen. Nach einer Projektion der Vereinten Nationen müssen sich 2050 mehr als neun Milliarden Menschen die knappen Ressourcen des Planeten teilen. Bis 2100 wird wohl die Zehn-Milliarden-Marke geknackt. Die Zahlen zur Weltbevölkerung aus den Statistiken geben Anlass zur Sorge:
-Gegenwärtig leben mehr als 7,05 Milliarden Menschen auf der Welt. 1900 waren es 1,6 Milliarden.
-Mit 1,346 Milliarden Menschen ist China das bevölkerungsreichste -Land der Welt, es folgt Indien mit 1,241 Milliarden
-Heute leben 52 Prozent aller Menschen in Städten, 2050 werden es 67 Prozent sein
-Laut UN-Angaben ist Groß-Tokio mit 37,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt, gefolgt von Neu-Delhi (22,7 Millionen)
-Die am schnellsten wachsenden Städte waren von 1990 bis 2006 Shenzen/China um 20,8 und Nakuru/Kenia um 13,3 Prozent
-61 Prozent aller Menschen leben in Asien, 15 Prozent in Afrika
-Laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) dürften bis zum Ende des Jahrhunderts 35 Prozent in Afrika leben
-Mit im Schnitt 7,52 Kindern in Niger und 6,65 in Uganda haben Frauen in diesen Ländern Afrikas weltweit den meisten Nachwuchs. In Deutschland sind es im Durchschnitt 1,4 Kinder
-Die Zahl der weltweit Hungernden schätzen die UN auf 925 Millionen
-Zweieinhalb Millionen Kinder sterben weltweit jährlich wegen mangelhafter Ernährung
-170 Millionen Kinder leiden unter Wachstumsverzögerungen, weil sie nicht genug zu essen haben.
Laut Angaben der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung steht die Menschheit vor einer gewaltigen Herausforderung angesichts von Problemen wie Rohstoffsicherung und Klimawandel.