AZERTAC-Vorstandsvorsitzender: Falsche Nachrichten sind ein zentrales Problem der Gegenwart
Latschin, 20. Juli, AZERTAC
AZERTAC ist seit über hundert Jahren ununterbrochen tätig. Die Agentur wurde 1920 von der ersten demokratischen Republik im Osten gegründet. Damals war AZERTAC nur zwei Monate lang als Nachrichtenquelle eines unabhängigen Staates aktiv. Doch auch in der Sowjetzeit floss der Nachrichtenstrom weiter. So entwickelte sich die Agentur zu einer wertvollen Ressource mit Hunderttausenden Fotos und Informationen über unser Land. Ein Blick auf ihre hundertjährige Geschichte zeigt, wie kostbar dieses Erbe ist.
Das sagte der Vorsitzende des Vorstands von AZERTAC, Vugar Aliyev, bei der Diskussionsrunde zum Thema „AZERTAC 105: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Zusammenarbeit“, die im Rahmen des Globalen Schuscha-Medienforums stattfand.
Er betonte, dass AZERTAC heute mit 54 Nachrichtenagenturen und Medienorganisationen aus verschiedenen Ländern zusammenarbeitet. „Wir sind außerdem aktives Mitglied von 11 internationalen Nachrichtenorganisationen und Plattformen. 2016 war AZERTAC Gastgeber des Weltkongresses der Nachrichtenagenturen und der Generalversammlung der OANA. Bei der Versammlung in Sankt Petersburg wurde beschlossen, dass AZERTAC auch das nächste Treffen im Jahr 2028 ausrichten soll“, fügte der Vorsitzende hinzu.
Weiter erklärte er, dass AZERTAC täglich rund 600 Nachrichten in 8 Sprachen, etwa 200 Fotos und fast 50 Videos in 5 Sprachen veröffentlicht. Gleichzeitig tauscht die Agentur täglich Nachrichten mit den meisten ihrer Partner aus.
„Mit der Zeit wird die Bedeutung der Agentur noch größer. In der heutigen, sich schnell wandelnden Informationswelt, in der sich Nachrichten mit einer einzigen Berührung verbreiten, war die Rolle der Nachrichtenagenturen noch nie so wichtig wie jetzt. Inmitten dieses Informationsstroms stehen wir einem der größten Probleme der Gegenwart gegenüber – Fake News und Desinformation. Agenturen setzen sich heute aktiv gegen Falschmeldungen ein. Faktenchecks sind ein fester Bestandteil ihrer Arbeit geworden. Künstliche Intelligenz und Verifikationstechnologien werden intensiv genutzt, um gefälschte Bilder, Deepfake-Videos und manipulierte Inhalte zu erkennen“, so Vugar Aliyev.