Baku veranstaltet internationale Konferenz über belgischen Kolonialismus
Baku, 21. August, AZERTAC
In Baku hat am 21. August die internationale Konferenz „Belgiens koloniales Unrecht und der 101-jährige Weg zu Wiedergutmachung“ begonnen.
Die Veranstaltung wurde von der Baku-Initiativgruppe organisiert.
An der Konferenz nehmen Vertreter der Demokratischen Republik Kongo, Ruandas und Burundis – ehemaliger belgischer Kolonien, die weiterhin mit den Folgen des Neokolonialismus konfrontiert sind – sowie Vertreter aus Marokko, Südafrika und der Vereinten Nationen teil.
Zu den Teilnehmern gehören außerdem der Ombudsmann der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), Mitglieder des kongolesischen Parlaments, der Botschafter Ruandas und in der Türkei akkreditierte Diplomaten, Experten der Vereinten Nationen, Völkerrechtler, Wissenschaftler, Menschenrechtsaktivisten sowie Fachleute für historische Gerechtigkeit und Wiedergutmachung.
Auf der Konferenz werden die Geschichte des belgischen Kolonialismus, die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Kolonialherrschaft in den ehemaligen Kolonien, das durch die Kolonialpolitik verursachte Unrecht, die Aufarbeitung historischer Tatsachen sowie Forderungen der betroffenen Völker nach Entschädigung erörtert.
Darüber hinaus sollen die Teilnehmer über die gegenwärtigen Auswirkungen des Erbes von Kolonialismus und Neokolonialismus, die Gewährleistung historischer Gerechtigkeit im Rahmen des Völkerrechts sowie mögliche Schritte zur Schaffung von Mechanismen für Wiedergutmachung beraten.